Nach Lecce-Testspiel

Alvero mit Anlaufschwierigkeiten: Werders junger Sechser genießt das volle Vertrauen - leistet sich im Moment aber zu viele Fehler

Skelly Alvero hat viele Qualitäten, bei der Testspiel-Pleite des SV Werder Bremen gegen US Lecce agierte er aber sehr fehlerhaft.
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Skelly Alvero hat viele Qualitäten, bei der Testspiel-Pleite des SV Werder Bremen gegen US Lecce agierte er aber sehr fehlerhaft.

Skelly Alvero genießt nach seinem festen Transfer zu Werder Bremen großes Vertrauen, doch noch hat der Franzose Anlaufschwierigkeiten und fällt mit Fehlern auf. So beurteilt Werder Alveros Stand.

Zell am Ziller – Irgendwann wurde es Amos Pieper zu bunt, dem Innenverteidiger des SV Werder Bremen gefiel das Rückzugsverhalten seiner Vorderleute nicht. Vor allem Skelly Alvero hatte er zwischenzeitlich auf dem Kieker. „Move, move“, rief der Abwehrmann deshalb unüberhörbar – was sein französischer Teamkollege prompt zur geforderten Bewegung animierte und auch einen energischen Ballgewinn zur Folge hatte. Die kleine Szene zeigte ganz gut, was der jüngst fest verpflichtete 2,02-Meter-Mann zu leisten imstande ist. Aber eben auch, dass noch längst nicht alles rund läuft. Im Zillertal-Trainingslager agiert Alvero bislang in den Einheiten und auch während der Testspiel-Pleite gegen Lecce (0:3) sehr fehlerhaft. Für Peter Niemeyer ist das aber überhaupt kein Problem.

Mangel an Kontrolle: Werder Bremen-Talent Skelly Alvero macht noch zu viele Fehler

„Da wir in der Vorbereitung sind, ist es normal, dass jüngere Spieler mit Schwankungen zu kämpfen haben und diese Energie erstmal auf den Platz bringen müssen“, erklärt Werder Bremens Leiter Profifußball. „Skelly gliedert sich gut ein, ist immer da und gibt Gas.“ Das tut Alvero in der Tat, doch aktuell mangelt es seinem Spiel an der Kontrolle. Erhält er einen scharf gespielten Pass, verspringt ihm der Ball noch zu häufig. Will der Sechser selbst das Geschehen ankurbeln, landen seine Zuspiele oft in den Füßen der Gegenspieler als in denen der Nebenleute. Das kann im Ernstfall im defensiven Mittelfeld enorm gefährlich sein, weil so das gegnerische Team blitzschnell umschalten und zu Torchancen kommen kann.

Werder Bremen sehr überzeugt von Neuzugang Skelly Alvero: „Wird wieder Sicherheit im Passspiel bekommen“

Nachdem Skelly Alvero während der vergangenen Rückrunde noch von Olympique Lyon ausgeliehen war, hat sich Werder Bremen für einen Kauf entschieden und 4,75 Millionen Euro ins Nachbarland überwiesen. Weitere 1,5 Millionen Euro könnten aufgrund von Bonuszahlungen folgen. „Wir sind uns sicher, dass wir auf dieser Position in unserem Rahmen wahrscheinlich keinen Spieler finden, von dem wir mehr überzeugt sind – sowohl anhand dessen, was wir schon vor der Leihe gesehen haben als dann auch das, was er bei uns gezeigt hat“, hatte Cheftrainer Ole Werner kurz nach der festen Verpflichtung den Schritt begründet. Und auch Peter Niemeyer lässt in Zell am Ziller überhaupt keine Zweifel an den Qualitäten Alveros zu. „Er hat eine Präsenz auf dem Platz und geht mit seinen langen Gräten immer wieder rein. Ich bin sicher, dass er auch wieder Sicherheit im Passspiel bekommt“, sagt der 40-Jährige. „Menschlich ist Skelly überragend, er hat immer ein Lachen auf dem Gesicht und bekommt es auch mit der Sprache immer besser hin.“ (mbü)

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