Lob für Werder-Talent

„War sicherlich einer der Besseren“: Werder-Coach Steffen nimmt Eigentor-Pechvogel Coulibaly in Schutz

Gegen den SC Freiburg unterlief Karim Coulibaly ein unglückliches Eigentor - doch Trainer Horst Steffen nimmt das Abwehrtalent des SV Werder Bremen in Schutz!

Bremen – Die Bundesliga-Saison ist gerade einmal vier Spieltage alt, doch Karim Coulibaly hat schon bald die komplette Gefühlsachterbahn des Fußball-Oberhauses erlebt. Es gab die Höhen mit dem Debüt des 18-Jährige sowie natürlich dem umjubelten Ausgleichstreffer im Spiel gegen Leverkusen (3:3), aber auch Tiefen wie ein verschuldetes Gegentor gegen Bayer 04. Und jetzt, während der 0:3-Heimpleite des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg, kam gleich die nächste unliebsame Erfahrung hinzu: ein Eigentor. Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte Coulibaly den Ball unglücklich zum Endstand über die Linie des eigenen Kastens befördert – was zwar der nächste negative Höhepunkt eines mannschaftlich verkorksten Nachmittages war, im Nachgang aber keinerlei kritische Töne hervorbrachte. Im Gegenteil.

Der bittere Moment: Karim Coulibaly (grünes Trikot) unterläuft im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg ein Eigentor.

Werder Bremens Horst Steffen über Karim Coulibaly: „Ich fand ihn insgesamt sehr stabil, sehr ordentlich“

„Das war eine unglückliche Situation“, urteilte Trainer Horst Steffen. „Dass er das Tor in dieser Szene noch verteidigen will, ist ihm hoch anzurechnen.“ Coulibaly war schließlich erst mittendrin im Geschehen, als eigentlich nichts mehr zu retten war. Die Fehler hatte es vorher an anderer Stelle im Spiel des SV Werder Bremen gegeben, der Youngster avancierte zum Opfer dieser Entwicklung. Genau deshalb gab es statt einer Schelte auch ein öffentliches Lob vom Coach: „Ich fand ihn insgesamt sehr stabil, sehr ordentlich. Karim war sicherlich einer der Besseren heute.“

Worte, die dem Abwehrtalent guttun dürften. Karim Coulibaly steht allerdings grundsätzlich nicht in Verdacht, sich das Eigentor nun zu sehr zu Herzen zu nehmen und an Selbstvertrauen einzubüßen. „Er hat auch andere schwierige Momente schon richtig gut weggesteckt“, hat Peter Niemeyer als Leiter Profifußball des SV Werder Bremen beobachtet und dürfte damit fraglos auch auf die Leverkusen-Partie angespielt haben, als der Innenverteidiger erst patzte, sich kurz schüttelte, weiter mutig agierte und später noch zum Helden wurde. „Er hat auch heute seine fußballerische Qualität immer wieder unter Beweis gestellt“, befand Niemeyer nach dem Spiel gegen den SC Freiburg. „Ich glaube jedenfalls nicht, dass da nochmal eine spezielle Ansprache nötig sein wird.“ (mbü/dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO/JOERAN STEINSIEK

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