Werder-Profi über seine Zukunft
Transfer im Sommer? Romano Schmid schließt Verbleib nicht aus – „Ich lieb‘ Werder“
Bleibt Romano Schmid beim SV Werder Bremen oder kommt es im Sommer zu einem Transfer? Wie der Österreicher über seine Zukunft denkt!
Bremen – Romano Schmid zählt beim SV Werder Bremen zu den absoluten Leistungsträgern. Mit fünf Toren und fünf Vorlagen hatte der 25-jährige Mittelfeldspieler in der vergangenen Bundesliga-Saison einen gehörigen Anteil daran, dass die Grün-Weißen am Ende auf dem achten Tabellenplatz landeten und das europäische Geschäft nur knapp verpassten. Allerdings ist völlig unklar, ob Schmid auch in der kommenden Saison an der Weser spielt. Der Grund? Werder braucht in diesem Sommer dringend Transfereinnahmen, das selbst gesteckte Ziel liegt bei einem Transferplus von mindestens 7,5 Millionen Euro – und der österreichische Nationalspieler zählt mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro zum Bremer Tafelsilber. Geht es nach Schmid selbst, ist ein Sommer-Transfer aber kein zwingendes Thema.
Romano Schmid über einen Verbleib bei Werder Bremen: „Ich kann mir absolut vorstellen, da zu bleiben“
„Ich kann mir absolut vorstellen, da zu bleiben. Ich mag Werder, ich lieb‘ Werder“, sagte der gebürtige Grazer in einem Interview beim Pay-TV-Sender „Sky“ – und stellte klar: „Mein Fokus liegt auf nichts anderem.“ Romano Schmid wechselte im Januar 2019 von Red Bull Salzburg an die Weser, stieß aber erst im Sommer 2020, nach einer anderthalbjährigen Leihe zum Wolfsberger AC, zum Bundesliga-Kader des SV Werder Bremen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten etablierte sich der quirlige Spielgestalter als Stammspieler, verlängerte seinen Vertrag im April 2022 bis zum Sommer 2026. Ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit ist für Schmid aktuell nicht in Sicht – was auch an den guten Leistungen in der vergangenen Spielzeit liegt: „Ich habe mich weiterentwickelt, der Verein auch und wir als Mannschaft haben eine super Saison gespielt, auf der man aufbauen kann.“
Beim SV Werder Bremen wird man seine Worte wohlwollend aufnehmen, zumal der Club wiederholt betont hatte, wie hoch der Stellenwert des Österreichers an der Weser ist. Klar ist aber auch: Sollte ein Verein ein finanziell lukratives Angebot abgeben, dürften die Grün-Weißen einem Verkauf nicht abgeneigt sein. „Es ist nicht unser Bestreben, sie abzugeben. Und trotzdem kann es passieren, dass es zu einem Wechsel kommt“, hatte Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball, vor gut zwei Wochen mit Blick auf Romano Schmid und dessen Teamkollegen Jens Stage gesagt. Auch der Däne zählt zu den wertvollsten Bremer Spielern – und auch er will den Verein eigentlich nicht verlassen. „Ich bin in Bremen sehr happy und fühle mich sehr wohl“, hatte Stage nach dem letzten Saisonspiel in Heidenheim (4:1) betont, zuvor aber auch angemerkt: „Ich weiß es nicht. Im Fußball kann alles passieren.“
Während sich der 28-Jährige inzwischen im Urlaub befindet, weilt Romano Schmid noch bei der österreichischen Nationalmannschaft. In der WM-Qualifikation trifft die ÖFB-Elf an diesem Samstag (20.45 Uhr) zu Hause auf Rumänien, am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) ist das Team von Trainer Ralf Rangnick, dem auch Marco Friedl und Marco Grüll vom SV Werder Bremen angehören, in San Marino gefordert. Schmid: „Das Ziel ist natürlich, mit zwei Siegen zu starten. Wir sind einfach eine geile Mannschaft, und deshalb bin ich überzeugt, dass wir das auch schaffen werden.“ Danach geht es auch für ihn in den wohlverdienten Urlaub – und Stand jetzt anschließend wieder zurück an den Osterdeich. (nag)
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