Werder-Halbjahr in der Analyse

Das Werder-Halbjahreszeugnis, Teil 1: Torhüter und Verteidiger – Zetterer und Stark als wichtige Stützen

Michael Zetterer (li.) und Niklas Stark waren in der ersten Hälfte der Bundesliga-Saison 2023/24 wichtige Stützen für den SV Werder Bremen.
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Michael Zetterer (li.) und Niklas Stark waren in der ersten Hälfte der Bundesliga-Saison 2023/24 wichtige Stützen für den SV Werder Bremen.

Bremen – 16 Punkte nach 16 Spieltagen – mit dieser Zwischenbilanz hat der SV Werder Bremen das Jahr 2023 auf dem 13. Tabellenplatz der Bundesliga beendet. Wie sich die einzelnen Profis der Grün-Weißen im bisherigen Saisonverlauf geschlagen haben, zeigt das große Halbjahreszeugnis der DeichStube, das traditionell in drei Teilen erscheint. Den Anfang machen wie immer die Torhüter und die Verteidiger, in Teil zwei folgt das Mittelfeld, Teil drei gehört dann den Stürmern.

Tor

Jiri Pavlenka: An den ersten sieben Spieltagen stand der Tscheche – wie eigentlich immer seit 2017 – für Werder Bremen zwischen den Pfosten. Dann war er seinen Status als Nummer eins urplötzlich los. Eine Adduktorenverletzung setzte den 31-Jährigen außer Gefecht, was zur großen Chance für Ersatzmann Michael Zetterer wurde, der zur Stelle war – und im Tor bleiben durfte. Bitter für Werders neue Nummer zwei Pavlenka: Zu Schulden kommen lassen hatte er sich bei seinen Einsätzen zu Saisonbeginn nichts. Im Gegenteil: Beim 0:4 gegen die Bayern (Note 2,5) und beim 0:1 in Freiburg (1,5) hielt er sein Team lange im Spiel.

Durchschnittsnote der DeichStube: 2,8
Einsätze: 7
Gespielte Minuten: 630

Michael Zetterer: Der 28-Jährige ist Werders großer Gewinner der bisherigen Spielzeit. Als Vertreter des verletzten Pavlenka machte er seine Sache so gut, dass ihn Cheftrainer Ole Werner im Herbst zum neuen Stammkeeper ernannte. Zetterers großes Plus sind dabei fraglos seine fußballerischen Qualitäten, die es ihm erlauben, bisweilen eine Art Torhüter-Libero zu spielen. Entsprechend oft binden ihn seine Kollegen ins Spiel ein, was einen Teil dazu beitrug, dass sich die Defensive des SV Werder Bremen im Laufe der ersten Saisonhälfte stabilisiert hat. Michael Zetterer zeigte konstante Leistungen – hatte beim 0:2 in Stuttgart (Note 5) aber auch einen Ausreißer nach unten mit dabei. Seinen bis dato besten Auftritt lieferte der gebürtige Münchner im letzten Spiel des Jahres gegen RB Leipzig ab. Beim 1:1 zeigte er viele starke Aktionen und bekam dafür eine glatte 1

Durchschnittsnote der DeichStube: 2,7
Einsätze: 9
Gespielte Minuten: 810

Hier geht es zu Teil 3: Das große Halbjahreszeugnis für Werder Bremen: Der Sturm - Justin Njinmah sprintet ins Rampenlicht!

Werder Bremen: Das große Halbjahreszeugnis für Tor und Abwehr - Niklas Stark der unumstrittene Abwehrchef

Abwehr

Niklas Stark: Mit acht von 16 möglichen Einsätzen hat er gerade einmal die Hälfte der bisherigen Saisonspiele bestritten, unter anderem Adduktorenprobleme und eine Hüftprellung bremsten den 28-Jährigen aus. Wenn Stark jedoch auf dem Platz stand, dann als unumstrittener Abwehrchef seines Teams. Gleich zweimal bekam der zentrale Mann der Dreierkette die Note 1,5 (für seine Auftritte gegen Mainz und Augsburg), schlechter als mit der Note 4 (Freiburg) schnitt er nie ab. Sollte Stark fit bleiben, dürfte ihm die Rolle als Organisator der letzten Reihe sicher sein. Dass er bisweilen auch vorne für Gefahr sorgen kann, zeigte sein Kopfballtor beim 2:0-Sieg des SV Werder Bremen gegen Augsburg.

Durchschnittsnote der DeichStube: 2,8
Einsätze: 8
Gespielte Minuten: 574

Milos Veljkovic: Beim serbischen Nationalspieler wechselten sich Licht und Schatten während der ersten Saisonhälfte ab. Schwachen Leistungen wie beispielsweise gegen die Aufsteiger Heidenheim (Note 5,5) und Darmstadt (5) sowie gegen den VfB Stuttgart (5) standen gute Auftritte wie gegen Köln (2,5), Union Berlin (1,5) und Augsburg (2) gegenüber. Das letzte Spiel des Jahres des SV Werder Bremen gegen Leipzig verpasste der 28-Jährige wegen einer Knieprellung. Milos Veljkovic bringt es aktuell auf ein Tor und eine Vorlage.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,7
Einsätze: 13
Gespielte Minuten: 1.097

Hier geht es zu Teil 2: Das große Halbjahreszeugnis für Werder Bremen: Das Mittelfeld - Jens Stage hat seine Rolle gefunden!

Werder Bremen: Das große Halbjahreszeugnis für Tor und Abwehr - Marco Friedl fehlt die Konstanz

Amos Pieper: Seinen letzten Einsatz bestritt der 25-Jährige am sechsten Spieltag. Danach plagten ihn muskuläre Probleme, und er büßte seinen Stammplatz ein. Ende November kam es dann zu einer ganz bitteren Verletzung im Training: Pieper brach sich den rechten Knöchel und fällt noch lange aus. Aktuell arbeitet er in der Reha für seine Rückkehr. Pieper hatte im Oktober beim 2:4 in Darmstadt einen rabenschwarzen Tag erwischt (Note 6), in den Spielen gegen Freiburg (2), gegen Mainz und Köln (jeweils 2,5) aber gezeigt, wie wertvoll er für die Dreierkette des SV Werder Bremen sein kann.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Einsätze: 6
Gespielte Minuten: 540
 
Marco Friedl: Vier Mal musste der Kapitän des SV Werder Bremen verletzungsbedingt zuschauen, ansonsten stand er immer in der Startelf. Seinem selbst gesteckten Ziel, mehr Konstanz in seine Leistungen zu bekommen, ist er dabei aber noch nicht wirklich nähergekommen. Die Noten-Spannweite des Österreichers reicht in der laufenden Saison von 1,5 (gegen Leipzig) über 2,5 (unter anderem gegen Mainz) und 4 (gegen Stuttgart) bis hin zu einer 5,5 gegen Heidenheim.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,5
Einsätze: 12
Gespielte Minuten: 1.028
 
Anthony Jung: Begann die Saison auf der linken Schienenposition und damit formal im Mittelfeld, rückte ab Spieltag acht aber in die Dreierkette des SV Werder Bremen, wo er sich mit soliden Auftritten festgespielt hat. Die besten davon zeigte der 32-Jährige gegen Union Berlin und Dortmund (jeweils Note 2). Gegen Heidenheim (5,5), Freiburg und Hoffenheim (jeweils 5) sah er als Schienenspieler nicht gut aus, ebenso wenig wie beim 0:2 in Stuttgart (5) als Innenverteidiger. (dco)

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,6
Einsätze: 15
Gespielte Minuten: 1.204
  
Hinweis: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt.

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