Werder-Halbjahr in der Analyse
Das Werder-Halbjahreszeugnis, Teil 2: Jens Stage hat seine Rolle gefunden
Bremen – Im 3-5-2-System von Werder-Trainer Ole Werner ist es der nominell größte Mannschaftsteil: das Mittelfeld. Und auch sportlich kommt der „Schaltzentrale“ natürlich enorme Bedeutung zu. Wie sich die einzelnen Profis im Bremer Mittelfeld bisher geschlagen haben, zeigt der zweite Teil des großen Halbjahreszeugnisses der DeichStube.
Mitchell Weiser: 16 Spieltage ist die Saison alt, 16 Mal stand Mitchell Weiser als rechter Schienenspieler in der Startelf des SV Werder Bremen – allein das zeigt schon, wie wertvoll der 29-Jährige für seine Mannschaft grundsätzlich ist. In seinem Arbeitsnachweis stehen vier Assists und ein Tor. Defensiv hat Weiser aber auch in dieser Spielzeit noch Luft nach oben. Seine besten Leistungen zeigte er in den Spielen gegen Mainz und Augsburg (jeweils Note 2), seine schwächsten gegen Dortmund und Stuttgart (jeweils Note 5).
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Einsätze: 16
Gespielte Minuten: 1.387
Felix Agu: Der 24-Jährige feierte nach fast einjähriger Verletzungspause im Oktober sein Comeback und kam bisher sechs Mal zum Einsatz, davon zwei Mal in der Startelf des SV Werder Bremen. Seine Auftritte auf der linken Schienenposition waren glanzlos, aber stets solide.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,7
Einsätze: 6
Gespielte Minuten: 194
Werder Bremen: Das große Halbjahreszeugnis für das Mittelfeld - Olivier Deman fällt mit großer Lauffreude auf
Olivier Deman: Der Neuzugang des SV Werder Bremen hat mit einem Tor und einer Vorlage angedeutet, wofür er stehen kann: eine Belebung des Bremer Offensivspiels auf der linken Schiene. Dort fiel Olivier Deman mit großer Lauffreunde auf, andererseits war hier und da aber auch zu sehen, dass er sich noch an die Bundesliga gewöhnen muss. Gegen Köln (Note 2) mit besonders gutem, gegen Leverkusen (5) mit schwachem Auftritt.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,6
Einsätze: 12
Gespielte Minuten: 830
Jens Stage: Der Däne hat seine Rolle bei Werder Bremen gefunden, als Sechser vor der Abwehr ist er nicht mehr wegzudenken. Jens Stage organisiert das Spiel seines Teams, gewinnt wichtige Zweikämpfe und setzt auch nach vorne Akzente, was seine zwei Tore und zwei Vorlagen unterstreichen. Leistete sich gegen Darmstadt (Note 5) und Stuttgart (5) aber auch zwei Ausreißer nach unten.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Einsätze: 16
Gespielte Minuten: 1.351
Hier geht es zu Teil 1: Das große Halbjahreszeugnis für Werder Bremen, Teil 1: Tor und Abwehr - Michael Zetterer und Niklas Stark als wichtige Stützen!
Das große Halbjahreszeugnis für das Mittelfeld: Senne Lynen konnte sich bisher noch nicht bei Werder Bremen durchsetzen
Senne Lynen: Der defensive Mittelfeldspieler kam zwar in 15 Partien zum Einsatz, davon elf Mal aber nur von der Bank, was deutlich macht: Durchsetzen konnte sich Sommer-Neuzugang Senne Lynen bei Werder Bremen noch nicht. Gegen Bayern (Note 2,5) mit starkem Debüt, gegen Aufsteiger Darmstadt später völlig von der Rolle (5,5).
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Einsätze: 15
Gespielte Minuten: 436
Christian Groß: Der Routinier des SV Werder Bremen hat seinen Stammplatz an Jens Stage verloren, weshalb er lediglich acht Mal zum Einsatz kam. Der 34-Jährige bekleidet in dieser Saison die Rolle des Back-up-Profis, der auch schon in der Dreierkette ausgeholfen hat, insgesamt aber nicht immer gut aussah.
Durchschnittsnote der DeichStube: 4
Einsätze: 8
Gespielte Minuten: 457
Hier geht es zu Teil 3: Das große Halbjahreszeugnis für Werder Bremen: Der Sturm - Justin Njinmah sprintet ins Rampenlicht!
Werder Bremen: Das große Halbjahreszeugnis für das Mittelfeld - Romano Schmid der auffälligste Bremer Mittelfeldspieler
Leonardo Bittencourt: In Sachen Emotionen und Einsatz nach wie vor der große Antreiber bei Werder Bremen, der auch sportlich insgesamt zur Stelle war, ohne dabei zu glänzen. Überzeugte in Dortmund (Note 2,5) und gegen Frankfurt (2), enttäuschte in Stuttgart (5) und Gladbach (4,5).
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,5
Einsätze: 13
Gespielte Minuten: 762
Romano Schmid: Der Österreicher ist bisher der auffälligste Spieler im Mittelfeld des SV Werder Bremen, auch wenn ihm längst nicht alles gelang. Schmids großes Manko ist und bleibt die fehlende Torgefahr. Mit seiner Dribbelstärke und Kreativität sorgte der 23-Jährige aber regelmäßig für Überraschungsmomente. Gleich drei Mal bekam er die Note 1,5 (gegen Mainz, Union und Wolfsburg). Auf der anderen Seite stehen schwache Auftritte in Darmstadt und Stuttgart, für die es jeweils eine 5 gab.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,2
Einsätze: 16
Gespielte Minuten: 1.230
Hinweis: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt. (dco)