Werder bastelt am Kader

Wie groß wird der Umbruch bei Werder Bremen? Clemens Fritz verspricht: „Der Kern des Teams bleibt zusammen“

Wer von ihnen spielt nächstes Jahr noch beim SV Werder Bremen? Im Sommer dürfte es wieder einen Kader-Umbruch geben.
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Wer von ihnen spielt nächstes Jahr noch beim SV Werder Bremen? Im Sommer dürfte es wieder einen Kader-Umbruch geben.

Wie verändert sich der Kader des SV Werder Bremen zur nächsten Saison? Wie groß wird der Umbruch im Sommer? Ein Überblick über die Personalien.

Bremen – Die Saison biegt auf die Zielgerade, jetzt wird es noch einmal richtig heiß für den SV Werder Bremen. Doch die Verantwortlichen blicken auch schon weiter, basteln längst am Kader für die nächste Spielzeit. Einige Entscheidungen sind bereits gefallen – und bei Werder deutet sich ein größerer Umbruch an. Doch Clemens Fritz versichert als künftiger Geschäftsführer Fußball im Gespräch mit der DeichStube: „Der Kern des Teams bleibt zusammen.“ Der 43-Jährige sagt allerdings auch: „Nicht zuletzt durch die nun feststehenden Abgänge von Eren Dinkci und Nick Woltemade könnte es mehr Veränderungen geben als vorerst geplant.“ Was bedeutet das? Wer geht und wer bleibt auf jeden Fall? Wie heißen die Wackelkandidaten? Die DeichStube gibt einen Überblick:

Wer bleibt sicher bei Werder Bremen?

Anthony Jung, Niklas Stark, Amos Pieper, Julian Malatini, Felix Agu, Senne Lynen, Justin Njinmah und Isak Hansen-Aaröen.

Anthony Jung: Der 32-Jährige hat erst vor Kurzem seinen Vertrag um ein Jahr verlängert und ist in der Dreierkette gesetzt.

Niklas Stark: Wäre da nicht sein Verletzungspech, würde der 29-Jährige wahrscheinlich immer spielen. Sein Vertrag läuft zudem noch bis 2026.

Amos Pieper: Nach seiner erneuten Verletzung muss der 26-Jährige erst mal wieder gesund werden.

Julian Malatini: Der Winter-Einkauf aus Argentinien hat gut eingeschlagen, der 22-Jährige soll sich bei Werder weiterentwickeln.

Felix Agu: Hat sich nach langer Verletzungspause zurückgekämpft und ist eine wichtige Alternative auf beiden Außenbahnen.

Senne Lynen: Der Belgier brauchte nach seinem Wechsel im Sommer ein bisschen Geduld, ehe er der erhoffte neue Sechser sein durfte. Jetzt sind beide Seiten zufrieden.

Justin Njinmah: Erst eine Verletzung und eine Erkrankung konnten den schnellen Stürmer stoppen. Nach seinem starken Premieren-Jahr als Werder-Profi macht ein Wechsel keinen Sinn.

Isak Hansen-Aaröen: Der 19-jährige Norweger kam erst im Winter von Manchester United. Er spielte zwar noch keine große Rolle, aber für ihn soll es auch im Sommer erst so richtig losgehen.

Wer bleibt sehr wahrscheinlich bei Werder Bremen?

Michael Zetterer, Jens Stage, Marco Friedl, Milos Veljkovic, Romano Schmid, Leonardo Bittencourt, Olivier Deman und Leon Opitz.

Michael Zetterer: Endlich Stammkeeper! Der 28-Jährige hat sein großes Ziel erreicht. Werder ist auch zufrieden. Klarheit herrscht aber erst, wenn die Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung abgeschlossen sind.

Jens Stage: In seiner zweiten Werder-Saison richtig wertvoll im Mittelfeld – und das dürfte auch anderen Clubs aufgefallen sein. Der Däne gilt aber als ein sehr treuer Spieler.

