Nach öffentlicher Transfer-Forderung

Gebre Selassie: „Gut, dass Max mutig ist“

Theodor Gebre Selassie
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Theodor Gebre Selassie mag den Mut von Max Kruse. Der hatte am Tag zuvor öffentlich Verstärkungen gefordert.

Bremen - Beim Gegentor sah er nicht besonders gut aus. Daraus machte Theodor Gebre Selassie am Tag nach Werders 1:1 gegen 1899 Hoffenheim auch gar keinen Hehl.

„Im Endeffekt war er mein Gegenspieler“, sagte der 31-Jährige über Benjamin Hübner, den er in der 39. Minute nicht am Kopfball hatte hindern können. Nach dem Wechsel gab Gebre Selassie dann die passende Antwort, indem er den Ausgleich erzielte (63.). Zufrieden war er mit dem Nachmittag im Weserstadion aber nicht: „Wir haben zwei Punkte verloren.“

Bayern? „Da können wir kein Harakiri spielen“

Es war ein Satz, der deutlich unterstrich, dass bei Werder inzwischen ein neues Denken eingesetzt hat. Trainer Florian Kohfeldt fordert von seinem Team, dass es jedes Spiel - ganz egal gegen welchen Gegner - gewinnen will. Erst recht zu Hause. Das ist der neue Anspruch, und die Spieler scheinen verstanden zu haben. Vor diesem Hintergrund ist ein 1:1 nach 0:1 Rückstand gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel eben kein Grund, zufrieden zu sein.

Am nächsten Sonntag geht es für Werder nun zum Rekordmeister Bayern München. „Da können wir kein Harakiri spielen“, weiß Gebre Selassie, „mutig und clever“, das sei die richtige Kombination. Für den Tschechen persönlich wird es das zehnte Duell mit dem Primus, die bisherigen neun hat er allesamt verloren. „Irgendwann muss sich das ja mal ändern“, schmunzelte Gebre Selassie.

Gebre Selassie setzt sich gegen Robert Bauer durch

Wenn Werder tatsächlich mutig agieren will, ist es gut möglich, dass der Rechtsverteidiger auch in München wieder in der Bremer Startelf steht. Vor dem Hoffenheim-Spiel hatte er sich knapp gegen den eher defensiv ausgerichteten Robert Bauer durchgesetzt. „Ich habe im Trainingslager gesehen, dass Robert richtig Gas gibt. Das war für mich ein Zeichen, dass ich mich nicht zu sicher fühlen darf“, sagte Gebre Selassie, der gegen Ende der Presserunde übrigens noch einmal auf das Thema Mut zu sprechen kam - wenn auch in einem ganz anderen Zusammenhang.

Werders Angreifer Max Kruse hatte nach dem Hoffenheim-Spiel öffentlich Verstärkungen in der Winterpause gefordert und war damit aus dem offiziellen Sprachgebrauch des Vereins ausgebrochen. Gebre Selassie wollte sich Kruses Vorstoß in dieser Deutlichkeit zwar nicht anschließen, er wählte lieber einen ebenso vielsagenden wie cleveren Weg, um die Frage zu umschiffen: „Es ist gut, dass Max mutig ist. Auf dem Platz und auch außerhalb davon.“

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