Werder-Transfer-News
Der aktuelle Stand bei Werder-Profi Romano Schmid und dessen möglichem Nachfolger Adriano Jagusic
Verlässt Romano Schmid den SV Werder Bremen im Winter in Richtung England - und was läuft da mit Adriano Jagusic? Das ist der aktuelle Stand.
Bremen – Zu behaupten, dass die Drähte kurz sind, wäre beinahe noch untertrieben. Zu häufig hat der SV Werder Bremen in der jüngeren Vergangenheit bereits Geschäfte mit Leeds United gemacht. Ilia Gruev wechselte beispielsweise einst zu den Engländern, allein im vergangenen Sommer holten die Hanseaten in Isaac Schmidt und Maximilian Wöber zwei Akteure des aktuellen Premier-League-Teams per Leihe an die Weser. Insofern wäre es also nicht ungewöhnlich, wenn auch jetzt bezüglich eines eventuellen Transfers von Romano Schmid miteinander gesprochen würde. Doch das ist nach Informationen der DeichStube aktuell nicht der Fall – auch wenn der renommierte Transfer-Experte Fabrizio Romano am Sonntagabend bereits einen nahenden Wechsel in Aussicht stellte. Eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro plus möglicher Bonuszahlungen wurde gar genannt. Komplett still ist es in dieser Angelegenheit zuletzt aber auch nicht gewesen.
Verlässt Romano Schmid den SV Werder Bremen in Richtung Leeds United? Das ist der aktuelle Stand
Und das hängt vor allem mit der Berateragentur des österreichischen Mittelfeldspielers zusammen. Nach DeichStube-Informationen probiert es „CAA Base“ schon seit einigen Monaten mit großem Aufwand, Romano Schmid in der englischen Eliteliga zu platzieren. Die prominente Londoner Agentur kümmert sich seit dem vergangenen Sommer um den Bremer Profi, der innerhalb der vergangenen drei Jahre gleich mehrfach den Berater gewechselt hat, um die bestmögliche Perspektive für seine weitere Karriereplanung zu schaffen. Und wie zu hören ist, hat sich Leeds United vor einigen Wochen tatsächlich mit dem Spieler beschäftigt und Kontakt aufgenommen – doch die ganz heiße Phase erreichte dieser Austausch nicht.
Zudem verpflichtete der Club, bei dem der Deutsche Daniel Farke Trainer ist, gerade erst den argentinischen Spielmacher Facunda Buonanotte von Ligakonkurrent Brighton & Hove Albion. Seitdem ist es merklich stiller geworden, heißt es, die Personalie Romano Schmid wurde nicht weiterverfolgt. „Bei uns hat sich niemand wegen Romano gemeldet. Wir gehen aktuell nicht von einem Wechsel im Winter aus und planen mit ihm für den weiteren Verlauf der Saison“, betonte auch Sportchef Clemens Fritz gegenüber der „Bild“. Auch der britische Journalist und Leeds-Experte Graham Smyth von der „Yorkshire Evening Post“ betonte via „X“: „Eine Verpflichtung gilt als unwahrscheinlich, es sei denn, es passiert etwas Unerwartetes.“ Deutlich wahrscheinlicher sei stattdessen, dass der Verein noch einmal im Sturm nachbessere.
Romano Schmid vor Winter-Transfer nach England? Was dran ist an den jüngsten Gerüchten um Werder Bremen
Ein Schmid-Abschied aus Bremen in diesem Winter ist damit aber nicht automatisch vom Tisch. Zu bemüht ist seine Agentur, zu lang das Transferfenster noch geöffnet. Bis zum 2. Februar ist noch Zeit, um einen Wechsel anzubahnen. Vor allem dann, wenn der Preis stimmt. Werder Bremen ist bekanntlich auf Transfereinnahmen – vor allem besonders hohe – angewiesen, die Verantwortlichen hatten bereits im vergangenen Sommer betont, dass kein Spieler unverkäuflich sei. Entsprechend lang wurde über einen Schmid-Abgang spekuliert, der laut Branchenportal „transfermarkt.de“ momentan einen Marktwert von 17 Millionen Euro besitzt und demnächst mit der Nationalmannschaft seines Heimatlandes zur Weltmeisterschaft reisen dürfte. Bei Bundestrainer Ralf Rangnick spielt Romano Schmid eine große Rolle in den Planungen, zählt mindestens zu den ersten 13 Kandidaten, die für einen Startelfeinsatz in Frage kommen. Wenn nicht gar zu den ersten elf. Das stärkt das eigene Selbstbewusstsein und den Glauben an größere Möglichkeiten als die Bundesliga.
Wie im vergangenen Sommer. Doch Schmid bekam auch die Nebenwirkungen zu spüren. Der 25-Jährige litt nach eigener Aussage unter der quälenden Ungewissheit, denn er wartete ungeduldig auf die passende Offerte. Doch sie kam einfach nicht. „Werder hätte mir keine Steine in den Weg gelegt“, sagte er später. „Es war einfach nichts Passendes dabei.“ So blieb Romano Schmid in Bremen, kämpft im bisherigen Saisonverlauf aber wie einige seiner Kollegen mit Leistungsschwankungen. Trotzdem ist er unangefochtene Stammkraft, müht sich sichtbar um eine mannschaftliche Kurskorrektur. Es wäre eine ganz spannende Frage, wie der SV Werder Bremen diesen Verlust auf die Schnelle kompensieren würde. Egal, ob jetzt oder im Sommer.
Wechselt Adriano Jagusic als Nachfolger von Romano Schmid zu Werder Bremen?
Und genau an dieser Stelle kommt Adriano Jagusic ins Spiel. Der 20-Jährige ist aktuell eine ziemlich heiße Aktie im europäischen Fußball. Der offensive Mittelfeldspieler gefällt beim kroatischen Erstligisten Slaven Belupo, Vereine aus Deutschland, Portugal und Spanien beschäftigen sich nach DeichStube-Informationen mit dem Talent. Wieder war es Transfer-Experte Fabrizio Romano, der einen baldigen Vollzug verkündete und Jagusic für eine Ablöse von sechs Millionen Euro als zeitnahen Akteur des SV Werder Bremen bezeichnete. Rein theoretisch würden beide Puzzleteile also gut ineinanderpassen. Doch auch in diesem Fall ist nichts konkret – wie schon in der Vorwoche, als der Junioren-Nationalspieler schon einmal als fixer Bremer Neuzugang verkündet wurde.
Und doch: Wie zu hören ist, gehört Adriano Jagusic jenem ominösen Schattenkader an, von dem die handelnden Personen am Osterdeich gern sprechen. Er ist einer der Profis, die kommen sollen beziehungsweise könnten, wenn eine elementare Figur den Kader verließe. Eine, wie Romano Schmid. Deshalb besteht nach DeichStube-Informationen auch Kontakt zu Jagusics derzeitigem Arbeitgeber, doch ein schriftliches Angebot gibt es bislang ebenso wenig wie eine andere offizielle Vereinbarung. Noch nicht. (mbü/dco)
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