Werder-Keeper wichtig

Mehr als nur Ersatz: Weshalb Kolkes Rolle bei Werder im Saisonfinale an Gewicht gewinnt

Nach der Verletzung von Karl Hein steigt Markus Kolke im Torhüter-Ranking des SV Werder Bremen auf. Wie die Verantwortlichen über ihn denken.

Es gibt diese Profis, die für die Stimmung und das Innenleben einer Fußball-Kabine enorm wichtig sind, auf dem Platz und in der Öffentlichkeit jedoch nur selten im Fokus stehen. Beim SV Werder Bremen ist Markus Kolke ein Paradebeispiel dafür. Der 35-Jährige steht seit 2024 als dritter Torwart bei den Grün-Weißen unter Vertrag, kam bislang jedoch noch in keinem Pflichtspiel zum Einsatz. An seinem Stellenwert innerhalb der Mannschaft ändert das nichts – im Gegenteil. Werders Leiter Profifußball, Peter Niemeyer, stellt gegenüber der DeichStube klar: „Er ist in seiner Rolle ein sehr wichtiger Faktor für uns. Dass das Torwartteam so gut funktioniert, hängt auch maßgeblich mit ihm zusammen, da er die Jungs sehr unterstützt.“

Torhüter Markus Kolke steigt bei Werder Bremen im Saisonendspurt zur Nummer zwei auf.

Markus Kolke steigt bei Werder Bremen zur Nummer zwei auf: „Ein sehr wichtiger Faktor für uns“

Markus Kolke, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2027 läuft, bringt die Erfahrung aus fast 400 Spielen in der 2. und 3. Liga mit. Intern wird immer wieder seine große Bedeutung für die Kabine hervorgehoben – ebenso wie sein Einfluss auf Stammtorwart Mio Backhaus, zu dem er ein besonders enges Verhältnis pflegt. „Er verfügt über enorm viel Erfahrung, das hilft mir enorm weiter. Aus Spaß nenne ich ihn manchmal ‚Onkel Markus‘, weil er so eine große Rolle für mich spielt und mir viel hilft“, sagte Backhaus im vergangenen Herbst im DeichStube-Interview. Auch Kolkes Einfluss ist ein Grund dafür, dass Backhaus bislang eine so stabile erste Bundesliga-Saison spielt. Der Routinier geht bei Werder Bremen intern mit gutem Beispiel voran und ist, wie zu hören ist, häufig einer der Ersten auf dem Trainingsplatz.

Durch die Daumenverletzung von Ersatzkeeper Karl Hein, der bis zum Saisonende ausfallen wird, rückt „Kolle“, wie er im Team genannt wird, im Endspurt noch stärker in den Fokus. Er übernimmt nun die Rolle des zweiten Torwarts und wird an Spieltagen auf der Bank Platz nehmen. Gerade bei Auswärtsspielen ist der 35-Jährige damit an Spieltagen deutlich näher dran an der Mannschaft als zuvor. „Wir hatten in den vergangenen Wochen bereits überlegt, ihn als erfahrene Stütze zusätzlich mit zu den Auswärtsspielen reisen zu lassen“, verrät Niemeyer über interne Gedankenspiele mit Cheftrainer Daniel Thioune. „Nun wird er an Spieltagen noch näher an der Mannschaft sein, wodurch seine Wichtigkeit noch deutlicher wird.“ Auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga wartet Markus Kolke im Übrigen noch. In dieser Saison stand er bislang vier Mal im Spieltags-Kader. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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