Werder-Verteidiger über Teamkollegen

„Ich spreche da für die ganze Mannschaft“: Werder-Kapitän Marco Friedl hofft auf Verbleib von Romano Schmid

Noch steht nicht fest, ob Romano Schmid dem SV Werder Bremen über den Sommer hinaus erhalten bleibt - geht es nach Kapitän Marco Friedl, ist die Entscheidung aber klar.

Zell am Ziller – Mal gab Romano Schmid den Aushilfstorhüter und warf sich durch den Fünfmeterraum, dann animierte er die Zuschauer bei einem Freistoßwettbewerb enthusiastisch zum Klatschen oder grätschte auf dem seifigen Untergrund übertrieben ehrgeizig in ein harmloses Zuspiel. Der 25-Jährige hat an nahezu jedem Tag im Zillertal für beste Unterhaltung auf den Rängen gesorgt, die Fans mehrmals herzhaft lachen lassen. Für einen Menschen wie ihn dürfte irgendwann einmal der Begriff „Das Kind im Manne“ kreiert worden sein. Keine Spur jedenfalls davon, dass der Österreicher mit seinen Gedanken woanders sein könnte – bei einem anderen Club etwa. Schließlich gilt Schmid nach wie vor als Abgangskandidat, doch nach Informationen der DeichStube ist es in dieser Hinsicht weiterhin ruhig um den Mittelfeldspieler, der kürzlich abermals den Berater gewechselt hat. Marco Friedl, Kapitän des SV Werder Bremen, hat beim Trainingslager zwar auch abseits des Rasens ziemlich viel Zeit mit seinem Teamkollegen verbracht, kann aber auch keine neuen Erkenntnisse beisteuern.

Marco Friedl (links) hofft, dass Romano Schmid (rechts) dem SV Werder Bremen auch über den Sommer hinaus erhalten bleibt.

Werder Bremens Marco Friedl über Romano Schmid: „Ich wünsche mir sehr, dass er hierbleibt“

„Romano hat den Kniffel-Tisch verlassen, weil er nicht so gut performt hat“, sagt der 27-Jährige grinsend und schiebt hinterher: „Deshalb haben wir nicht darüber gesprochen.“ So richtig wohl fühlt sich der Abwehrchef allerdings nicht beim Gedanken, dass Romano Schmid den SV Werder Bremen in den nächsten Wochen womöglich noch verlassen könnte. „Fakt ist, dass ich mir – und da spreche ich für die ganze Mannschaft – sehr wünsche, dass er hierbleibt“, betont Marco Friedl, der jedoch natürlich ganz genau weiß, dass es in diesem Geschäft keinerlei Garantien gibt. „Im Fußball geht es oft schnell, es kann viel passieren“, meint der Innenverteidiger. Bei einem Marktwert von 17 Millionen Euro könnte Werder bei einem Abschied finanziell ordentlich profitieren – müsste sportlich aber auch Personal nachlegen. Bis zum 1. September ist das Transferfenster noch geöffnet, ein ganz spannender Monat liegt also noch vor Romano Schmid und den Bremern. Mal sehen, ob der Nationalspieler auch danach noch für lachende Gesichter bei Werder sorgen wird. In welcher Form auch immer. (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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