Werder-Profi überzeugt im Testspiel
Alvero – der Werder-Lichtblick in Hannover
Skelly Alvero war einer der wenigen Lichtblicke beim SV Werder Bremen im Testspiel gegen Hannover 96 (1:3). Wie Trainer Ole Werner die Leistung des 21-Jährigen einordnet.
Bremen – Klar, mit seinen über zwei Metern Körpergröße fällt Skelly Alvero immer auf, wenn er spielt. Der Franzose machte aber auch sportlich Eindruck bei der ansonsten düsteren 1:3-Testspielpleite des SV Werder Bremen am Donnerstagmittag beim Zweitligisten Hannover 96. Dem 21-Jährigen war deutlich anzumerken, dass er sich für weitere Aufgaben und vor allem einen Platz im nächsten Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am 30. März (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) empfehlen will.
In dieser Partie werden die beiden etatmäßigen Sechser Senne Lynen und Jens Stage wegen einer Gelbsperre fehlen. Das ist die große Chance für Skelly Alvero, der im Winter zum SV Werder Bremen kam und bis Sommer von Olympique Lyon ausgeliehen ist. Anschließend könnte ihn Werder für eine Ablösesumme von angeblich 6,25 Millionen Euro fest verpflichten. Bei seinen bislang fünf Kurzeinsätzen inklusive Tor gegen Hoffenheim hinterließ er einen guten Eindruck. So war es auch lange Zeit in Hannover. „Er hatte gute Aktionen, gute Ballgewinne, gute Situationen, in denen man seine Dynamik und seine Orientierung auf dem Platz sehen konnte. Also alles das, was er auch mitbringt“, urteilte Werder-Coach Ole Werner.
Werder Bremens Ole Werner über Skelly Alveros Auftritt gegen Hannover 96: „Es war eine Leistung mit Licht und Schatten“
Dem Trainer des SV Werder Bremen war allerdings auch nicht entgangen, dass Skelly Alvero mit zunehmender Spieldauer nachließ, zu unkonzentriert und zu eigenwillig agierte. „Es gab Situationen, in denen ihm die Bindung zum Spiel und die Handlungsschnelligkeit gefehlt hat. Das ist völlig normal, wenn du längere Zeit nicht von Beginn an gespielt hast“, meinte Ole Werner. „Es war eine Leistung mit Licht und Schatten. Man hat bei Skelly gesehen, was er kann und was auch die Gründe sind, warum wir ihn gerne hier haben.“ Gegen Hannover 96 gehörte Alvero in jedem Fall zu den besseren Bremern, wovon es an diesem Tag allerdings nur sehr wenige gab. (kni)