DeichBlick-Kolumne von Torsten Frings
Ex-Werder-Profi Torsten Frings zu Marvin Ducksch: „Das musst du gerade als Führungsspieler lernen“
In seiner DeichBlick-Kolumne nimmt Ex-Profi Torsten Frings Marvin Ducksch in die Pflicht - und richtet klare Worte an den Torjäger des SV Werder Bremen!
Von Torsten Frings. Hinter Werder liegen interessante Wochen: Der überraschende Sieg gegen die Bayern hat nicht nur drei Punkte, sondern auch viel Selbstvertrauen gebracht. Das war der Startschuss für eine richtig erfolgreiche Zeit. Die Niederlagen gegen Heidenheim und jetzt in Hoffenheim haben aber auch gezeigt, dass es noch zu früh ist, von Europa zu reden. Natürlich darfst du immer träumen, aber die Mannschaft ist noch nicht so weit. Sie hat aber bewiesen, in die Liga zu gehören und punktuell für echte Highlights zu sorgen. Deswegen freue ich mich richtig auf das Heimspiel des SV Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) gegen Borussia Dortmund. Ausverkauftes Weserstadion, Flutlicht, ein toller Gegner – das ist immer geil. In Dortmund läuft in dieser Saison längst nicht alles rund, deshalb ist der BVB für mich mit einer guten Leistung von Werder schlagbar.
Dafür braucht es auch einen starken Marvin Ducksch. Ich mag ihn wirklich gerne, das habe ich hier schon oft betont. Aber seine Reaktion zuletzt mit den Vorwürfen an die Fans und die Medien hat mir nicht gefallen. Marvin ist ein Aushängeschild des SV Werder Bremen. Mit dem Status Nationalspieler stehst du immer besonders im Fokus. Wenn es dann nicht läuft, bekommst du auch als Erster die Kritik ab. Er soll sich das nicht so zu Herzen nehmen und einfach weitermachen. Das musst du gerade als Führungsspieler lernen.
Ex-Werder-Bremen-Profi Torsten Frings: „Justin Njinmah und Nick Woltemade haben einen Riesenschritt gemacht“
Da bist du auch ein Vorbild für die jüngeren Spieler. Zwei dieser Talente finde ich gerade richtig gut. Justin Njinmah und Nick Woltemade haben einen Riesenschritt gemacht und den Mut und das Vertrauen von Ole Werner gerechtfertigt. Jetzt werden sie hoffentlich dauerhaft zeigen, dass sie der Mannschaft helfen können. So wie es in der Vergangenheit Niclas Füllkrug bei Werder gemacht hat. Seine letzten beiden Jahre waren richtig gut. Es dürfte ihm in Bremen eigentlich keiner böse sein, dass er zu Borussia Dortmund gewechselt ist. Der Zeitpunkt kurz vor Transferende war vielleicht etwas blöde, aber dafür konnte er wahrscheinlich am allerwenigsten. Beim BVB macht er jetzt auch einen guten Job. Natürlich steht er dort nicht mehr so stark im Fokus wie bei Werder Bremen, nun muss er sich diese Rolle mit anderen teilen.