Stage als Sechser gesetzt
Lynens komplizierte Lage bei Werder: Viele Einsätze, wenige Minuten
Senne Lynen spielt zwar oft für Werder Bremen, aber meist nicht allzu lange. Es ist eine komplizierte Lage, doch Trainer Ole Werner ist sich sicher, dass der Sommer-Neuzugang noch wichtiger wird als bisher.
Bremen – Als Senne Lynen im vergangenen August als Neuzugang des SV Werder Bremen präsentiert wurde, schwang dabei eine große Hoffnung mit – nämlich die, dass sich die Bremer Dauerbaustelle Sechserposition nach vielen Jahren endlich schließen würde. Ein knappes halbes Jahr später ist das auch tatsächlich weitestgehend der Fall – mit Senne Lynen hat es aber allerhöchstens indirekt zu tun. Stattdessen ist es Jens Stage, der inzwischen von der Achterposition zurückgerückt ist und der Mannschaft Stabilität gibt, was die Situation von Lynen wiederum kompliziert macht.
Werder Bremens Senne Lynen soll im Zweikampfverhalten zulegen, „wenn es um den Punch geht“
16 Spiele ist die laufende Bundesliga-Saison alt, 15 Mal stand der Belgier für Werder Bremen auf dem Platz, was sich zunächst einmal sehr manierlich liest. Senne Lynens gerade einmal 436 Einsatzminuten zeigen allerdings, dass er weit davon entfernt ist, eine tragende Rolle zu spielen. „Senne ist in fast jedem Spiel Teil der Mannschaft. Wenn nicht von Beginn an, dann zumindest als jemand, der von der Bank kommt“, sagt Trainer Ole Werner, ehe er erklärt, warum das Von-der-Bank-Kommen beim 24-Jährigen längst zur Regel geworden ist. „Er kann immer noch zulegen im direkten Zweikampfverhalten, wenn es um den Punch geht“, erklärte Werner, der Jens Stage in diesem Punkt im Vorteil sieht: „Jens tut uns da einfach sehr gut, weil er viele Balleroberungen hat.“ Auch insgesamt überzeugt der Däne vor der Abwehr, „er macht es richtig gut“, lobte Werner – und schob hinterher: „Dort hat sich ein Spieler etabliert, sodass es wenig Veranlassung gibt, etwas zu verändern.“
Werder Bremen-Trainer Ole Werner sicher, dass Senne Lynen „noch wichtiger wird, als er es bisher war“
Entmutigen lassen sollte sich Senne Lynen von solchen Sätzen aber nicht, denn Werner hob ebenfalls hervor, wie viel er vom Sommer-Neuzugang des SV Werder Bremen hält: „Er bringt im Spielverständnis und im Aufdrehen in den Zwischenräumen sehr viel mit für unser Spiel. Ich habe nach wie vor die Überzeugung, dass er für uns noch wichtiger wird, als er es bisher war.“ Den Belgier – gerade angesichts der aktuellen Personalnot in der Dreierkette – womöglich als Innenverteidiger aufzubieten, ist aber nicht Werners Plan: „Er kann das im absoluten Notfall spielen. Aber grundsätzlich sehe ich ihn klar auf der Position davor.“ (dco)