Stark zurück auf dem Platz
Comebacks weiterhin nicht in Sicht: Weiser und Agu bereiten Werder Sorgen
Noch immer fehlen die Langzeitverletzten Mitchell Weiser und Felix Agu. Daniel Thioune, Trainer des SV Werder Bremen, muss weiter geduldig sein.
Niklas Stark konnte zumindest eine halbe Stunde beim kurzfristig angesetzten Testspiel des SV Werder Bremen am Sonntagmittag gegen den SV Meppen (3:1) mitwirken. Es ist ein kleiner Schritt zurück für den Innenverteidiger, der sich seit über einem Jahr mit hartnäckigen Hüftproblemen und muskulären Beschwerden herumplagt. „Jetzt müssen wir sehen, wie sein Körper auf die Intensität reagiert“, sagte Daniel Thioune, Trainer des SV Werder Bremen, nach der Partie. „30 Minuten Wettkampffähigkeit werden nicht ausreichen, aber wir schauen, wie stabil Niklas in der nächsten Woche ist und ob er vielleicht ein Kandidat für den Kader gegen Freiburg ist.“ Für mehr wird es beim erfahrenen Routinier zunächst nicht reichen, wie Thioune klarstellte: „Die erste Elf sehe ich aktuell nicht bei ihm.“
Werder-Verteidiger Mitchell Weiser und Felix Agu noch nicht wieder spielbereit
Für Mitchell Weiser und Felix Agu gilt das ebenfalls – und mehr noch: Bei ihnen sieht die Prognose sogar noch deutlich pessimistischer aus. Beide Rekonvaleszenten fehlten am Sonntag auf der Anlage am Weserstadion, da sie im Rahmen ihrer Reha einen freien Tag genossen. Am Montag sollen sie wieder mit ihren individuellen Programmen einsteigen, während die Kollegen aufgrund der Spiele am Wochenende etwas durchschnaufen können.
Speziell bei Weiser, dessen Kreuzbandriss und Meniskusverletzung nun bereits knapp 14 Monate zurückliegen, drängt sich immer mehr die Frage auf, wann und in welchem Zustand der einstige Unterschiedsspieler des SV Werder Bremen überhaupt zurückkehrt.
War man zunächst allgemein davon ausgegangen, dass der Rechtsverteidiger große Teile der Vorbereitung würde absolvieren können und zum Saisonstart wieder zur Verfügung steht, trainierte er erst am vergangenen Freitag erstmals über die komplette Dauer mit den Kollegen auf dem Platz.
„Es ist schwer für mich zu prognostizieren“, antwortete Thioune auf die Frage, ob Weiser womöglich sogar für weite Teile der Hinrunde nicht infrage kommen könnte. Anschließend ließ er vielsagend folgen: „Der Wunsch ist da, dass Mitchell und Felix uns schnellstmöglich wieder zur Verfügung stehen. Das sehen wir aber aktuell nicht, so ehrlich will ich sein.“
Schmetgens oder Grüll? Werder-Coach Thioune sucht noch seinen Rechtsverteidiger
Zwar sei Weisers Kreuzbandriss mittlerweile komplett ausgeheilt, doch aufgrund der gesteigerten Belastung „haben sich muskuläre Probleme aufgetan“. Unter diesen leidet auch Agu, der sich beim SV Werder bereits seit geraumer Zeit zwischen Trainingsplatz und Massagebank bewegt.
Die weiterhin ungewisse Rückkehr der beiden Außenverteidiger sorgt dafür, dass sich die Bremer intensiv auf dem Markt nach Alternativen für die defensive Außenbahn umschauen. Das Problem: Trotz mehrerer vielversprechender Gespräche wurde bislang noch kein Profi unter Vertrag genommen. Stattdessen durfte sich Youngster Mick Schmetgens rechts hinten versuchen. Der Innenverteidiger macht seine Sache zwar ordentlich, doch ihm ist anzumerken, dass er kein gelernter Außenverteidiger ist. Auch Marco Grüll, der den Job in der ersten Hälfte des Meppen-Tests übernahm, ist eine Option. Beide Lösungen sind allerdings nicht ideal. Was den Bedarf an Verstärkungen klar hervorhebt.
Dass auf den Außenverteidigerpositionen eine Woche vor dem Transferschluss noch immer nichts passiert ist, ist nur schwer nachzuvollziehen – zumal seit Wochen und Monaten bekannt ist, dass Weiser und Agu gesundheitliche Probleme haben. (bvo/dco)
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