Stimmen zum Spiel
„Viel zu billig“ und „einfach nicht gut genug“: Die Stimmen zur Werder-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim
Wieder nichts mit einem Sieg: Auch das Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim hat der SV Werder Bremen trotz 40-minütiger Überzahl mit 0:2 (0:1) verloren. Die Stimmen zum Spiel!
Horst Steffen (Trainer SV Werder Bremen): „Wir haben eine Halbzeit gesehen, wo Hoffenheim so viel Druck gemacht hat, dass wir kaum zu guten Möglichkeiten oder guten Spielzügen kamen, weil das Pressing so gut war. Wir haben es nicht geschafft, das zu umspielen und auf zweite Bälle zu gehen. Das war ein Thema, was wir in der Halbzeit angesprochen haben. Dann hat uns die Rote Karte eigentlich ganz gut in unsere Karten gespielt, sodass wir ein Übergewicht und mehr Möglichkeiten, Hereingaben und auch mehr Abschlüsse hatten. Die waren aber nicht sauber genug und ein bisschen zu hektisch. Du darfst natürlich nicht direkt ein Gegentor kassieren, wenn der Gegner eine Rote Karte kassiert. Dann darf nicht das 2:0 fallen. Das macht es hektischer und stressiger für uns. Hoffenheim hat dann viel und gut verteidigt und wir zu wenig klare Situationen. Das Momentum ist nicht auf unserer Seite. Es ist kein gutes Gefühl.“
Die Stimmen zur Niederlage gegen TSG Hoffenheim: Werder Bremen hadert mit zweitem Gegentor
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Passend zur Situation. Sicherlich haben wir heute kein gutes Spiel gemacht. Von der spielerischen Anlage haben wir in den letzten Spielen mehr auf den Platz gebracht. Auf der anderen Seite hatten wir auch viele Ausfälle zu beklagen – wenn vier Innenverteidiger fehlen, ist das auch nicht leicht zu kompensieren. Es war kein einfaches Spiel, wir sind gegen eine Hoffenheimer Mannschaft angetreten, die eine sehr breite Brust hat aktuell. Dann kriegst du kurz vor der Halbzeit einen Sonntagsschuss, ein Traumtor - unheimlich bitter. Nach der Roten Karte für Hoffenheim darfst du nicht eine Minute später noch einen Gegentreffer kassieren. Das hat uns den Boden unter den Füßen weggerissen. Da hat man gemerkt, dass die Verunsicherung groß war und der eine oder andere einen wackeligen Fuß hatte.“
Senne Lynen (Profi SV Werder Bremen): „Wieder sehr bitter und negativ, weil wir kein Ergebnis rausgeholt haben. Das war ein Kampfspiel, nicht so viele Chancen auf beiden Seiten und dann bekommen wir kurz vor der Halbzeit das Gegentor. Den schießt er gut, aber vorher müssen wir den Ball klären. Es passt zur Situation, in der wir gerade sind. Dann gehen wir mit einem 0:1 in die Halbzeit. In der zweiten Halbzeit ist es am Anfang 50/50. Dann kommt auf einemal die Rote Karte von Hoffenheim. Zwei Minuten später bekommen wir das 0:2. Das ist viel zu billig, viel zu einfach, das darf nicht passieren. So erzielt man keine Ergebnisse.“
Knallhart-Kritik nach Werder Bremens Niederlage gegen die TSG Hoffenheim: „Die Qualität ist einfach nicht gut genug“
Jens Stage (Profi SV Werder Bremen): „Über die gesamten 90 Minuten gesehen, war es nicht gut genug. Das können wir den Fans und uns selbst so nicht anbieten. Es ist einfach zu wenig. Wir hatten die Chance, mit der 40-minütigen Überzahl. Das ist einfach scheiße. Ich finde, dass wir in Überzahl von Minute zu Minute besser geworden sind. Wir haben bis zur letzten Sekunde alles reingeschmissen, aber die Qualität ist einfach nicht gut genug. Deswegen gewinnen wir nicht.“
Marco Grüll (Profi SV Werder Bremen): „Eine Niederlage darf man nicht akzeptieren, die heute war aber verdient. Hoffenheim war die bessere Mannschaft. Wir dürfen nach der Roten Karte das zweite Tor nicht kriegen. Danach haben wir uns die eine oder andere Chance erspielt, diese aber nicht genutzt und das Pech auf unserer Seite gehabt.“
TSG Hoffenheims Trainer Christian Ilzer nach Auswärtssieg bei Werder Bremen: „Am Ende waren wir einfach das bessere Team“
Christian Ilzer (Trainer TSG Hoffenheim): „Das Spiel hatte einige Herausforderungen für uns parat. Wir waren vor dem Platzverweis das bessere Team, hatten viel Kontrolle, aber ohne große Chancen. Nach dem Platzverweis haben wir sofort das 2:0 gemacht. Es war sehr schwierig, so lange in Unterzahl zu sein. Aber wir haben alles wegverteidigt. Wir haben viel investieren müssen, aber es sehr gut gemacht. Am Ende waren wir einfach das bessere Team.“
Grischa Prömel (Torschütze TSG Hoffenheim): „Es hat trotz der langen Unterzahl heute Spaß gemacht. Wir haben füreinander gekämpft, dann schmecken drei Punkte in Bremen auswärts doppelt lecker. Ich habe schnell gemerkt, dass mein Tor zählen würde. Fußball ist ein Kontaktsport, da gehört Körperlichkeit dazu. Wir haben uns alle sehr für Alexander Prass gefreut. Es ist unglaublich, was er für eine Intensität und Laufbereitschaft in den vergangenen Wochen auf den Platz bringt. Die Statistiken sind schön, aber es kommt auf mehr an, als nur einen guten Lauf zu haben. Man muss in jedem Spiel abliefern, denn es wird einem nichts geschenkt.“
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