Schon gegen Köln?

„Startelf-Kandidat“: Thiounes Plan mit Werder-Shootingstar Salim Musah

Salim Musah hat sich beim SV Werder Bremen sogar für die Startelf empfohlen. Trainer Daniel Thioune verrät, wie er mit dem Sturm-Talent plant.

Es waren zusammengerechnet gerade einmal etwas mehr als 25 Minuten, die Salim Musah bislang für den SV Werder Bremen in der Bundesliga auf dem Rasen stand. Gereicht haben die drei Kurzeinsätze samt erstem Treffer im deutschen Oberhaus dennoch, um nicht nur in Fankreisen deutlich an Beliebtheit zu gewinnen, sondern auch intern Werbung für mehr Spielminuten zu machen. „Salim ist ein Startelf-Kandidat“, betonte Werders Cheftrainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beim 1. FC Köln (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). „Das hat er sich nicht nur durch die letzte Woche verdient, sondern auch durch seinen Auftritt in Wolfsburg.“

Salim Musah betrieb mit seinem Tor gegen RB Leipzig zuletzt Eigenwerbung beim SV Werder Bremen. Für Trainer Daniel Thioune ist das Sturm-Talent nun ein „Startelf-Kandidat“.

„Er will mehr“: Daniel Thioune lobt Salim Musah – bremst aber auch die Erwartungen an das Talent von Werder Bremen

Dort hatte Salim Musah nach seiner Einwechslung in der Schlussphase noch eine Gelb-Rote Karte des Gegners provoziert, bevor ihm eine Woche später gegen Leipzig in der Nachspielzeit sein Premierentor für die Profis des SV Werder Bremen gelang. Positive Erlebnisse, die dem Youngster in dieser Trainingswoche spürbar Auftrieb gaben, wie Thioune verriet: „Da sieht man: Er will mehr, er zieht dran. Das ist das, was ich von jungen Spielern erwarte.“ Gleichzeitig will der Bremer Übungsleiter – speziell in der aktuell heiklen sportlichen Situation – nicht zu viel Druck auf die noch jungen Schultern des großgewachsenen Angreifers legen. „Wir dürfen noch nicht zu viel erwarten. Aktuell kann er auch noch gut mit der Jokerrolle leben.“

Salim Musah ist plötzlich Startelf-Kandidat bei Werder Bremen – auch schon gegen Köln?

Ebenjene war schließlich vor wenigen Wochen noch das Höchste der Gefühle für den 20-Jährigen, der Ende Februar gegen Heidenheim (2:0) überhaupt erst zum ersten Mal in dieser Saison im Spieltagskader stand. Seitdem erlebt Salim Musah einen rasanten Aufstieg, der ihn womöglich in Köln erstmals in die Startelf des SV Werder Bremen führen könnte. „Es liegt jetzt an uns, zu bewerten, was wir in welcher Spielphase brauchen“, sagte Thioune. Aufgrund des erwarteten intensiven Abstiegskampfs im Rheinland ist daher auch erneut die Option denkbar, dass Justin Njinmah in der Spitze beginnt. „Er hat in den letzten Wochen ebenfalls nicht viel verkehrt gemacht. In Wolfsburg durften wir vor drei Wochen noch seinen Siegtreffer bejubeln“, erinnerte Thioune.

Da ein Einsatz von Beginn an für Mittelstürmer Jovan Milosevic nach dessen hartnäckiger Rückenverletzung wohl noch zu früh kommt und Victor Boniface höchstwahrscheinlich nicht im Kader stehen wird, ist die Chance auf weitere Einsatzminuten für Musah groß – ob von Beginn an oder als Joker. Thioune freut sich jedenfalls, im Saisonendspurt in Person des Youngsters eine zusätzliche Option im Angriff des SV Werder Bremen zu haben: „Es ist schön, dass ich jetzt wieder etwas mehr Auswahl in der Offensive habe.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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