Kein Neuzugang für Werders Defensive

Trotz Engpass in der Abwehr: Werder Bremen will keine vertragslosen Verteidiger holen

Werder Bremens Geschäftsführer Tarek Brauer (Mitte) erklärt, warum der Bundesligist trotz der Abwehrprobleme keinen vertragslosen Verteidiger wie Ex-Bremer Sokratis (li.) oder Shkodran Mustafi (re.) mehr verpflichtet!
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Werder Bremens Geschäftsführer Tarek Brauer (Mitte) erklärt, warum der Bundesligist trotz der Abwehrprobleme keinen vertragslosen Verteidiger wie Ex-Bremer Sokratis (li.) oder Shkodran Mustafi (re.) mehr verpflichtet!

Schon 17 Gegentore nach sieben Bundesliga-Spielen und personelle Engpässe in der Abwehr. Warum Werder Bremen trotzdem aktuell keinen Verteidiger verpflichten will, hat Geschäftsführer Tarek Brauer während des 5. DeichTalks der DeichStube erklärt.

Bremen – Die Liste ist prominent besetzt. In Sokratis steht sogar ein alter Bekannter darauf. Aber auch Shkodran Mustafi, der 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister wurde, gehört zum Pool jener gestandenen Profis, die aktuell vertragslos sind und somit auch während der laufenden Saison auf ein Engagement bei einem Club hoffen dürfen. Und da es beim SV Werder Bremen aktuell bekanntlich einige personelle Probleme im Defensivbereich gibt, könnte die Verpflichtung eines frei verfügbaren Verteidigers ja vielleicht ganz guttun. Die Verantwortlichen der Grün-Weißen werden in dieser Hinsicht aber nicht tätig werden – und Werder-Geschäftsführer Tarek Brauer machte am Donnerstagabend während des 5. DeichTalks der DeichStube im Bassumer Modehaus Maas nun unmissverständlich klar, warum das so ist.

Geschäftsführer Tarek Brauer erklärt, warum Werder Bremen keinen vertragslosen Innenverteidiger verpflichtet

 „Weil wir es nicht für nötig halten“, betonte Tarek Brauer, der dafür ein leichtes Raunen aus dem Publikum erntete. „Wir glauben an die Spieler, die wir in der Abwehr haben. Und ich selbst glaube, dass es aktuell eher an der nicht vorhandenen Kompaktheit liegt. Defensivarbeit geht eben nicht nur in der Abwehr los, sondern beginnt bei den Stürmern mit dem richtigen Anlaufen und setzt sich über ein kompaktes Mittelfeld fort. Wenn das nicht funktioniert, dann sehen die Abwehrspieler da hinten immer relativ dämlich aus.“ Der 45-Jährige vom SV Werder Bremen betonte deshalb: „Daran müssen wir jetzt arbeiten anstatt noch zwei Spieler dazu zu holen, die am Ende des Tages bei einer fehlenden Kompaktheit ebensolche Probleme kriegen.“

Trotz defensiver Anfälligkeit und personeller Engpässe: Werder Bremen holt keinen vertragslosen Innenverteidiger

Werder Bremens Ex-Keeper Felix Wiedwald, der ebenfalls zur Gesprächsrunde im Bassumer Modehaus Maas gehörte, pflichtete Tarek Brauer bei: „Man muss auch immer die Sinnhaftigkeit sehen. Da käme dann ein Spieler, der vielleicht seit fünf, sechs Monaten kein vernünftiges Mannschaftstraining gehabt hat und erst einmal zwei Monate braucht, ehe er voll mittrainieren kann. Und man muss sich natürlich beim fortgeschrittenen Alter der Spieler auch fragen, warum sie eigentlich keinen Vertrag mehr haben.“
 
Momentan muss Werder in der Dreierkette auf Amos Pieper (muskuläre Probleme) und Niklas Stark (Adduktorenbeschwerden) verzichten. Pieper und Stark dürften dem SV Werder Bremen auch beim kommenden Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund (20. Oktober, 20.30 Uhr) fehlen. Kapitän Marco Friedl (Bauchmuskelverletzung) trainiert nur eingeschränkt, Christian Groß (Wadenprobleme) und Nicolai Rapp (krank) pausieren ebenfalls. Das Trio könnte nach Angaben von Coach Ole Werner aber beim BVB einsatzbereit sein. (mbü/kni)

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