Werder-Transfer-News
Kaboré und Köhn auf dem Prüfstand: Was macht Werder mit den Außenbahn-Leihgaben?
Bisher hat Werder Bremen Derrick Köhn und Issa Kaboré nur ausgeliehen. Wie geht es im Sommer weiter? Kommen feste Transfers infrage? So denkt der Club aktuell über die Außenbahnspieler.
Bremen – Während der SV Werder Bremen mit den feststehenden Abgängen von Anthony Jung (Ziel unbekannt) und Milos Veljkovic (Roter Stern Belgrad) im Abwehrzentrum bereits für Klarheit gesorgt hat, sind andere Kaderfragen für die neue Saison noch völlig offen. Das gilt insbesondere auch für die Perspektive der auf den Außenbahnpositionen beheimateten Leihspieler Derrick Köhn (Galatasaray Istanbul) und Issa Kaboré (Manchester City). Wie geht es künftig mit dem zuletzt schwankenden Flügelduo weiter?
Bleibt Derrick Köhn bei Werder Bremen? Teure Kaufoption und Formkurve sprechen gegen festen Transfer
„Derrick kennen wir schon länger, wissen auch, was er uns abseits des Platzes gibt. Da sind wir klar in unserer Meinung und schätzen ihn sehr“, lobt Werder Bremens Leiter Profifußball Peter Niemeyer den offensivstarken Linksverteidiger Köhn auf Nachfrage der DeichStube. „Aber eine Tendenz für den Sommer gibt es trotzdem noch nicht.“ Eine Entscheidung, ob aus Köhns temporärer eine dauerhafte Beschäftigung wird, sei noch nicht gefallen.
Fakt ist: Der SV Werder Bremen besitzt für Derrick Köhn, der bis zum Saisonende von Galatasaray ausgeliehen ist, eine Kaufoption in Höhe von 5,125 Millionen Euro. Diese verstreicht nach Informationen der DeichStube kurz nach dem letzten Pflichtspiel im Mai. Für Werder ist das freilich keine geringe Summe, dementsprechend will eine Entscheidung wohl überlegt sein. Schließlich sollen in diesem Sommer Transferüberschüsse erzielt werden. Hinzukommt: Nach starker Hinrunde mit zwei Toren und zwei Assists hat Köhn im Kalenderjahr 2025 merklich abgebaut. So verlor der frühere Hannoveraner zuletzt nicht nur seinen Stammplatz an Rückkehrer Felix Agu, sondern blieb nach zuvor 25 Pflichtspiel-Einsätzen in Serie gegen Leverkusen (2:0) und Gladbach (2:4) zweimal in Folge komplett ohne Einsatz. Und das, obwohl Stammspieler Mitchell Weiser gegen die Borussia gelb-gesperrt fehlte.
Transfers nach Leihen? Wie Werder Bremen mit Derrick Köhn und Issa Kaboré planen könnte
„Derrick war in seinen letzten Auftritten etwas unglücklich“, hatte Coach Ole Werner Köhn zuvor öffentlich kritisiert. Auch mannschaftsintern bekam Derrick Köhn nach dem DFB-Pokal-Aus in Bielefeld (1:2) deutlich sein Fett weg, weil er sich bei seiner Auswechslung zu viel Zeit ließ, statt vom Feld zu sprinten. Dennoch sind die Verantwortlichen an der Weser von Köhn, der in der Kabine grundsätzlich gut ankommt, und dessen sportlichen Qualitäten überzeugt. Denkbar wäre daher das Szenario, die Kaufoption nicht zu ziehen, um so mit Galatasaray frei verhandeln und den Preis womöglich drücken zu können - vorausgesetzt der Spieler bekennt sich klar zu einer Zukunft bei Werder Bremen.
Für Issa Kaboré haben die Bremer derweil keine Kaufoption vereinbart. Das Leihgeschäft mit dem Profi von Manchester City endet ebenfalls zum Saisonende. Ähnlich wie Köhn zeigte auch Kaboré zuletzt Licht und Schatten. Gegen Gladbach durfte der Nationalspieler Burkina Fasos (40 Länderspiele) immerhin zum dritten Mal in der Bundesliga von Beginn an ran – und machte seine Sache ordentlich. Aber reicht das, um sich für einen festen Vertrag zu empfehlen?
Hat Issa Kaboré eine Zukunft bei Werder Bremen? Geld wird eine große Rolle spielen
„Issa macht es gut, ist unbedarft und gibt Vollgas. Man konnte sehen, wie er versucht hat anzuschieben“, lobt Niemeyer zwar, ergänzt aber auch: „Noch ist es zu früh, um die Leihe abschließend zu bewerten. Wir werden am Ende abwägen, welche Perspektiven sich bieten.“ Die vertragliche Konstellation spricht aktuell eher dafür, dass Werder Bremen Issa Kaboré trotz spannender Ansätze im Sommer ziehen weiterziehen lässt, weil das Geld für eine dauerhafte Weiterbeschäftigung fehlt. Kaborés Arbeitspapier beim Englischen Meister läuft noch bis Sommer 2027. (mwi/mbü)