Werder-Verteidiger vor Transfer?
Comeback mit Kapitänsbinde: Warum Malatinis Zukunft bei Werder trotzdem weiter offen ist
Julian Malatini kämpft um seinen Platz beim SV Werder Bremen: Warum seine Zukunft trotz Verletzungssorgen in der Defensive weiterhin offen ist!
Er durfte sogar die Kapitänsbinde des SV Werder Bremen tragen. Als Julian Malatini im Testspiel gegen den SC Paderborn (2:2) nach knapp fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte, trug der argentinische Innenverteidiger in der Schlussphase die Binde am Arm. Der Grund: Neben ihm standen hauptsächlich Nachwuchstalente oder Neuzugänge auf dem Rasen. Mit mehr als zweieinhalb Jahren Erfahrung in Bremen gehörte Malatini damit bereits zu den Werder-Urgesteinen. Die gut 50 Minuten gegen den Bundesliga-Aufsteiger waren der nächste Schritt auf dem Weg zurück für den 25-Jährigen.
Mitte März hatte sich Julian Malatini im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (0:2) eine schwere Syndesmosebandverletzung zugezogen. Seitdem arbeitete der Verteidiger des SV Werder Bremen hartnäckig an seinem Comeback. In dieser Vorbereitung trainierte er zunächst längere Zeit teilintegriert mit der Mannschaft, seit rund anderthalb Wochen kann er nun wieder sämtliche Übungen normal absolvieren.
Verschiedene Faktoren: Rolle von Julian Malatini für die kommende Saison beim SV Werder Bremen weiterhin unklar
Die mögliche Rolle von Julian Malatini für die kommende Spielzeit ist dennoch weiterhin unklar. Schließlich ist der SV Werder Bremen trotz eines weiterhin gut möglichen Abgangs von Karim Coulibaly in der Innenverteidigung quantitativ wie qualitativ gut aufgestellt. Dazu hinterlässt auch Nachwuchstalent Mick Schmetgens, der in der Vergangenheit bereits mit einer Leihe in Verbindung gebracht wurde, in der Vorbereitung bislang einen guten Eindruck. Zudem deutet derzeit vieles darauf hin, dass Cheftrainer Daniel Thioune anders als in der Vorsaison nicht mehr mit einer Dreier-, sondern mit einer Viererkette spielen möchte.
Auf seiner angestammten Position in der Innenverteidigung des SV Werder Bremen wäre hinter den etablierten Amos Pieper, Kapitän Marco Friedl und Neuzugang Oskar Wojcik nur bedingt Platz für Julian Malatini. Zwar fällt mit Routinier Niklas Stark aktuell erneut ein Konkurrent aus und ist aufgrund seiner Verletzungssituation derzeit nur schwer verlässlich einzuplanen. Grundsätzlich ist die Konkurrenz für Malatini aber groß.
Julian Malatini galt in der Vergangenheit als Verkaufskandidat, könnte nun aber als Allzweckwaffe doch bei Werder Bremen bleiben
Abgeben können die Bremer den Argentinier zum jetzigen Zeitpunkt allerdings kaum. Dafür ist die Personaldecke insbesondere auf den Außenverteidigerpositionen zu dünn. Julian Malatini kann im Notfall auch rechts hinten aushelfen und bietet damit eine Flexibilität, die Werder Bremen angesichts der aktuellen Verletzungssorgen benötigt. Hinzu kommt, dass der Defensivakteur, der sich in der Vergangenheit bereits häufiger mit einem Abgang beschäftigt hatte und intern auch in den vergangenen Transferperioden als möglicher Verkaufskandidat galt, durch seine lange Verletzungspause zuletzt nicht wirklich in den Fokus anderer Vereine spielen konnte.
Ein Transfer in diesem Sommer ist daher zum jetzigen Zeitpunkt noch kein wirklich realistisches Szenario. Erst wenn sich in den letzten drei Wochen bis zum Ende des Transferfensters am 1. September die personelle Situation in der Defensive des SV Werder Bremen durch Rückkehrer und mögliche Neuzugänge tatsächlich entspannt und die Perspektive auf Einsätze für Julian Malatini dadurch weiter sinkt, könnte ein Abschied wieder konkreter werden. (bvo)
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