Marco Friedl: Als Kapitän enorm gereift, endlich auch wieder in Topform und möglicherweise bei der EM dabei. Da könnten interessante Angebote reinflattern. Aber der frischgebackene Papa will eigentlich unbedingt bleiben.

Milos Veljkovic: Lebenslang Grün-Weiß? Seit 2016 spielt der Serbe für Werder und alle Wechselgerüchte bestätigten sich letztlich nicht. Aber als EM-Teilnehmer könnte der 28-Jährige trotzdem noch für andere Clubs interessant werden.

Romano Schmid: Hat erst Ende vergangenen Jahres seinen Vertrag bis 2026 verlängert und sieht seine Zukunft bei Werder. Doch die EM könnte für den Österreicher zum Sprungbrett werden.

Leonardo Bittencourt: Seinen Status als unumstrittener Stammspieler hat er verloren, war dennoch zuletzt wieder wichtig. Gepaart mit einem guten Vertrag (bis 2026) sorgt das bei ihm sicher für kein großes Interesse an einer Veränderung.

Olivier Deman: Werders teuerster Sommer-Transfer (Ablöse: 4 Millionen Euro) tut sich noch etwas schwer, aber Werder hat Geduld. Der Belgier könnte jedoch als EM-Teilnehmer neue Möglichkeiten bekommen.

Leon Opitz: Der 19-Jährige braucht natürlich Spielpraxis. Aber Werder kann nach Dinkci und Woltemade eigentlich nicht noch ein Eigengewächs ziehen lassen.

Wer ist ein Wechselkandidat bei Werder Bremen?

Mitchell Weiser, Marvin Ducksch und Dawid Kownacki.

Mitchell Weiser: Sein Vertrag läuft aus, seit Monaten führten alle Verhandlungen zur Verlängerung nicht zum Erfolg. Denn der 30-Jährige liebäugelt mit einem Abenteuer im Ausland.

Marvin Ducksch: Der Stürmer vermisst die Wertschätzung in Bremen – speziell bei den Fans. Bei einem Wechsel könnte ihm auch seine Ausstiegsklausel (Ablöse: 9 Millionen Euro) helfen.

Dawid Kownacki: Wollte ab Sommer bei Werder durchstarten, konnte sich aber nicht durchsetzen. Das wird dem sensiblen 27-Jährigen gar nicht gefallen.

Wer verlässt Werder Bremen sehr wahrscheinlich?

Jiri Pavlenka, Naby Keita, Skelly Alvero und Eduardo dos Santos Haesler.

Jiri Pavlenka: Stammplatz verloren, Vertrag läuft aus und als Ersatzkeeper zu teuer – der 32-Jährige könnte nur bleiben, wenn Zetterer überraschend geht.

Naby Keita: Nach Streik und Suspendierung steht nun die Vertragsauflösung auf der Agenda. Eine Einigung gilt jedoch nicht als sicher.

Skelly Alvero: Für den Leihspieler von Olympique Lyon besitzt Werder zwar eine Kaufoption, doch 6,25 Millionen Euro sind viel für einen 21-Jährigen, der kaum zum Einsatz kam – wenn auch wegen Verletzungen.

Eduardo Dos Santos Haesler: Der dritte Keeper hat nach sechs Jahren bei Werder als 25-Jähriger keine Zukunft mehr an der Weser.

Wer verlässt Werder Bremen sicher?

Nick Woltemade (VfB Stuttgart), Christian Groß (Karriereende) und Eren Dinkci (SC Freiburg/noch ausgeliehen an den 1. FC Heidenheim).

Welche Neuzugänge stehen bei Werder Bremen fest?

Marco Grüll (Rapid Wien/ablösefrei), Oliver Burke (Birmingham City/Leihende), Dikeni Salifou (Juventus Turin U23/Leihende), Mio Backhaus (Volendam/Leihende), Abdenego Nankishi (1860 München/Leihende). (kni/nag)

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