0:3-Niederlage gegen FC Bayern
„Tut mir unfassbar leid“: Senne Lynen bittet Werder-Kollegen nach verschuldeten Gegentoren um Entschuldigung
Bei der 0:3-Niederlage des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München verschuldete Senne Lynen mit zwei Fehlern zwei Gegentore. Nach der Partie bat er die Kollegen um Verzeihung.
Bremen – Ihn als alleinigen Sündenbock für die 0:3-Heimniederlage des SV Werder Bremen gehen den FC Bayern München hinzustellen, wäre fraglos falsch. Doch auch Senne Lynen selbst wusste ganz genau, dass sein Anteil am negativen Spielverlauf kein geringer war. Erst hatte der belgische Mittelfeldspieler einen Strafstoß verursacht, danach mit einem Fehlpass den Gegner zum weiteren Toreschießen eingeladen – was Ausnahmestürmer Harry Kane in beiden Fällen zu gern ausnutzte. Lynen bat deshalb im Nachgang der Partie ausdrücklich um Entschuldigung.
Werder Bremen-Profi Senne Lynen tut verschuldeter Elfmeter gegen FC Bayern „unfassbar leid“
„Es tut mir unfassbar leid, dass ich den Elfmeter verursache“, sagte der Sechser des SV Werder Bremen über die verhängnisvolle Szene aus der 20. Minute, die eine recht ordentliche Bremer Anfangsphase böse torpedierte. FC-Bayern-Profi Lennart Karl war nach einem Lynen-Ballverlust in den Strafraum der Gastgeber eingedrungen und dort von Karim Coulibaly und auch Marco Friedl nicht gestoppt worden, ehe Senne Lynen eingriff. „Mein Gefühl war, dass ich den Ball treffe und er gegen meinen Oberschenkel läuft. Für mich war das eigentlich kein Foul, das hat mir auch der Schiedsrichter gesagt“, erklärte der 26-Jährige. Tatsächlich hatte der Unparteiische Bastian Dankert (Rostock) die Szene zunächst nicht als regelwidrig eingestuft, sondern weiterspielen lassen. Erst auf Hinweis des Video Assistant Referees (VAR) eilte der Regelhüter zur Seitenlinie und schaute sich die Aktion noch einmal in der Zeitlupe an – und zeigte dann doch noch auf den Punkt.
Senne Lynen ist frustriert nach Patzern gegen FC Bayern München - und schwört auf Abstiegskampf ein
Doch für Senne Lynen kam es noch schlimmer, kaum fünf Minuten später schoss er im Spielaufbau Leon Goretzka an, was den Rekordmeister in Ballbesitz brachte und erhöhen ließ. Lynen bezeichnete die Patzer später selbst als seine bittersten Minuten im Trikot des SV Werder Bremen. „Ich denke, dass ich insgesamt relativ wenig Fehler mache“, sagte er, sorgte dann aber immerhin noch für einen kleinen Schmunzler, als er über seine Gelbe Karte sprach, die er kurz nach dem 0:2 auch noch kassiert hatte, weil er Jonathan Tah rigoros von den Beinen holte. „Da habe ich einfach Bock gehabt zu grätschen“, meinte Lynen lächelnd. „Wenn man zwölf Spiele nicht gewinnt, dann ist man natürlich frustriert.“ Warum er den Kopf dennoch oben behält und positiv gestimmt in die richtungsweisenden Wochen mit fünf Partien gegen Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte geht? „Weil wir als Mannschaft nochmal weiter zusammengekommen sind und alle wissen, wo wir stehen und um was es geht. Insgesamt war es heute eine Art und Weise, mit der ich auch in die nächsten Spiele gehen möchte. Die Zweikampfintensität war da. Jetzt geht‘s für uns richtig los! Es heißt: alle zusammen Abstiegskampf – wir müssen das schaffen.“ (mbü/bvo)
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