Ex-Spieler loben Werder-Trainer
„Horst ist wie ein Papa für mich“: Woltemade, Asllani und Co. schwärmen von Werder-Coach Steffen und teilen besondere Anekdoten
Großes Lob für Werder Bremens Cheftrainer Horst Steffen: Warum Nick Woltemade, Fisnik Asllani und Mo Damar vom 56-Jährigen schwärmen.
Bremen – Nach schwierigem Saisonstart hat sich der SV Werder Bremen unter Trainer Horst Steffen zuletzt spürbar stabilisiert. So holten die Grün-Weißen aus den letzten drei Partien gegen St. Pauli, Heidenheim und Union Berlin wichtige sieben Punkten und haben sich in der Bundesliga-Tabelle nach oben gearbeitet. Nach dem 1:0-Erfolg gegen die Köpenicker war der 56-Jährige am Samstagabend zu Gast im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF – und wurde dort mit lobenden Videobotschaften von drei ehemaligen Spielern überschüttet. „Horst ist ein überragender Trainer, aber was noch viel schöner an ihm ist, ist, dass er ein überragender Mensch ist“, lobte beispielsweise Ex-Bremer Nick Woltemade, der inzwischen bekanntlich in der Premier League bei Newcastle United sein Geld verdient und längst auch für die deutsche A-Nationalmannschaft stürmt.
Werder Bremen-Ex Nick Woltemade adelt Horst Steffen: „Überragender Trainer und überragender Mensch“
Als Leihspieler des SV Werder Bremen war der Angreifer einst in der 3. Liga unter Coach Horst Steffen bei der SV Elversberg so richtig aufgeblüht. „Meine Zeit in Elversberg hat mich auch zu meinem jetzigen neuen Verein mit hingeführt“, betonte Woltemade und berichtete von einem besonderen Moment mit Steffen: „Am Anfang hat es auch mal gekracht. Ich erinnere mich an ein Spiel gegen Viktoria Köln zurück, da hat Horst mich erst in der dritten Minute der Nachspielzeit eingewechselt. Meine Eltern saßen extra auf der Tribüne, danach gab es dann ein kleines Krisengespräch am nächsten Tag.“ Mit Erfolg, denn dieser schwierige Moment sollte sich als richtungsweisend für Nick Woltemades weiteren Weg erweisen, der ihn von Elversberg, zurück zu Werder und über den VfB Stuttgart schließlich auf die Insel führen sollte.
Steffen entgegnete auf die Worte seines Schützlings: „Es war damals kein Krisengespräch, aber ich habe gespürt, dass ein Gespräch notwendig war, da er doch sehr getroffen war, so wenig gespielt zu haben. Mir war es wichtig ihm klarzumachen, dass ich in ihm etwas Großes sehe, aber das es doch noch etwas Zeit braucht.“ Nick Woltemade verstand Steffens Worte offenbar ziemlich gut und zahlte es ihm mit einer Leistungsexplosion zurück, die ihn zum „Spieler der Saison in der 3. Liga“ werden ließ. „Das zeigt, wie gut deine Menschlichkeit ist. Das ist sehr wertvoll und sehr selten im Fußball. Behalte dir das bei. Ich bin sehr stolz, dass du jetzt in meiner Heimatstadt Trainer bist. Ich hoffe ihr rockt das“, grüßte der gebürtige Bremer den neuen Coach des SV Werder.
„Er ist wie ein Vater für mich“ Als Werder Bremens Horst Steffen Muhammed Damar in Elversberg eine Hochzeit am Spieltag erlaubte
Auch zwei weitere Elversberger lobten ihren Ex-Trainer in höchsten Tönen. „Horst Steffen ist für mich wie mein Papa“, schwärmte Hoffenheim-Profi und U21-Nationalspieler Muhammed Damar, dessen Karriere unter Steffen erst so richtig Fahrt aufnahm. „Er hat mich behandelt wie ein Vater, ich konnte offen mit ihm kommunizieren.“ Der offensive Mittelfeldspieler hat dazu auch die passende Anekdote parat. „Ich habe ihn mal gefragt, ob ich an einem Spieltag vor dem Spiel noch heiraten darf. Ich habe dann um zehn Uhr morgens standesamtlich geheiratet und bin im Anschluss zum Spiel gefahren. Dort habe ich bei einem 2:1-Sieg gegen Nürnberg ein Tor geschossen und eine Vorlage gegeben. Das habe ich ihm zu verdanken. Papa, alles Gute, viel Erfolg und bleib gesund.“
Und Fisnik Asllani, den Horst Steffen vor der Saison gerne zum SV Werder Bremen gelotst hätte, den es aber wie Damar wieder zurück zur TSG Hoffenheim zog, ergänzte: „Herr Steffen hat mir die Freude am Fußball wiedergegeben, die ich eigentlich immer hatte, schon seit ich klein bin. In Elversberg habe ich das Spiel wieder lieben gelernt.“ Es waren emotionale Worte, die auch Steffen wohlwollend zur Kenntnis nahm: „Ich freue mich, wenn ich jetzt zuschauen kann und Nick für die Nationalmannschaft spielen sehe oder die beiden in Hoffenheim beobachte. Das waren sehr nette Kommentare, vielen Dank Jungs!“ (mwi)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Fußball-News Saarland / Eibner
