Werder-Transfer-News
Last-Minute-Wechsel? Werder-Torschütze Schmid spricht nach Leverkusen-Spektakel über Zukunft – und hat sein Handy fest im Blick
Bis Montagabend ist das Transferfenster noch geöffnet und Leistungsträger Romano Schmid könnte den SV Werder Bremen noch verlassen. Der Profi spricht über seine Zukunft.
Bremen – In Frankfurt stand Romano Schmid nach der derben 1:4-Pleite des SV Werder Bremen noch bitterlich weinend auf dem Rasen – nach der spektakulären Aufholjagd gegen Bayer Leverkusen, die der Österreicher mit einem souverän verwandelten Foulelfmeter vor der Halbzeit eingeleitet hatte, und die tatsächlich noch in einem Last-Minute-Remis mündete (3:3), sah die Gefühlswelt des 25-jährigen Österreichers wenig überraschend anders aus. Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer strahlte dieses Mal, als er vor die Bremer Journalisten trat. Und doch präsentierte sich Schmid auch nachdenklich, was ausdrücklich nicht an seinem Hexenschuss lag, den er sich tags zuvor zugezogen hatte.
Transfer am Deadline Day? Romano Schmid lässt Verbleib beim SV Werder Bremen offen
„Ich bin gestern aufgestanden und konnte mich nicht mehr bewegen. Ich habe einen steifen Nacken, aber keine Ahnung, woher“, verriet Romano Schmid, der sich in den vergangenen Wochen viele Gedanken gemacht hat. Über seine Zukunft, einen möglichen Wechsel und seine neue Rolle unter Trainer Horst Steffen, bei dem der Nationalspieler plötzlich als Vorbild für die Youngster Karim Coulibaly, Patrice Covic und Co. fungieren soll. Die große Frage, ob er in den nächsten beiden Tagen noch den Verein verlässt oder auch am Montagabend, wenn sich das Transferfenster in der Bundesliga um 20 Uhr offiziell schließt, weiter Spieler des SV Werder Bremen bleibt, konnten aber weder Schmid noch die Verantwortlichen am Osterdeich final beantworten.
„Da kann ich nichts zu sagen“, erklärte Romano Schmid – und tat es dann doch: „Stand jetzt bin ich Werder-Spieler. Ich habe Vertrag und bin gerne hier. Morgen fahre ich abends zur Nationalmannschaft und mehr weiß ich nicht.“ Ausschließen wollte und konnte Schmid einen Last-Minute-Transfer weiter nicht. „Ich muss jetzt erstmal auf mein Handy gucken“, sagte er nur und erklärte auf Nachfrage immerhin, dass er nicht den Eindruck habe, dass dieses spektakuläre Heimspiel sein letztes für den SV Werder Bremen gewesen sei. Endgültig vom Tisch ist ein Wechsel damit aber nicht. Nach Informationen der DeichStube liegen Werder für Schmid zwar weiter keine konkreten Angebote auf dem Tisch. Das könnte sich bis Montagabend aber naturgemäß noch ändern.
Neue Rolle beim SV Werder Bremen oder Transfer: Romano Schmid lässt Zukunft offen
Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz zeigte sich nach dem Leverkusen-Spiel immerhin ebenfalls vorsichtig optimistisch, was einen Verbleib von Romano Schmid angeht. Auf die Frage, ob er erwarte, dass der Grazer nach der Länderspielpause nach Bremen zurückkehren würde, antwortete der 44-Jährige: „Ich gehe davon aus.“ Und auch Trainer Horst Steffen hatte nach Spielschluss ein gutes Bauchgefühl, was einen Verbleib seines Offensivspielers betrifft. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Romano ein Teil dieser Gruppe bleibt“, sagte der 56-Jährige auf Nachfrage.
Dabei hatte es in Schmid zuletzt spürbar gearbeitet. Die vielen Probleme des Vereins – die schleppende Vorbereitung, der Transferstau, die Verletztenmisere und der verkorkste Saisonstart - waren auch am gebürtigen Grazer nicht spurlos vorbeigegangen. Zumal Romano Schmid seine ideale Position in Steffens 4-2-3-1-System noch nicht gefunden zu haben schien. „Es ist eine nicht so leichte Situation“, bestätigte Schmid. „Ich glaube, das Leben prüft einen immer auf eine bestimmte Art und Weise. Und vielleicht ist das ja meine nächste Challenge, dass ich hier noch mehr zum Führungsspieler reifen, noch mehr junge Spieler heranführen und ihnen helfen soll. Das ist nicht immer ganz so leicht, aber vielleicht ist das mein Weg, dass ich nicht nur auf mich schauen, sondern für die anderen da sein soll.“ Und doch wird der Profi des SV Werder Bremen sein Handy in den kommenden 48 Stunden weiter fest im Blick haben, schließlich kann sich auf dem Transfermarkt noch einiges tun. „Vielleicht habe ich ja deshalb Nacken“, scherzte Schmid zum Abschied mit einem breiten Grinsen. (mwi/bvo)
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