Werder-Transfer-News
„Aktuell können wir keinen Spieler abgeben“: Werder-Sportchef Baumann schiebt Rapp-Transfer vorerst den Riegel vor
Der SV Werder Bremen wird einem Transfer von Nicolai Rapp vorerst nicht zustimmen. Dafür gibt es auch einen ganz bestimmten Grund, wie Sportchef Frank Baumann gegenüber der DeichStube betonte.
Bremen – Schon seit Wochen ist das Interesse beim SV Werder Bremen klar hinterlegt: Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC möchte Nicolai Rapp gerne sofort verpflichten. Auch der Mittelfeldspieler könnte sich ob seiner Reservistenrolle an der Weser dem Vernehmen nach eine neue Herausforderung vorstellen. Doch einen Winterwechsel wird es vorerst nicht geben, wie Sportchef Frank Baumann nun auf Nachfrage der DeichStube erklärte. „Aktuell können und wollen wir keinen Spieler abgeben“, sagte der 48-jährige Ex-Profi mit Blick auf einen möglichen Rapp-Abgang und spielte damit auch auf die ohnehin schon dünne Personaldecke der Grün-Weißen an.
In eine ähnliche Kerbe hatte zuletzt bereits Clemens Fritz als Werder Bremens Leiter Profifußball geschlagen und betont: „Wir wissen um die Breite in unserem Kader. Bevor wir jemanden abgeben, bräuchten wir schon Alternativen.“ Doch diese fehlen weiterhin, Neuzugänge wurden noch keine an Land gezogen. Dafür kehrte zumindest Nicolai Rapp, der in dieser Saison auch wegen einer Fußverletzung mit lediglich drei Bundesliga-Einsätzen noch kein großer Faktor beim SV Werder Bremen war, zum Wochenstart ins Mannschaftstraining zurück und dürfte ein Kader-Kandidat für das kommende Auswärtsspiel beim VfL Bochum (Sonntag, 15.30 Uhr, im DeichStube-Liveticker) sein. „Sein Fokus liegt voll darauf, nach seiner Verletzung wieder richtig fit zu werden“, sagt Baumann über Nicolai Rapp: „Alles andere wird man sehen.“
Werder Bremens Ole Werner würde Transfer von Nicolai Rapp nicht gutheißen
Zumindest so viel scheint sicher: Ein Abgang Nicolai Rapps würde Trainer Ole Werner nicht schmecken. Nicht umsonst hatte der Chefcoach des SV Werder Bremen zuletzt mehrfach öffentlich den aus seiner Sicht zu dünn besetzten Kader kritisiert und nach der 1:3-Testspiel-Pleite gegen Braunschweig sogar konstatiert: „Ohne Neuzugänge wird es nicht reichen.“ Und: Bereits Rapps Leihwechsel zum 1. FC Kaiserslautern im vergangenen Winter hatte Werner nicht gefallen. Der 35-Jährige schätzt Rapps Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit und könnte auf diese – angesichts der Ausfälle von Amos Pieper (Knöchelbruch), Naby Keita (Afrika-Cup) und vielleicht auch Milos Veljkovic (Knieprobleme) – womöglich schon sehr bald wieder angewiesen sein. (mwi/dco)