Werder muss deutlich weniger zahlen
Werder drückt die DFL-Strafe und verzichtet auf den Rechtsweg
Der SV Werder Bremen muss eine Geldstrafe an die Deutsche Fußball Liga zahlen, konnte die ursprüngliche Forderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro aber immerhin nach unten drücken. Wie hoch die Strafe nun ausfällt und ob zukünftig weitere Sanktionen drohen.
Bremen – Nun ist es amtlich: Der SV Werder Bremen muss wegen eines Verstoßes gegen Kapitalauflagen im Lizenzierungsverfahren eine Geldstrafe zahlen. Allerdings hat der Bundesligist in Verhandlungen mit dem Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine deutliche Verringerung der Geldstrafe erwirkt. Nach Informationen der DeichStube werden nun etwas weniger als eine Million Euro fällig. Ursprünglich hatte die DFL 2,5 Millionen Euro gefordert, den Betrag dann selbst nach einer neuen Berechnung auf 1,8 Millionen reduziert. Nach der Einigung auf die neue Summe hat Werder die Strafe akzeptiert und damit einen Schlussstrich unter dieses unangenehme Thema gezogen. Ein anderer Weg war nicht mehr als zielführend angesehen worden.
Im vergangenen Sommer hatte Werder-Boss Klaus Filbry noch betont, alle Rechtsmittel ausschöpfen zu wollen, um die Strafe vom Tisch zu bekommen. Denn Werder fühlt sich ungerecht behandelt. Zum einen ist der Club vor allem auch durch die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie in ein negatives Eigenkapital gerutscht, zum anderen ist im Geschäftsjahr (1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022) das negative Eigenkapital um zehn Prozent verringert worden – wie es eigentlich gefordert wird. Das lässt die Strafe durchaus paradox wirken. Allerdings bewertet die DFL gemäß ihren Statuten das Kalenderjahr, und in diesem Zeitraum kam es zum besagten Verstoß und somit auch zur Strafe. Was Werder Bremen zudem ärgert: Wegen der Pandemie war die Regel zur Verringerung des Eigenkapitals zwischenzeitlich ausgesetzt worden – und das hätte aus Sicht der Bremer noch länger gelten müssen.
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Werder Bremen drückt die DFL-Strafe - und muss sich in diesem Jahr keine Sorgen machen
Die Mehrheit der 36 Profi-Clubs der DFL bewertete die Sachlage jedoch anders, schmetterte vor einem Jahr bei einer Vollversammlung einen Antrag des SV Werder Bremen auf Rücknahme der Strafe ab. Daraufhin legten die Bremer Einspruch ein. Vor ein paar Wochen reisten nun Klaus Filbry und sein Geschäftsführer-Kollege Tarek Brauer zur DFL-Zentrale nach Frankfurt, verhandelten dort mit dem Präsidium und einigten sich auf einen Kompromiss, der in etwa eine Halbierung der Geldstrafe vorsieht. Immerhin ein Teil-Erfolg, wenngleich auch diese Summe sehr schmerzhaft für die klammen Bremer ist.
Eine Wiederholung dieser Strafzahlung kann es übrigens nicht geben. Denn künftig werden Vergehen dieser Art mit Punktabzug für die nächste Saison geahndet. Nach dem Verkauf von Niclas Füllkrug an Borussia Dortmund für eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro (plus Bonuszahlungen von bis zu drei Millionen Euro) muss sich Werder Bremen da in diesem Jahr aber keine Sorgen machen. (kni)