Werder-Transfer-News
Neue Gespräche wegen Bittencourt? Das sagt Werders Profi-Chef Niemeyer
Das Aus von Leonardo Bittencourt bei Werder Bremen war schon beschlossen. Könnte sich daran doch nochmal etwas ändern? Der Verein äußert sich deutlich.
Womöglich muss Leonardo Bittencourt am Samstag auf die Bank. Weil Cameron Puertas beim SV Werder Bremen nach abgebrummter Gelbsperre vor einer Rückkehr in die Startelf steht und sich zudem Jens Stage anschickt, pünktlich zum Nordderby gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) fit zu sein. Am Dienstag jedenfalls stand der Däne für eine individuelle Einheit auf dem Trainingsplatz, während die Teamkollegen einen freien Tag genießen durften. Aber womöglich kommt es auch anders – nämlich dann, wenn Chefcoach Daniel Thioune nicht auf die Emotionalität Bittencourts in dieser so brisanten Begegnung verzichten möchte. Zuletzt gegen Köln (1:3) jedenfalls war der Mittelfeldspieler diesbezüglich in seinem Element, denn er moserte, diskutierte und legte sich reihenweise mit den Gegenspielern an. Aber spielerisch unterliefen ihm auch Fehler. Trotzdem ist Bittencourt anders als früher wieder ein Faktor beim SVW, was regelmäßig die Frage aufwirft, ob es für den Routinier, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft und nicht verlängert wurde, doch noch an der Weser weitergeht.
Werder Bremen plant wegen Aus von Leonardo Bittencourt nicht um: „Wir haben uns klar positioniert“
Zu Wochenbeginn jedenfalls hatte der Bezahlsender Sky vermeldet, dass in der Geschäftsführung am Osterdeich derzeit über eine Weiterbeschäftigung Leonardo Bittencourts nachgedacht werde – wenngleich kein neues Angebot vorliegt. Wie die DeichStube bereits vor einigen Wochen berichtet hatte, soll der gebürtige Leipziger durchaus offen für etwaige Gespräche sein, allerdings sei ein Umdenken bei den Verantwortlichen unwahrscheinlich. Und dieser Status quo gilt noch immer. „An unserer Haltung hat sich nichts geändert“, bestätigt Peter Niemeyer, Werder Bremens Leiter Profifußball, auf Nachfrage. „Wir haben uns klar positioniert, Leo hat das ebenfalls getan. Deshalb gibt es da aktuell auch keine weiteren Gespräche.“
Kein neuer Vertrag für Leonardo Bittencourt bei Werder Bremen: Zukunft des Routiniers offen
Somit läuft sie weiter, Bittencourts Abschiedstour in der Hansestadt. Geht es nicht in die Relegation, dann sind es noch fünf Pflichtpartien, in denen das Mitglied des Mannschaftrates bei Werder Bremen um den Klassenerhalt mitkämpfen kann. Was danach passiert, ist offen. Interesse aus der Bundesliga gibt es, nach DeichStube-Informationen befasst sich etwa der 1. FC Union Berlin mit dem ablösefreien 32-Jährigen. Auch Clubs aus der US-amerikanischen MLS stünden einer Verpflichtung von Leonardo Bittencourt offen gegenüber, ein Engagement in Brasilien ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. (mbü)
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