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Das Rennen um Werder-Juwel Karim Coulibaly: Diese Topclubs bringen sich in Position
Karim Coulibaly weckt das Interesse zahlreicher europäischer Top-Clubs - welche Vereine hinter dem Juwel des SV Werder Bremen her sind!
Allmählich neigt sich seine erste Saison als Bundesligaprofi dem Ende entgegen, und dass sie schon jetzt reichlich Kraft gekostet hat, bekommt Karim Coulibaly derzeit zu spüren. Von den vergangenen sechs Spielen des SV Werder Bremen verpasste der 18-jährige Innenverteidiger fünf – anhaltende muskuläre Probleme zwangen ihn wiederholt zur Pause, zuletzt während der 1:2-Heimniederlage gegen RB Leipzig. Die gute Nachricht für Werder: Am Mittwoch ist Coulibaly nun auf den Trainingsplatz zurückgekehrt, absolvierte immerhin Teile der Einheit.
Werder Bremens Clemens Fritz über Karim Coulibaly: „Entscheidend ist, dass er jetzt wieder trainieren und uns möglichst bald helfen kann“
„Er war zuletzt ein paar Wochen raus. Das Entscheidende für uns ist, dass er jetzt wieder trainieren und uns möglichst bald wieder sportlich helfen kann“, sagt Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube. Der Plan des SV Werder Bremen mit dem Spieler ließe sich auch so umreißen: Erst soll Karim Coulibaly im Kampf gegen den Abstieg wieder zum wichtigen Faktor werden – und im Sommer dann eine Rekordablösesumme in die Vereinskasse spülen. Längst liest sich die Liste der Interessenten am Top-Talent wie ein Who-is-Who des europäischen Fußballadels. Der Kontakt zu Paris Saint-Germain hat sich nach Informationen der DeichStube zuletzt intensiviert.
So besuchte Coulibaly-Berater Nochi Hamasor am vergangenen Freitag das PSG-Heimspiel gegen den FC Toulouse. Den 3:1-Erfolg des Abo-Meisters sah er sich aus einer VIP-Loge des „Parc des Princes“ an. Dass sich der amtierende Champions-League-Sieger für den Abwehrspieler des SV Werder Bremen interessiert, hatte die DeichStube bereits berichtet – der Austausch zwischen Verein und Spielerseite ist seitdem nicht abgerissen, im Gegenteil. Zwar hat das Team von Trainer Luis Enruiqe in Kapitän Marquinhos, Willian Pacho, Ilya Zabarnyi und Lucas Beraldo gleich vier starke Spieler für die Abwehrzentrale im Kader, denkt aber trotzdem darüber nach, bei Coulibaly Ernst zu machen. Ein mögliches Szenario: PSG kauft den Bremer und gibt ihn per Leihe zunächst an einen anderen Verein ab, wo er wertvolle Spielpraxis sammeln könnte. Coulibaly, der gut französisch spricht, soll sich einen Wechsel nach Paris vorstellen können.
Werder Bremens Clemens Fritz über Karim Coulibaly: „Bisher ist aber noch kein interessierter Verein an uns herangetreten“
Ob es am Ende dazu kommt? Offen. Das Rennen um den 1,91 Meter großen Abwehrspieler ist schließlich gerade erst dabei, an Fahrt aufzunehmen. Am Osterdeich ist es offiziell noch nicht einmal angekommen: Weder lose Anfrage noch konkretes Angebot liegen Werder Bremen vor. „Es ist ja bekannt, dass es einen großen Markt für Karim gibt. Bisher ist aber noch kein interessierter Verein an uns herangetreten“, bestätigt Clemens Fritz. Der Grund für die allgemeine Zurückhaltung der Clubs hat mit Werders offener sportlicher Situation zu tun. Steigen die Bremer ab, wird der Kurs für Karim Coulibaly merklich fallen. Zudem gibt es auch innerhalb der europäischen Top-Vereine beim Blick auf die kommende Saison noch etliche personelle Fragezeichen, die bei der Kaderplanung beantwortet werden wollen, ehe offizielle Offerten rausgehen.
Dass eine oder mehrere davon bei Werder Bremen landen, darf trotzdem als gesichert betrachtet werden. Neben PSG haben auch englische Clubs das Juwel des SV Werder Bremen weiterhin auf dem Zettel. Nach Informationen der DeichStube hat sich zuletzt Newcastle United verstärkt in Position gebracht. Laut Pay-TV-Sender „Sky“ sei auch der FC Chelsea „konkret dran“ am gebürtigen Oldenburger. Spannend: Chelsea pflegt eine enge Kooperation mit dem RC Straßburg, hat erst zu Jahresbeginn Trainer Liam Rosenior vom Ligue-1-Club geholt. Regelmäßig parken die Engländer ihre Toptalente in Straßburg, möglich, dass auch Coulibalys Weg so aussieht. Obwohl Chelsea von der Premier League mit einer einjährigen Transfersperre und einer Geldstrafe in Höhe von 11,6 Millionen Euro belegt wurde, kann der Transferbetrieb im Sommer und den darauffolgenden Wechselperioden normal vonstattengehen, weil die Strafe für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Werder Bremens Clemens Fritz: „Was Karim Coulibalys Zukunft betrifft, stehen wir in engem Austausch mit seinem Berater“
Bei Werder Bremen können sie all das in Ruhe beobachten, in freudiger Erwartung einer satten Geldsumme. „Was Karims Zukunft betrifft, stehen wir in engem Austausch mit seinem Berater“, sagt Sportchef Clemens Fritz, der dementsprechend auch darüber informiert worden sein dürfte, dass Nochi Hamasor jüngst in Paris weilte und dass während Werders Heimspiel gegen Leipzig Scouts von Real Madrid auf der Tribüne des Weserstadions saßen. Karim Coulibaly wird sich seinen neuen Verein am Ende aus einem mehr als erlauchten Kreis aussuchen können, was Werders Bossen die Aussicht beschert, eine fehlerhaft geplante und entsprechend sportlich verkorkste Saison immerhin wirtschaftlich als Erfolg verbuchen zu können. (dco/mwi)
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