Werder-Transfer-News
Eren Dinkci ist da – kann aber nicht sofort helfen: Werder leiht Stürmer aus Freiburg und setzt vor allem auf dessen Tempo
Was die DeichStube bereits exklusiv vermeldet hatte, ist jetzt offiziell: Werder Bremen leiht Eren Dinkci vom SC Freiburg aus - die Details zum Transfer!
Den Weg kennt Eren Dinkci noch von früher – und deshalb hatte er seinen Wagen am Montagmorgen auch zielsicher in die Tiefgarage des Weserstadions gesteuert. Damit auch die allerletzten Zweifel an seiner Rückkehr zum SV Werder Bremen beseitigt werden konnten. Und deshalb brachte der Angreifer flugs den obligatorischen Medizincheck hinter sich, spulte noch ein paar vereinsinterne Medienaufgaben ab und setzte schließlich sein Autogramm unter den Leihvertrag. Dieser bindet ihn nun eine Saison lang wieder an jenen Verein, von dem er 2024 für die Ablöse von fünf Millionen Euro zum SC Freiburg gewechselt war. Am Nachmittag schließlich vermeldeten dann auch beide Clubs ganz offiziell den Transfer.
Werder Bremen zahlt nach DeichStube-Infos eine niedrige sechsstellige Summe als Leihgebühr für Eren Dinkci an den SC Freiburg
„Bremen ist meine Heimatstadt. Werder ist der Verein, bei dem ich Profi geworden bin. Daher freue ich mich sehr, wieder im Weserstadion und bei Werder spielen zu können“, sagte Eren Dinkci. „Ich freue mich sehr auf meine neue Mannschaft und auf unsere Fans beim ersten Heimspiel und werde alles dafür geben, mit Werder eine erfolgreiche Saison zu spielen.“ Eine kleine Einschränkung gibt es dabei allerdings – und die dürfte allen, die es mit dem SV Werder Bremen halten, unangenehm bekannt vorkommen: Der 24-Jährige plagt sich aktuell mit muskulären Problemen herum und wird nicht sofort ins Geschehen eingreifen können. Peter Niemeyer als Werders Leiter Profifußball prognostizierte gar, dass Dinkci womöglich die beiden anstehenden Partien im Pokal gegen Lüneburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) und in der Liga beim SC Freiburg (30. August, 15.30 Uhr) verpassen könnte.
An der Wertschätzung des Spielers ändert dieser Umstand allerdings hörbar nichts. „Eren ist ein toller Junge und ein richtig guter Fußballer. Wir sind froh, dass er im nächsten Jahr für Werder auflaufen wird. Er hat nach seinem Weggang aus Bremen viel Erfahrung sammeln können und bereits über 100 Bundesligaspiele bestritten. Er wird unserer Mannschaft sowohl auf als auch neben dem Platz guttun“, ist sich Peter Niemeyer sicher. Und der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen fügt mit Blick auf Eren Dinkci an: „Er wird in dieser Woche noch aufgebaut und soll nächste Woche ins Mannschaftstraining integriert werden. Dennoch sind wir natürlich von der Leihe absolut überzeugt. Eren ist ein Bremer Junge und kennt den Verein sehr gut, so dass er keine großartige Eingewöhnungszeit brauchen wird.“
Nach Informationen der DeichStube hat der SV Werder Bremen nicht nur einen Spieler bekommen, den der Verein bereits bestens kennt, sondern obendrein ein attraktives wirtschaftliches Paket schnüren können. Als Leihgebühr wandert lediglich eine niedrige sechsstellige Summe in den Süden Deutschlands, eine Kaufoption gibt es zwar nicht – allerdings auch keine zunächst vom Sport-Club erwünschte Kaufpflicht. Obendrein ist die emotionale Komponente nicht zu unterschätzen. Wo Leihspielern sonst eine mangelnde Identifikation mit ihrem Arbeitgeber auf Zeit vorgeworfen wird, dürfte Eren Dinkci von Beginn an für den Verein aus seiner Geburtsstadt brennen, der ihm so viel bedeutet.
Sein erstes Tor im Weserstadion fehlt ihm noch immer in der Sammlung, das gelang ihm weder im Trikot der Freiburger, des 1. FC Heidenheim oder früher beim SV Werder Bremen. Und dann ist da noch seine private Situation. Nicht nur, dass die Familie von Eren Dinkci weiterhin an der Weser lebt, der Profi ohnehin regelmäßig im Norden vorbeischaut und in der Region vernetzt ist – auch die Gesundheit seiner Partnerin spielt eine entscheidende Rolle. Vor einigen Monaten machten der Stürmer und seine Freundin Cinja eine Leukämie-Erkrankung öffentlich, sensibilisierten bundesweit für das Thema Stammzellenspende und initiierten mehrere Registrierungsaktionen für sie und andere Betroffene.
Auch Werder Bremen unterstützte die Bemühungen abseits des Platzes, ist nun aber verständlicherweise auch erpicht auf wertvolle sportliche Impulse. „Geschwindigkeit ist in der Bundesliga eine sehr wichtige Komponente und die bringt Eren Dinkci mit“, sagt Cheftrainer Daniel Thioune. „Hiermit wird er unser Offensivspiel beleben und uns im Angriff weitere Möglichkeiten geben. Er hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Ich hatte mich zu meiner Düsseldorfer Zeit schon mal intensiv mit Eren beschäftigt und bin überzeugt von seinen Fähigkeiten.“ (mbü)
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