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Bremen - Nur noch wenige Tage, dann ist Thomas Schaaf auch ganz offiziell zurück beim SV Werder Bremen. Am 1. Juli wird sein Vertrag als Technischer Direktor wirksam.
„Ich werde dann aber nicht um 8 Uhr in meinem Büro sitzen und meinen ersten Termin haben“, sagt Schaaf im Gespräch mit der DeichStube und lacht. Erstens wäre er in seinem Büro wahrscheinlich auch etwas einsam, weil der 1. Juli ein Sonntag ist – und zweitens, erläutert Schaaf: „Meine Aufgabe ist es nicht, im Büro zu sitzen und auf Termine zu warten.“
Schaaf sucht zuerst die Gespräche
Schaaf wird viel draußen arbeiten, und zwar vor allem als Beobachter. Der 57-Jährige will sich erst mal einen Eindruck verschaffen, möchte mit den Trainern und allen Beteiligten ins Gespräch kommen. Das beginnt bei der U13 und der U14, die ab dieser Saison wie die älteren Nachwuchsteams einen hauptamtlichen Trainer haben – und geht hoch bis zur U23 in der Regionalliga.
„Sicherlich werde ich auch mit den Verantwortlichen bei den Profis sprechen“, berichtet Schaaf und muss dann ein wenig schmunzeln: „Viele haben immer noch ein falsches Bild von meiner Position und glauben, ich würde Entscheidungen im Profi-Bereich treffen. Aber dafür ist doch Frank Baumann als Geschäftsführer Fußball da. Ich kann lediglich in einigen Bereichen unterstützen. Ich weiß gar nicht, wie oft wir das noch sagen müssen.“
Werder wünscht sich Schaafs weiteres Engagement beim europäischen Fußballverband, der Bundesligist will davon profitieren. Es geht auch darum, wie Clubs in anderen Ländern arbeiten, was davon vielleicht übernommen werden kann. Das Nachwuchsleistungszentrum am Weserstadion soll schließlich eine Topadresse in Deutschland werden. Was Schaaf da im Einzelnen plant, möchte er erst mit den Beteiligten besprechen und entwickeln. Ein Beispiel nennt er dann aber doch: die Spielphilosophie des Vereins. „Die gibt es schon lange“, sagt Schaaf: „Wir müssen aber gemeinsam schauen, inwieweit sie noch zeitgemäß ist und ob sie vielleicht ein Update braucht.“
Schaaf fährt in Trainingslager einzelner Teams mit
Schaaf freut sich darauf. Er will bei Trainingseinheiten dabei sein, sich mit den Übungsleitern zusammensetzen, aber auch mal mit ins Trainingslager der einzelnen Teams fahren. „Das ist eine gute Sache“, sagt er und dämpft ein wenig die Erwartungen: „Ich komme nicht und mache alles neu. Wir wollen uns Stück für Stück den einzelnen Themen widmen und uns dadurch weiterentwickeln.“
Schaaf ist längst eine Werder-Legende. Bereits 1972 war er in den Verein eingetreten, feierte erst als Profi und dann auch als Trainer große Erfolge (Europapokalsieg, Meisterschaften, DFB-Pokalsiege). 2013 trennten sich die Wege. Schaaf trainierte später die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Hannover 96. Jetzt kehrt er zu seinem Verein zurück – als Technischer Direktor.