Werder-Transfer-News

Zwei Angebote abgelehnt: Werder feilscht mit Frankreich-Club um Transfer von Karim Coulibaly

Werder Bremen hat zwei Millionen-Angebote für Abwehr-Juwel Karim Coulibaly abgelehnt: Wechselt der 19-Jährige nach Frankreich?

Am vergangenen Wochenende war noch einmal deutlich zu sehen, welch sportlichen Wert Karim Coulibaly für den SV Werder Bremen haben kann. Der 19-Jährige verteidigte im Test gegen Auxerre (0:1) konsequent, wurde sogar offensiv gefährlich. Doch es gibt da eben auch den wirtschaftlichen Wert des Abwehrmanns, weshalb weiterhin fest geplant ist, den gebürtigen Oldenburger in diesem Sommer teuer zu verkaufen. Wie „Sky“ zuerst berichtete und was sich mit Informationen der DeichStube deckt, bemüht sich Racing Straßburg derzeit intensiv um eine Verpflichtung Coulibalys. Zwei Angebote seien bereits abgegeben, aber auch jeweils abgelehnt worden. Eine dritte Offerte wird zeitnah erwartet.

Wechselt Werder Bremens Abwehr-Juwel Karim Coulibaly nach Frankreich? Racing Straßburg soll bereits zwei Angebote für den 19-Jährigen abgegeben haben.

Neues Transfer-Gerücht: Wechselt Werder Bremens Abwehr-Juwel Karim Coulibaly nach Frankreich?

Auf den ersten Blick mag das Interesse aus der französischen Ligue 1 überraschen – genauso wie die Möglichkeit, zwei handfeste Angebote für Coulibaly nach Bremen schicken zu können. Doch es lohnt eine genauere Betrachtung. Denn der Club ist Kooperationspartner von Premier-League-Schwergewicht FC Chelsea, schon häufiger haben die Engländer in der Vergangenheit Profis im Elsass „geparkt“, um sie für größere Aufgaben zu formen. 2023 wurde der Racing Sportclub vom Investoren-Bündnis BlueCo – zu dem auch Chelsea gehört – übernommen, hat dadurch inzwischen andere finanzielle Möglichkeiten und größeren sportlichen Erfolg. Transfers im zweistelligen Millionenbereich gab es zuletzt gleich reihenweise, Top-Einkauf ist bislang Abakar Sylla, der einst für 20 Millionen Euro aus Brügge geholt wurde.

Nicht ausgeschlossen, dass der Innenverteidiger bald an der Spitze dieses Rankings von einem anderen Abwehrmann abgelöst wird – sofern der Preis für den SV Werder Bremen stimmt. Und spannend wird auch, welche Rolle dann Chelsea im Hintergrund spielen könnte – schließlich galten die Londoner bereits als Interessent für Karim Coulibaly, als erste Meldungen über einen kostspieligen Abgang vor einigen Monaten medial die Runde machten.

Zwei Angebote abgelehnt: Verkauft Werder Bremen Karim Coulibaly nach Frankreich zu Racing Straßburg?

Ebenfalls interessant: Gerade erst hat Straßburg Fabio Baldé vom Hamburger SV verpflichtet, bis zu sieben Millionen Euro sollen in die Kasse von Werders Nordrivalen wandern. An der Abwicklung des Transfers war auch Nochi Hamasor beteiligt, der nicht nur Baldés Berater ist, sondern auch Karim Coulibalys Belange vertritt und weiterhin in die Weichenstellung der Zukunft involviert ist – obwohl der deutsche Junioren-Nationalspieler inzwischen auch vom US-Unternehmen „Roc Nation“ vertreten wird. Entsprechend kurz sind weiterhin die Drähte nach Straßburg.

Für Werder Bremen indes wäre der anvisierte Transfer Karim Coulibaly das letzte fehlende Puzzlestück, um auch selbst auf dem Markt hochkarätigere Lösungen an Land ziehen zu können. Zwar betonen die handelnden Personen stets unisono, auch schon jetzt handlungsfähig zu sein, betonen aber zugleich die schwierigen wirtschaftlichen Voraussetzungen, mit denen Wünsche in Einklang gebracht werden müssten. Ein Verkauf des Youngsters würde da deutlich mehr Handlungsspielraum schaffen. Rein quantitativ wäre Werder für einen Abgang gewappnet, in Marco Friedl, Amos Pieper, Oskar Wojcik, Julian Malatini und Mick Schmetgens stehen weitere Innenverteidiger im Kader, auch der immer wieder von körperlichen Beschwerden geplagte Niklas Stark ist noch da. (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/DeFodi

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