Werder-Chef will nachhaltige Partnerschaft
Bode über den Stadionnamen: „Es geht nicht nur ums Geld“
Bremen - Werder ist weiter auf der Suche. Nach einem Partner, der die Namensrechte des Weserstadions kauft - von ihnen aber nach Möglichkeit keinen Gebrauch macht. „Bisher gibt es noch keinen Partner, der dieses Thema übernimmt“, sagte Aufsichtsratschef Marco Bode am Sonntagabend bei „Buten un Binnen“ und erklärte, worauf es Werder bei der Suche ankommt.
Das bisherige Modell war nahezu perfekt für den Verein. Der Energieversorger EWE hielt die Rechte am Namen Weserstadion, ließ den Namen aber unangetastet. „Die Partnerschaft mit der EWE war ideal“, sagte Bode, „mit der Photovoltaikanlage am Stadion haben wir zudem ein Vorzeigeobjekt geschaffen.“ Nach der Saison stieg die EWE nun allerdings aus, sie bleibt zwar im Sponsorenpool, gibt aber die Namensrechte zurück. Ein Defizit von drei Millionen Euro soll der „Bremer Weserstadion GmbH“ dadurch entstehen.
Bode will nachhaltige Partnerschaft
„Wir sind jetzt auf der Suche nach einer neuen Lösung und hoffen, dass uns ein ähnliches Modell gelingt“, sagte Bode. Dabei gehe es Werder nicht nur um den finanziellen Aspekt: „Es geht nicht nur ums Geld. Es geht auch darum, wie nachhaltig eine Partnerschaft ist, wie gut die Marken zusammenpassen und wie hoch die Akzeptanz im Umfeld ist.“ Keine leichte Aufgabe, so einen Partner zu finden.
Baumann soll verlängern
Wesentlich einfacher dürfte da die Erledigung des zweiten großen Punktes auf Bodes Liste sein: die Vertragsverlängerung mit Sportchef Frank Baumann. „Wir wollen gerne mit Frank verlängern“, betonte Bode, „das steht in den nächsten zwei, drei Monaten auf unserer Agenda.“