Werder-Transfer-News
Werders Transferpolitik: Thiounes Einfluss, Wünsche und Plan mit Puertas
Trainer Daniel Thioune verrät seine Transfer-Wünsche bei Werder Bremen und spricht über seinen Einfluss darauf sowie den Plan mit Cameron Puertas!
Sieben Spieltage sind es noch, dann endet die 63. Saison der Fußball-Bundesliga. Seit dem Wochenende spricht wieder deutlich mehr dafür, dass der SV Werder Bremen auch in Auflage 64 mit dabei sein wird – dem 1:0-Erfolg im Kellerduell beim VfL Wolfsburg sei Dank. Während die Spieler in der Länderspielpause nun etwas durchschnaufen können, geht die Arbeit hinter den Kulissen ungebremst weiter: Längst laufen die Personalplanungen für die kommende Saison. „Dabei habe ich natürlich auch ein paar Gedanken und Ideen“, sagt Cheftrainer Daniel Thioune, der mit der sportlichen Führung bei Transfer-Fragen in engem Austausch steht.
Werder Bremens Daniel Thioune: „Ich weiß, welche Verträge auslaufen und welche Spieler auf dem Markt interessant sein könnten“
„Ich bin über den aktuellen Stand im Kader informiert. Ich weiß, welche Verträge auslaufen und welche Spieler auf dem Markt interessant sein könnten und bei wem sogar schon Interesse von anderen Vereinen hinterlegt wurde“, sagt Daniel Thioune. So ist dem 51-Jährigen das große Begehren, das Top-Talent Karim Coulibaly bei Spitzenclubs wie Paris Saint-Germain ausgelöst hat, freilich nicht entgangen. Ebenso wenig die Tatsache, dass der Vertrag von Mitchell Weiser im Sommer ausläuft – und der Routinier mit einer Verlängerung zögert, weil er zunächst wissen möchte, in welcher Liga der SV Werder Bremen die Spielzeit 2026/27 angehen wird.
„Vieles wird sich vereinfachen, wenn wir unsere sportlichen Ziele erreicht haben“, sagt Daniel Thioune allgemein. Sprich: wenn der Klassenerhalt perfekt ist. Dass Werder Bremen nach nunmehr 27 Bundesliga-Spieltagen weiter bangen muss, ist auch in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen ein Knackpunkt. Schließlich sagen die wenigsten Spieler „blind“ zu und lassen sich dann überraschen, ob sie im neuen Jahr bei einem Erst- oder Zweitligisten unter Vertrag stehen.
Werder Bremens Daniel Thioune: „Ich würde mir bei der einen oder anderen Position ein bisschen mehr Torgefahr oder Konterstärke wünschen“
Klar ist: Bei der Suche nach Verstärkungen bringt Daniel Thioune sein eigenes Netzwerk, seine eigenen Erfahrungen mit ein. „Ich werde gefragt zum einen oder anderen Spieler, der mir in der Vergangenheit schon mal begegnet ist“, erklärt der Cheftrainer des SV Werder Bremen – und gibt einen kleinen Einblick, was ihm sportlich vorschwebt: „Ich würde mir bei der einen oder anderen Position ein bisschen mehr Torgefahr oder Konterstärke wünschen. Es gibt da schon ein paar Felder, die ich bedient haben möchte.“
Der Blick von Daniel Thioune geht dabei sowohl auf externe Verstärkungen als auch auf Spieler, die ihm bereits zur Verfügung stehen – und die er gerne dauerhaft in seinem Team hätte. Zuerst ist hier Cameron Puertas zu nennen. Der Spanier blüht unter Thioune regelrecht auf, ist bei Werder Bremen zum Stammspieler avanciert. Kein Wunder also, dass Thioune auch in Zukunft mit dem 27-Jährigen zusammenarbeiten würde.
Bis Sommer ist Cameron Puertas vom saudi-arabischen Club Al-Qadsiah ausgeliehen, die Kaufoption beträgt knapp zehn Millionen Euro. Zu viel Geld für Werder Bremen, das auf freie Verhandlungen hofft. „Man muss sich darüber unterhalten, wie es mit Cameron weitergeht“, sagt Daniel Thioune. „Wie können Leihgeschäfte zu festen Verpflichtungen finalisiert werden?“ Auch diese Frage dürfte sich deutlich einfacher beantworten lassen, wenn der Klassenerhalt nicht mehr Ziel, sondern Tatsache ist. (dco)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
