Werder-Dauerkarten im Verkauf

Werder Bremen startet Dauerkartenverkauf: Was die Tickets kosten und bis wann sie gebucht werden müssen

Der Dauerkartenverkauf für die Bundesliga-Heimspiele des SV Werder Bremen ist gestartet: Was die Tickets kosten und bis wann die Fans ihre Karten buchen müssen!

Bremen – Jedes Jahr hoffen Tausende Fans des SV Werder Bremen, eine der begehrten 27.000 Dauerkarten für die Bundesliga-Heimspiele der Männer zu ergattern, doch wohl nur selten zuvor war das Interesse am Verkaufsstart so hoch wie in diesem Jahr – denn bis zu 800 Tickets gehen dieses Mal tatsächlich in den freien Handel. Bis zum 3. Juli 2025 können aktuelle Dauerkarteninhaber, die vom Verein ein Vorkaufsrecht erhalten haben, ihr Abonnement auch für die neue Spielzeit buchen. Was Werder-Fans zum Beginn des Kartenverkaufs wissen müssen - ein Überblick!

Der SV Werder Bremen hat den Dauerkartenverkauf gestartet - bis zu 800 Saisontickets könnten neu vergeben werden.

Nach Preiserhöhung im Vorjahr: Werder Bremen hebt die Preise für die Dauerkarten nicht an

Was kosten die Dauerkarten? Der SV Werder Bremen hat sich entschieden, die Preise für die kommende Saison nicht anzuheben. Erst vor der Spielzeit 2024/25 hatten die Grün-Weißen je nach Platz zwischen neun und 13 Prozent mehr pro Karte verlangt. Die Stehplatz-Dauerkarte für die Ostkurve kostet damit auch weiterhin 222 Euro – im Schnitt 13,05 Euro pro Partie –, der günstigste Stamm-Sitzplatz im West-Unterrang 360 Euro (Schnitt: 21,17 Euro). Für die Tickets in der Kategorie 3 werden 485 Euro (Schnitt: 28,52 Euro) fällig, in der Kategorie 2 sind es 615 Euro (Schnitt: 36,17 Euro). Am meisten müssen Dauerkarteninhaber auf der Nord- und Südgeraden zahlen, deren Plätze in den Reihen 10 bis 29 liegen: 825 Euro – das macht im Schnitt 48,53 Euro pro Spiel. Wer keine digitale Dauerkarte haben möchte, zahlt zusätzlich eine Gebühr in Höhe von 7,50 Euro. Für eine Umschreibung oder einen Platztausch werden 25 Euro pro Karte fällig.

Welche neuen Regelungen gibt es? Weil es seit Jahren deutlich mehr Interessenten als Karten gibt, hat der SV Werder Bremen zwei Maßnahmen eingeführt: die Mindestnutzung und die Personalisierung. Bereits in der vergangenen Saison mussten Dauerkarteninhaber mindestens zwölf von 17 Bundesliga-Heimspielen besuchen oder ihr Ticket bei einer Verhinderung Dritten zur Verfügung stellen, etwa durch Weitergabe im Freundes- und Bekanntenkreis oder durch das Einstellen der Karte in die offizielle Ticketbörse. In der neuen Spielzeit verschärft Werder die Mindestnutzung noch einmal, dann muss die Sitzschale in mindestens 15 Spielen besetzt sein. Die Weitergabe in der Ticketbörse darf nur noch bei maximal fünf Spielen pro Saison erfolgen, die allgemeine Weitergabe der Dauerkarten an Dritte zählt jedoch als Nutzung. Weil jeder Dauerkarteninhaber künftig nur noch ein Ticket auf seinem Namen halten darf, mussten in den vergangenen Wochen zudem Tausende Dauerkarten umgeschrieben werden. Ziel des Vereins ist es unter anderem, durch die Personalisierung den Schwarzmarkt einzudämmen.

Werder Bremen rechnet damit, dass zur neuen Saison bis zu 800 Dauerkarten neu vergeben werden können

Wie viele Dauerkarten gehen in den freien Verkauf? Noch vor Verkaufsstart teilte der SV Werder Bremen mit, dass der Club bereits mehr als 500 Inhabern ihre Dauerkarte entzogen hat, weil sie die Mindestnutzung ihrer Tickets in der abgelaufenen Saison nicht erfüllt haben. Eine niedrige dreistellige Zahl hat laut Vereinsangaben zudem nicht auf die Aufforderung zur Personalisierung reagiert. Jedes Jahr werden zudem bis zu 100 Dauerkarten nicht verlängert. Insgesamt rechnet der Verein damit, bis zu 800 Dauerkarten neu vergeben zu können. Diese werden dann per Losverfahren unter den Werder-Fans verteilt, die sich auf der entsprechenden Warteliste eingetragen haben. Werder rechnet mit bis zu 15.000 Interessenten.

Gibt es Kritik? Überraschend wenig. Vor allem viele Werder-Fans, die bislang keine Dauerkarte erwerben konnten oder Probleme hatten, bei einzelnen Heimspielen an Tickets zu kommen, begrüßen die neuen Regelungen. Auch Werder Bremen teilte mit, dass den Verein ein überwiegend positives Feedback erreicht habe. Vereinzelte Kritik gibt es allerdings auch, vor allem von bisherigen Dauerkarteninhabern. Sie befürchten, dass durch die Übertragungspflicht langjährige Dauerkartengruppen auseinandergerissen werden könnten (etwa nach Scheidungen oder beendeten Freundschaften), weil ab sofort mehrere Einzelpersonen und eben nicht mehr ein Stammkartenhalter über die Vergabe entscheiden können. Im Worst-Case-Szenario könnte es folglich dazu kommen, dass ein Dauerkarteninhaber künftig alleine ins Weserstadion gehen muss, weil dessen ehemalige Tickets nach der Umschreibung von den neuen Inhabern an wildfremde Personen weitergegeben werden. (nag)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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