Nach Transfer im Sommer
Karriereende, Anlaufschwierigkeiten und Stammplatz: So läuft es bei Werder Bremens Sommer-Abgängen
Eren Dinkci, Jiri Pavlenka, Nick Woltemade, Dudu und Christian Groß: Wie sich die Sommer-Abgänge des SV Werder Bremen bei ihren neuen Clubs schlagen.
Bremen – Sieben Spieler haben den SV Werder Bremen im vergangenen Sommer verlassen. Dawid Kownacki und Dikeni Salifou zunächst nur per Leihe, fünf weitere Profis wurden zudem fest abgegeben. Die DeichStube hat nachgeschaut und klärt auf, wie es für Jiri Pavlenka, Christian Groß und Co. mittlerweile läuft.
Eren Dinkci spricht über Startschwierigkeiten beim SC Freiburg: So läuft es für Werder Bremens Sommer-Abgänge
Eren Dinkci: Für eine Ablösesumme in Höhe von fünf Millionen Euro wechselte der Offensivspieler im vergangenen Sommer von Werder Bremen zu Bundesliga-Konkurrent SC Freiburg, nachdem er im Vorjahr als Leihspieler beim 1. FC Heidenheim überzeugt hatte (zehn Tore, fünf Vorlagen). Im Breisgau hapert es dagegen noch etwas, wie Dinkci selbst kürzlich im Interview mit dem „kicker“ zugab. „Für mich persönlich ist es schwieriger, sich in so eine Einheit zu integrieren, die schon sehr eng zusammensteht“, sagte der gebürtige Bremer, den zwischendurch auch kleine Verletzungen zurückgeworfen hatten. Von 15 möglichen Bundesliga-Partien stand Dinkci in deren elf auf dem Platz, immerhin siebenmal fand er sich zudem in der Startelf wieder. „Die Spiele, die ich absolviert habe, waren gut. Auch wenn die Scorerpunkte fehlen. Mir ist bewusst, dass man auch daran gemessen wird.“ Lediglich zwei Vorlagen stehen für ihn aktuell zu Buche.
Nach Transfer: So läuft es für Jiri Pavlenka und Nick Woltemade nach Abgang vom SV Werder Bremen
Jiri Pavlenka: Nach sieben Jahren beim SV Werder Bremen war Jiri Pavlenka im Sommer 2024 zunächst vereinslos, fand erst am 30. September in PAOK Saloniki einen neuen Club. Dort trägt der tschechische Torhüter zwar die Rückennummer eins, ist aber nur die Nummer zwei. In der Liga ist Pavlenka deshalb zum Zuschauen verdammt, immerhin im griechischen Pokalwettbewerb durfte der in Bremen als „Krake“ geschätzte Torhüter aber mitspielen und verhalf seiner Mannschaft im Achtelfinale zum 3:0-Hinspiel- sowie 7:1-Rückspielsieg gegen den Zweitligisten AO Egaleo. Das Viertelfinal-Hinspiel gegen AEK Athen hatte „Pavlas“ dann allerdings verpasst. Beim Rückspiel am Donnerstag könnte er dafür wieder mit dabei sein und dabei helfen, die 0:1-Pleite aus dem Hinspiel noch umzubiegen.
Nick Woltemade: Sein Start beim VfB Stuttgart verlief zunächst unglücklich, wurde er von Trainer Sebastian Hoeneß doch nicht für den Champions-League-Kader berufen. Seither ging es aber stetig bergauf. Nach einigen Kurzeinsätzen kam Woltemade seit dem 10. Spieltag in jeder Bundesliga-Partie zum Einsatz, zuletzt sogar zweimal über die volle Distanz. Auch seine Ausbeute kann sich mit vier Toren und einer Vorlage in jenen sechs Spielen sehen lassen. Beim VfB schätzen sie vor allem die Dribbelstärke und Ballbehauptung des ehemaligen Jugendspielers von Werder Bremen.
Endlich Stammkraft und Karriereende: Wie es für Ex-Profis von Werder Bremen bisher läuft
Dudu: Beim SV Werder Bremen reichte es maximal zur Nummer drei für Eduardo dos Santos Haesler, genannt Dudu. Nachdem sein Vertrag am Osterdeich ausgelaufen war, schloss sich der Torhüter im vergangenen Sommer Drittligist Viktoria Köln an, wo er umgehend zur Stammkraft wurde. Lediglich eine von bisher 19 Partien verpasste der 25-Jährige verletzungsbedingt. Durch drei Siege in Folge mit nur einem Gegentor sind Dudu und Viktoria vor der Winterpause zudem bis auf Rang sechs geklettert. Der Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz drei beträgt nur drei Zähler.
Christian Groß: Seine Profi-Karriere hatte spät beim SV Werder Bremen begonnen, im vergangenen Sommer machte der 35-Jährige dann Schluss und entschied sich überraschenderweise gegen einen Anschlussvertrag bei Werder. Stattdessen heuerte er als Scout bei Bayer Leverkusen an, wollte vorher aber noch mit seiner Familie auf Weltreise gehen. Öffentlich in Erscheinung getreten ist „Grosso“ seitdem nicht mehr. (tos)