Werder-Halbjahr in der Analyse
Das Werder-Halbjahreszeugnis, Teil 3 - Sturm: Njinmah sprintet ins Rampenlicht
Bremen – 23 Tore hat Werder in den bisherigen 16 Saisonspielen erzielt, 14 davon – also mehr als die Hälfte – gehen auf das Konto der Bremer Stürmer, von denen allerdings nicht alle erfolgreich waren. Wer wie abgeschnitten hat, zeigt der dritte (und letzte) Teil des großen Halbjahreszeugnisses der DeichStube, der sich den Stürmern widmet.
Marvin Ducksch: Mit sieben Treffern und sechs Vorlagen zählt der 29-Jährige erneut zu den Topscorern der Bundesliga, auch deshalb darf er sich seit seinem Debüt im November deutscher A-Nationalspieler nennen. Mehrfach hat Ducksch für Werder Bremen in der laufenden Saison den Unterschied ausgemacht – zum Bespiel gegen Union Berlin und Augsburgs (jeweils Note 1,5). Auch gegen Wolfsburg und Frankfurt (jeweils Note 2) überzeugte er. Das Problem: Es gab auch Spiele, in denen Ducksch auf ganzer Linie enttäuschte – die Partien gegen die Bayern (Note 5), Darmstadt und Stuttgart (jeweils 5,5) sind hier Beispiele. Das zieht seine Durchschnittsnote entsprechend nach unten.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,5
Einsätze: 16
Gespielte Minuten: 1335
Hier geht es zu Teil 1: Das große Halbjahreszeugnis für Werder Bremen, Teil 1: Tor und Abwehr - Michael Zetterer und Niklas Stark als wichtige Stützen!
Werder Bremen - das große Halbjahreszeugnis für den Sturm: Rafael Borré hat die beste Durchschnittsnote
Rafael Borré: Der Last-Minute-Neuzugang aus Frankfurt ist an der Seite von Ducksch gesetzt und hat das Vertrauen mit bisher vier Toren zurückgezahlt. Darüber hinaus fiel der Kolumbianer durch großes Laufpensum auf und überzeugte zuletzt beim 1:1 gegen Leipzig auch als Achter (Note 2,5). Sein bestes Spiel zeigte er in Wolfsburg (Note 1,5), dafür enttäuschte er gegen Darmstadt, Leverkusen und Stuttgart und erhielt dafür jeweils die Note 5.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,2
Einsätze: 13
Gespielte Minuten: 836
Justin Njinmah: Der 23-Jährige ist einer der Gewinner der bisherigen Saison bei Werder Bremen, weil er sich mit seiner unbeschwerten Spielweise ins Rampenlicht bugsiert hat. Zwar gelang dem schnellen Außenangreifer längst nicht alles, aber er brachte stets Bewegung in den Bremer Angriff. Untermauerte zuletzt gegen Leipzig mit seinem dritten Saisontor (dazu kommen zwei Vorlagen), dass er mehr sein möchte als „nur“ der Joker Nummer eins.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Einsätze: 14
Gespielte Minuten: 351
Hier geht es zu Teil 2: Das große Halbjahreszeugnis für Werder Bremen, Teil 2: Mittelfeld - Jens Stage hat seine Rolle gefunden!
Werder Bremen: Das große Halbjahreszeugnis für den Sturm - Dawid Kownacki kommt auf die wenigsten Einsatzminuten
Dawid Kownacki: Kam im Sommer als erfolgreicher Zweitliga-Torjäger aus Düsseldorf, überzeugte dann auch während der Vorbereitung – dürfte die vergangenen Monate inzwischen aber am liebsten vergessen wollen. Mit lediglich 211 Bundesliga-Minuten (verteilt auf neun Einsätze) war der Pole bisher noch gar kein Faktor im Spiel des SV Werder Bremen.
Durchschnittsnote der DeichStube: 4,3
Einsätze: 9
Gespielte Minuten: 211
Nick Woltemade: Das Talent aus dem eigenen Nachwuchs wollte nach erfolgreicher Ausleihe an die SV Elversberg in dieser Saison eigentlich in der Bundesliga voll durchstarten. Zum Einsatz kommt der 21-Jährige dort auch, allerdings nur sporadisch und meist als Kurzarbeiter. Woltemades Leistungen waren dabei ordentlich, nur beim 2:4 gegen Aufsteiger Heidenheim (Note 4,5) hatte er – wie viele seiner Mitspieler auch – sichtbare Probleme.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,7
Einsätze: 12
Gespielte Minuten: 247
Hinweis: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt. (dco)