Werder fehlte zuletzt die offensive Kreativität

Fünf Prüfungen bis zur nächsten Pause: Werder will mit neuem Schwung im Ligabetrieb und Pokal überzeugen

In der Offensivabteilung des SV Werder Bremen um Marvin Ducksch (re.) hakte es zuletzt.
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In der Offensivabteilung des SV Werder Bremen um Marvin Ducksch (re.) hakte es zuletzt.

Auf Werder Bremen warten in den nächsten Wochen sehr anspruchsvolle Aufgaben. So wollen die Grün-Weißen die Herausforderungen angehen.

Bremen – In diesen Tagen erlebt die noch junge Bundesliga-Saison bereits die zweite Unterbrechung wegen einer Länderspielphase, Mitte November folgt schon die dritte Auszeit. Gar nicht so einfach, da in den so wichtigen Rhythmus zu kommen. Für den SV Werder Bremen stehen nun fünf enorm wichtige Partien in den kommenden vier Wochen auf dem Plan, vier davon in der Liga (gegen Wolfsburg, Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), Mönchengladbach und Kiel), eine im DFB-Pokal (30. Oktober, 18 Uhr beim SC Paderborn). Und die Grün-Weißen gehen die Aufgabe mit großem Engagement an: „Wir wollen zunächst die kommende Woche nutzen, um weiter an uns zu arbeiten“, hebt Peter Niemeyer als Leiter Profifußball hervor. „Wir möchten das, was wir gegen Freiburg haben vermissen lassen, jetzt wieder auf den Platz bringen und so etwa an der Durchschlagskraft feilen. Dadurch wollen wir Schwung aufnehmen, um diese fünf nächsten Spiele möglichst alle erfolgreich zu bestreiten.“

Werder Bremen enttäuschte zuletzt offensiv und will an der eigenen Durchschlagskraft arbeiten

Die mangelnde Gefahr im gegnerischen Sechzehner bleibt in diesen Tagen das große Thema an der Weser. Bei Werder Bremen hapert es an den Torschüssen, nach sechs Spieltagen sind es gerade einmal 59. Diesen Wert unterbietet kein anderer Club. Spielerisch fehlen mitunter die richtigen Lösungswege, um die Konkurrenz ebenso konsequent wie konstant vor Probleme zu stellen. Was dann auch noch ganz allgemein flach zu selten gelingt, klappte jüngst gegen die Breisgauer auch nicht mit luftigeren Mitteln. Während der 0:1-Heimniederlage machte sich neben der fehlenden Kreativität nämlich auch die unzureichende Präzision in besonderem Maße bemerkbar – und zwar bei den hohen Hereingaben. Ganze 23 Flanken haben die Bremer nach Zählung der Datenexperten von Createfootball geschlagen – angekommen sind gerade einmal vier. Interessant ist auch ein Blick auf die sonstigen Kopfballduelle. In bislang 133 Fällen hätten die Schützlinge von Trainer Ole Werner im Laufe der Saison in der Luft den Ball erobern können, 67 Mal ist ihnen das am Ende auch tatsächlich gelungen. Kein anderes Team der Liga hat eine geringere Ausbeute vorzuweisen. Klingt nicht sonderlich schön, zur Wahrheit gehört aber auch: Zwar gingen Werders Spieler demnach aus 66 Versuchen als Verlierer hervor, doch das wiederum ist ein Wert, den nur noch die Topteams aus Leverkusen (53), München (55) und Leipzig (63) unterbieten. Keine so schlechte Gesellschaft also, zumal das genannte Trio ohnehin eher für den spielerischen Ansatz steht und nicht mit einer Flankenflut in den gegnerischen Strafraum zum Erfolg kommen möchte. Der wesentliche Unterschied: Ihnen gelingt es eben auch wesentlich besser, aus den eigenen „flachen“ Bemühungen Kapital zu schlagen.

Werder Bremen fehlen zum Wochenstart einige Spieler

Auf dem Papier bietet sich da eine Länderspielphase für einen Club wie Werder Bremen erst einmal ganz prächtig an, um am Defizit des eigenen Spiels im letzten Drittel zu feilen. Neben den verletzten Startelfkandidaten wie Milos Veljkovic, Niklas Stark oder Justin Njinmah stehen am Montag allerdings zum Beginn der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, 17.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auch Leistungsträger wie Marco Friedl, Romano Schmid oder Jens Stage wegen Verpflichtungen bei ihren jeweiligen Nationalteams nicht zur Verfügung. Nicht ganz einfach also, die gewünschten Effekte schnellstmöglich zu erzielen. Peter Niemeyer bleibt jedoch gelassen: „Das macht es sicherlich nicht einfacher, aber es ist trotzdem ein ganzheitliches Thema. Die Akzentuierung muss auf die gesamte Mannschaft gelegt werden und nicht auf individuelle Faktoren.“ (mbü)

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