Werder-Transfer-News

Für Sommer-Transfer? Werder-Dauerbrenner Romano Schmid trennt sich von seinem Berater – und erhält großes Lob von Coach Werner

Hinter Werder Bremens Romano Schmid liegt ein starkes Jahr 2024. Jetzt hat sich der Offensivmann von seinem Berater getrennt - um sich auf einen Sommer-Transfer vorzubereiten?
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Hinter Werder Bremens Romano Schmid liegt ein starkes Jahr 2024. Jetzt hat sich der Offensivmann von seinem Berater getrennt - um sich auf einen Sommer-Transfer vorzubereiten?

Hinter Romano Schmid liegt ein starkes Jahr bei Werder Bremen, das zuletzt aber merklich Körner gekostet hat. Nach Informationen der DeichStube hat sich der Österreicher nun von seinem Berater getrennt - um sich auf einen Sommer-Transfer vorzubereiten?

Bremen – Die Zahl liest sich absolut beeindruckend: 47. So viele Pflichtspiele hat Romano Schmid im Kalenderjahr 2024 bereits für Verein und Nationalteam bestritten. Eine einzige Partie verpasste Schmid Mitte März gegen Union Berlin aufgrund einer Gelbsperre. In der laufenden Saison stand der gebürtige Grazer sogar in jedem der bisher 22 Pflichtspiele von Beginn an auf dem Rasen und ist nicht nur beim SV Werder Bremen zum unangefochtenen Leistungsträger gereift, sondern zählt auch in der österreichischen Nationalmannschaft längst zum Stammpersonal. Zum Jahresende scheint dem quirligen Offensivmann nun aber etwas die Puste auszugehen, was Cheftrainer Ole Werner angesichts des enormen Pensums nicht weiter verwundert.

Werder Bremen-Trainer Ole Werner adelt Romano Schmid: „Das ist nicht hoch genug zu bewerten“

„Romano hat ein Jahr erlebt, in dem viel los war und in dem er wenig längere Pausen hatte“, erinnert sich der 36-Jährige und zählt auf: „Er hat es zum Nationalspieler geschafft, der sehr verlässlich für Österreich von Beginn an spielt. Er hat ein Turnier gespielt im Sommer, hatte mit der österreichischen Nationalmannschaft vor kurzem auch weitere Reisen bis nach Kasachstan. Das ist schon ein Pensum. Deshalb ist es normal, dass er vielleicht am Ende des Jahres diese Spiele merkt.“
 
In der Tat hatte Romano Schmid nach einer starken Europameisterschaft mit vier Einsätzen und einem Treffer schon im Sommer kaum Zeit zum Durchatmen, in der Folge gab es auch bei den Grün-Weißen keine Rotation. Und obwohl Werder Bremens 1,68 Meter großem Dauerbrenner zuletzt mitunter die Klarheit in den Offensivaktionen fehlte, bricht Ole Werner nun eine Lanze für den 24-Jährigen. „Es kann sein, dass er in den letzten Wochen in der einen oder anderen Situation auch mal ungenauer als zuvor war“, räumt Werner zwar ein, „aber das ändert nichts an seiner Bedeutung für unser Spiel. Er gibt uns als Mannschaft immer noch so viel Energie und Kraft auf dem Platz“, lobt der Bremer Coach und nennt dafür exemplarisch zwei Beispiele.

Für Sommer-Transfer? Werder Bremens Romano Schmid trennt sich von seinem Berater

„Im Heimspiel gegen Kiel ist er derjenige, der in der 85. Minute einem langen Ball von Milos Veljkovic nachgeht, den für uns gewinnt, gegen zwei Leute behauptet und auf Keke Topp rauslegt.“ Dieser bereitete mit seiner Flanke bekanntlich das Siegtor durch Oliver Burke vor. „Gegen Darmstadt schießt Derrick Köhn den Ball in der 90. Minute fast in den ersten Rang und da jemandem die Teetasse aus der Hand – Romano rennt aber noch hinterher, kratzt den Ball von der Außenlinie, behauptet sich gegen zwei Leute, steckt den Ball auf Leo Bittencourt durch, der einen Freistoß rausholt, der am Ende zum Siegtor führt“, erinnert sich Ole Werner lebhaft den Eifer Schmids, dessen Marktwert das Branchenportal „transfermarkt.de“ mit 13 Millionen Euro beziffert, womit der Mittelfeldspieler derzeit mit Abstand wertvollster Profi des SV Werder Bremen ist. „Das waren zwei fast aussichtslose Situationen, in denen einer hinterhergelaufen ist. Und das war Romano. Wenn man sich anschaut, wie viele Spiele er dieses Jahr gemacht hat, ist das nicht hoch genug zu bewerten. Und deshalb ist er für uns ein Spieler, der extrem wichtig und schwer zu ersetzen ist, wenn er mal nicht da ist.“ Schmids Qualitäten rufen dabei freilich längst auch andere Vereine auf den Plan: So soll sich unter anderem Premier-League-Club Aston Villa sehr für den Spielmacher interessieren.
 
Auch wenn Werder im Falle eines Schmid-Transfers eine satte Ablöse winken würde, hatte Sportchef Clemens Fritz einen Winter-Wechsel zuletzt kategorisch ausgeschlossen. Doch spätestens im Sommer werden die Karten neu gemischt. Zumal Schmid, dessen Vertrag am Osterdeich bis zum 30. Juni 2026 läuft, dann den nächsten Karriereschritt anstreben soll. Dazu passt, dass sich der Österreicher nach Informationen der DeichStube gerade erst von seiner Berateragentur SEG getrennt hat. Die Suche nach einem neuen Agenten blieb für den Offensivmann bislang zwar erfolglos, soll Romano Schmid aufgrund der großen Nachfrage rund um seine Person zuletzt aber intensiv beschäftigt haben. Auch deshalb will sich der Profi nun erst einmal wieder voll auf die kommenden sportlichen Aufgaben mit dem SV Werder fokussieren. Sollte er dabei er auch im kommenden Jahr an seine starken Auftritte aus 2024 anknüpfen, dürfte er für die Bremer nach der Saison kaum zu halten sein. (mwi)

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