Noch kein Angebot für Schmid
„Wir planen fest mit ihm“: Romano Schmid steht nach der EM bei mehreren Clubs auf dem Zettel – Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz lässt das kalt
Romano Schmid hat sich dank starker Auftritte in den Fokus anderer Vereine gespielt. Werder Bremen hat aber kein Interesse, den Österreicher ziehen zu lassen.
Bremen – Den ersten Arbeitstag der neuen Saison – Romano Schmid wird ihn in gut zwei Wochen in seiner Heimat Österreich antreten. Während des Zillertal-Trainingslagers, so der aktuelle Plan, erwartet der SV Werder Bremen seinen Mittelfeldspieler zurück im Kreise der Mannschaft, nachdem sich der 24-Jährige zuvor ausgiebig von den Strapazen während der EM in Deutschland erholt hat. Mit Österreich war für Schmid im Achtelfinale gegen die Türkei Schluss, seitdem macht er Urlaub – vermutlich in dem Wissen, dass das Turnier für ihn persönlich ein voller Erfolg war. Denn das war es.
„Romano hat ein tolles Turnier gespielt und in die österreichische Nationalmannschaft das hineingetragen, was ihn auch bei uns ausmacht“, sagt Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube. Hatte sich Schmid in den Gruppenspielen gegen Frankreich (0:1) und Polen (3:1) noch mit der Rolle des Jokers begnügen müssen, durfte er gegen die Niederlande von Beginn an ran – und überzeugte beim 3:2-Erfolg prompt als Torschütze. Danach blieb Schmid im Team und stand auch im Achtelfinale gegen die Türkei (1:2) in der Startelf.
Werder Bremen liegt nach Deichstube-Infos noch kein Angebot für Romano Schmid vor
„Dass er sich in einem so starken Kader wie dem von Österreich behauptet hat, spricht für seine Qualität“, sagt Fritz. Ganz ungefährlich ist Schmids derzeitige Formkurve für Werder aber natürlich nicht. Wie zu erfahren ist, hat der Österreicher inzwischen das Interesse mehrerer Clubs geweckt. Nach Informationen der DeichStube liegt in Bremen bisher aber noch kein Angebot vor. Was sich freilich noch ändern kann. Klar ist: Ein Verkauf Romano Schmids (Vertrag bis 2026) würde Werder viel Geld einbringen, der aktuelle Marktwert des Spielers wird vom Branchenportal „transfermarkt.de“ auf zehn Millionen Euro geschätzt, was den Techniker zum wertvollsten Werder-Profi macht. Andererseits wäre Schmids Abgang sportlich jedoch ein herber Verlust.
„Ich mache mir keine Sorgen, dass er in der nächsten Saison nicht mehr bei uns sein könnte, denn danach sieht es nicht aus“, betont Sportchef Fritz. „Wir planen fest mit ihm.“ Wie gesagt, ab dem 24. Juli, also nach Romano Schmids Urlaub wieder. Fritz: „Er wird jetzt etwas Zeit brauchen, um das Achtelfinal-Aus zu verdauen, aber danach mit freiem Kopf zu uns zurückkehren.“ (dco)