Wie weit ist der Neuzugang?

Keine Soforthilfe? Werder setzt bei Quetant auf Geduld

Wie sehr kann Kenny Quetant schon helfen - oder könnte eine Leihe zum Thema werden? So blickt Werder Bremen aktuell auf den jungen Neuzugang.

Seit rund zwei Wochen ist Kenny Quetant 20 Jahre alt. Damit zählt der französische Neuzugang zwar zu den unerfahreneren Spielern im Kader des SV Werder Bremen, im ohnehin sehr jungen Aufgebot der Grün-Weißen ist er aber längst nicht der Jüngste. Während bei nahezu gleichaltrigen Kollegen wie Salim Musah, Karim Coulibaly oder Patrice Covic körperliche Nachteile gegenüber den gestandenen Profis kaum oder nur bedingt auffallen, wird dieser Unterschied beim schlaksigen Quetant derzeit noch deutlich sichtbar. Das wirft zwangsläufig die Frage auf, wie schnell der ablösefreie Neuzugang von Le Havre tatsächlich eine Verstärkung für Werder sein kann.

Kenny Quetant fällt bisher mit seiner schmalen Statur auf. Wie sehr kann der junge Neuzugang dem SV Werder Bremen schon helfen?

Kenny Quentant noch kein „fertiger Spieler“ für Werder Bremen - Leihe unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen

„Wir wussten von Anfang an, dass wir keinen fertigen Spieler verpflichten“, betont Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube. Heißt: Die Bremer nutzten vielmehr die Chance auf dem Transfermarkt, einen talentierten Angreifer mit großem Entwicklungspotenzial ablösefrei zu verpflichten, nachdem dessen Vertrag in Frankreich ausgelaufen war. Werder Bremen tätigte damit bewusst einen kostengünstigen Vorgriff auf die Zukunft – in der Hoffnung, Kenny Quetant nun selbst weiterentwickeln zu können. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass der 20-Jährige ausschließlich ein Versprechen für die Zukunft ist und kurzfristig keine Rolle spielen kann. Dass ihm die Eingewöhnung an das neue Umfeld in den ersten Wochen der Vorbereitung noch anzumerken ist, überrascht in seinem Alter allerdings kaum.

Den Eindruck einer sofortigen Verstärkung für den Angriff des SV Werder Bremen zum Saisonstart hinterlässt Kenny Quetant bislang dennoch nicht. „Kenny hat das Potenzial, irgendwann im Weserstadion aufzulaufen“, macht Niemeyer aber deutlich und ergänzt: „Jetzt geht es darum, den richtigen Entwicklungsweg für ihn zu finden.“ Ob dieser Weg – wie vor Wochen von der „Bild“ ins Spiel gebracht – möglicherweise auch eine Leihe zum Ende des Transferfensters beinhalten könnte, möchte man am Osterdeich nach DeichStube-Informationen nicht kategorisch ausschließen. Wirklich wahrscheinlich ist dieses Szenario zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht.

Werder Bremen will sich weitere Eindrücke von Kenny Quetant verschaffen: Neuzugang spielte zuletzt auch auf dem Flügel

Vielmehr möchte sich Werder Bremen zunächst weitere Eindrücke im Training und in den Testspielen verschaffen. Dort kam Kenny Quetant zuletzt nicht nur als Mittelstürmer, sondern auch auf den Flügelpositionen zum Einsatz. Sollte sich gegen Ende der Transferperiode allerdings herauskristallisieren, dass der Franzose in Bremen nur auf wenig Spielzeit käme und sich gleichzeitig eine passende Leihoption ergeben, könnte die Situation eventuell neu bewertet werden. Derzeit liegt der Fokus jedoch klar darauf, dass Quetant die nächsten Entwicklungsschritte am Osterdeich macht, sich in seinem neuen Umfeld weiter einlebt und integriert. Seine Zeit hat schließlich gerade erst begonnen. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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