Werder-Trainer über Sommer-Neuzugang
Königstransfer? Werder-Coach Werner schützt Alvero
Im Sommer zahlte der SV Werder Bremen eine Ablöse in Höhe von 4,75 Millionen Euro, um Skelly Alvero fest zu verpflichten. Ist der Franzose damit der Bremer Königstransfer? Trainer Ole Werner hat zu diesem Wort eine klare Meinung.
Bremen – Die Mechanismen im Profi-Fußball sind relativ einfach: Der Spieler, der im Sommer die größte Ablösesumme in einem Verein gekostet hat, wird als Königstransfer bezeichnet. Beim SV Werder Bremen bekam Skelly Alvero diesen Titel verpasst, weil die Bremer für ihn 4,75 Millionen Euro an Olympique Lyon überwiesen haben. Die Erwartungshaltung im Umfeld des Clubs ist entsprechend groß, Alveros Einfluss auf das Bremer Spiel dagegen noch sehr klein. Gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) könnte der 22-Jährige durch den Ausfall von Senne Lynen seine Startelf-Premiere in dieser Saison feiern – und davor stellt sich Trainer Ole Werner schützend vor den Franzosen.
Ist Skelly Alvero Werder Bremens Königstransfer? Ole Werner: „Bei so einem Begriff bin ich vorsichtig“
Ihm geht es vor allem um die Bezeichnung Königstransfer: „Bei so einem Begriff bin ich vorsichtig.“ Es dürfe nicht allein die Ablösesumme eine Rolle spielen, es gehe um das Gesamtpaket, zu dem auch Gehalt, Handgeld und Vertragslaufzeit zählten. Aber selbst, wenn Skelly Alvero dann immer noch so etwas wie Werders Königstransfer darstellen würde, bittet Ole Werner um die richtige Einordnung: „Skelly ist ein junger Spieler, der sich noch entwickeln muss. Da gibt es viele Themen. Wenn Spieler in diesem Alter sofort konstant funktionieren sollen, dann kosten sie in der Regel deutlich mehr als die Königslösung von Werder Bremen. Das wissen wir doch!“ Es sei also Geduld gefragt.
Werder Bremens Ole Werner über Skelly Alvero: „Wir trauen ihm absolut zu, von Beginn an auf dem Platz zu stehen und Leistung zu zeigen“
Skelly Alvero habe bereits in der vergangenen Saison während seiner Ausleihe an Werder Bremen nach Einwechslungen und bei seinem Startelf-Einsatz gegen Wolfsburg bewiesen, dass er das notwendige Potenzial besitze. Dann kamen Verletzungen und „Probleme in der Sommer-Vorbereitung“, erinnert sich Werner. Der Franzose selbst sprach zuletzt davon, dass er aufgrund seiner Körpergröße (2,02 Meter) schon häufiger in der Vorbereitung zu kämpfen hatte. Ole Werner reagiert auf diese Information während der Pressekonferenz vor dem Werder-Spiel gegen den SC Freiburg verwundert und erst mal mit einem kleinen Scherz: „Das hätte er mir ruhig mal erzählen können, wenn das die Erklärung ist. Vielleicht ist die Höhenluft etwas dünner…“
Der Spaß ändert aber nichts daran, dass der Trainer des SV Werder Bremen eine hohe Meinung von Skelly Alvero hat: „Wir trauen ihm absolut zu, von Beginn an auf dem Platz zu stehen und Leistung zu zeigen.“ (kni)