Werder-Transfer-News

Zurück vom Abstellgleis: Malatini wird bei Werder wieder gebraucht – aber was passiert im Sommer?

Julian Malatini wird bei Werder Bremen aktuell wieder gebraucht – aber was passiert im Sommer? Bleibt oder wechselt der Argentinier?

Wie so oft im Profifußball gilt das Motto auch dieses Mal: Das Leid der einen, ist das Glück der anderen. Und weil der SV Werder Bremen derzeit in der Abwehr einige Personalprobleme hat, ist Julian Malatini plötzlich wieder ein gefragter Mann. Nicht zwingend in der ersten Reihe, aber zumindest direkt dahinter. Die Ausfälle von Karim Coulibaly (Oberschenkelverletzung) und Amos Pieper (Risswunde am Knie) haben dazu geführt, dass der Argentinier zuletzt in sieben von acht Partien auf dem Platz stand. Das hat es in dieser Form lange nicht gegeben. Auch deshalb war immer wieder über einen Abschied Malatinis spekuliert worden. Zuletzt im Winter. Aber trotz der jetzigen Einsatzzeit ist nicht ausgeschlossen, dass ein Transfer im Sommer erneut Thema wird.

Julian Malatini kann aktuell wieder lachen: Der Innenverteidiger wird bei Werder Bremen zumindest als Teilzeitkraft wieder benötigt. Aber auch über den Sommer hinaus?

Julian Malatini wird bei Werder Bremen wieder gebraucht – aber wechselt er im Sommer?

„Wir haben uns im Winter bewusst entschieden, ihn aufgrund der Personalsituation nicht abzugeben“, sagt Clemens Fritz als Werder Bremens Geschäftsführer Fußball, im Gespräch mit der DeichStube. „Momentan sehen wir, dass wir ihn brauchen und dass er seine Sache auch gut macht.“ Während der Trainingseinheiten macht sich das auch dadurch bemerkbar, dass Julian Malatini inzwischen einen besonderen Spitznamen erhalten hat. So rufen ihn Spieler und das Trainerteam nicht nur bei gelungenen Aktionen gern „Maquina“ (deutsch: Maschine). 

Doch nicht alles ist so rosa-rot wie es auf den ersten Blick scheint. Die statistischen Werte sind beispielsweise weiterhin ausbaufähig. Sehr sogar. Allein am vergangenen Wochenende gab es noch reichlich Luft nach oben. Während des 4:1-Auswärtssieges in Berlin war Julian Malatini zu Beginn der zweiten Halbzeit für Niklas Stark eingewechselt worden und ins Zentrum der fortan angewendeten Dreierkette gerückt. Von acht geführten Zweikämpfen entschied er lediglich drei für sich (37,5 Prozent). Dazu holte er sich eine Gelbe Karte nach einem Foul ab, weil er sich den Ball zuvor zu weit vorgelegt hatte. Kurz vor dem Ende wurde es dann nach einem missglückten Klärungsversuch nur deshalb nicht gefährlich vor dem eigenen Tor, weil sich Teamkollege Cameron Puertas gleich zweimal in die Schussbahn manövrierte.

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Was passiert bei Werder Bremen mit Julian Malatini im Sommer? „Die persönliche Zukunft jedes Einzelnen ist aktuell zweitrangig“

Ein verlässlicher Arbeiter ist die „Maschine“ zweifelsfrei, ein verlässlicher Stamm-Verteidiger aber noch nicht. Dabei ist Malatini mittlerweile 24 Jahre alt, den Status einer Nachwuchshoffnung hat er abgelegt. Der nächste große Schritt in seiner Entwicklung lässt aber noch auf sich warten. Für Werder Bremen vielleicht zu lange? Der Vertrag des Argentiniers läuft nach DeichStube-Informationen noch bis Juni 2028 – ob er ihn tatsächlich erfüllen wird oder darf, ist ungewiss. Vieles wird davon abhängen, in welcher Liga Werder spielen wird. Und ob die Bremer Verantwortlichen Veränderungen planen, weil Karim Coulibaly wahrscheinlich wechseln wird und potenzielle Stammkräfte wie Niklas Stark oder Amos Pieper aufgrund ihrer Verletzungsanfälligkeit wenig Konstanz garantieren. In der Theorie eine ziemlich gute Chance für Julian Malatini, der dafür aber den praktischen Nachweis liefern muss. Im Idealfall in den kommenden Wochen. Denn eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft gibt es noch nicht. „Aktuell ist die persönliche Zukunft jedes Einzelnen ab dem Sommer zweitrangig“, betont Clemens Fritz. „Im Fokus steht, dass wir gemeinsam unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen.“ (mbü/bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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