Werders Winter-Fahrplan
Mini-Vorbereitung, Transfer-Pläne, Personal-Lage: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Werders Trainingsauftakt
Der SV Werder Bremen präpariert sich für die zweite Saisonhälfte - die DeichStube beantwortet vor dem Trainingsauftakt die wichtigsten Fragen!
Bremen – Zwölf freie Tage waren es, die die Profis des SV Werder Bremen seit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (0:0) zum Abschalten und Runterkommen hatten, zum Weihnachten und Silvester feiern, Familie und Freunde treffen. Jetzt kehren sie in den Alltag zurück. Am Freitag bittet Cheftrainer Horst Steffen seine Mannschaft zum Trainingsauftakt. Die erste Einheit des Jahres 2026 beginnt um 14 Uhr auf den Plätzen am Osterdeich und bildet den Auftakt einer Mini-Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt. Viel Zeit, um an fußballerischen Feinheiten zu arbeiten, bleibt den Bremern nicht: Schon in einer Woche, am Samstag, 10. Januar, 15.30 Uhr (DeichStube-Liveticker), steht mit dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim die erste Pflichtaufgabe des neuen Jahres an. Die DeichStube beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Werders Trainingsstart.
An diesem Sonntag: Werder Bremen bestreitet Testspiel gegen Bundesliga-Konkurrenten FC St. Pauli
Wie laufen die nächsten Tage ab? Auf ein Wintertrainingslager verzichtet der SV Werder Bremen auch in 2026, abermals ist das kurze Zeitfenster bis zum Pflichtspielauftakt der Grund dafür. Trainiert wird also am heimischen Weserstadion, wo Cheftrainer Horst Steffen seine Mannschaft am Freitag und Samstag auf das erste und zugleich einzige Testspiel der Winter-Vorbereitung einstimmen wird.
Gegner ist der Liga-Rivale FC St. Pauli, in dessen Millerntorstadion die Bremer am Sonntag, 4. Januar, um 15.30 Uhr (DeichStube-Liveticker) antreten. Das Hinspiel in der Bundesliga hat Werder Bremen Anfang Oktober mit 1:0 für sich entschieden, nun wollen beide Mannschaften gegeneinander ihre Neujahrsform testen. Während die Bremer mit 17 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz überwintern, ist St. Pauli mit zwölf Punkten Tabellensechzehnter. Nach neun (!) Niederlagen in Serie haben die Hamburger um Trainer Alexander Blessin zuletzt allerdings die Kurve bekommen und aus den letzten drei Partien des Jahres 2025 ordentliche fünf Punkte geholt. Werder schleppt aktuell eine fünf Spiele große Sieglosserie mit sich herum.
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Im Anschluss an das Testspiel dürfte es einen Regenerationstag für die Profis des SV Werder Bremen geben, ehe dann ab Dienstag, 6. Januar, die Vorbereitung auf das Ligaspiel gegen den Tabellenfünften TSG Hoffenheim beginnt. Nur drei Tage nach der Partie steht bereits das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund an (Dienstag, 13. Januar, 20.30 Uhr). Komplettiert wird die Englische Woche wiederum nur drei Tage später mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Freitag, 16. Januar, 20.30 Uhr).
Maximilian Wöber und Olivier Deman sollen dem SV Werder Bremen zum Trainingsauftakt wieder zur Verfügung stehen
Wie sieht die Personalsituation aus? Das Lazarett des SV Werder Bremen hat sich in den letzten Wochen des vergangenen Jahres bereits etwas gelichtet, Maximilian Wöber (nach auskuriertem Muskelbündelriss) und Olivier Deman (nach auskuriertem Knöchelbruch) sind bereits ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und werden auch am Freitag auf dem Platz erwartet.
Anders sieht es hingegen bei Felix Agu (Verletzung am Syndesmoseband) aus. Die Rückkehr des 26-Jährigen hatte Trainer Horst Steffen kürzlich auf „eher Ende Januar“ taxiert. Bei Mitchell Weiser (Kreuzbandriss) wird es definitiv noch länger dauern. Zuletzt sprach der Schienenspieler selbst von „vielleicht März oder April“ als Zeitpunkt seines Comebacks. Clemens Fritz, Sportfchef des SV Werder Bremen, erklärt gegenüber der DeichStube: „Die Reha läuft bei Mitch weiterhin planmäßig, wir werden bei ihm aber noch etwas Geduld haben müssen. Wir hoffen, dass er uns bald wieder zur Verfügung steht, setzen ihn dabei aber nicht mit einem konkreten Zeitrahmen unter Druck.“
Auch Victor Boniface (Knorpelschaden im Knie) wird den Trainingsauftakt am Freitag verpassen. Noch ist offen, ob der ausgeliehene Stürmer einer ihm angeratenen OP zustimmt oder nicht. Für den SV Werder Bremen wird Boniface aber so oder so kein Spiel mehr absolvieren.
Transferpläne für den Januar: Werder Bremen will sich mit einem Mittelstürmer verstärken
Wie will sich Werder auf dem Transfermarkt verstärken? Die Bremer halten Ausschau nach einem neuen Mittelstürmer, da der Kader auf dieser Position enorm dünn besetzt ist. Seit dem Ausfall des torlosen Victor Boniface steht in Keke Topp nur noch ein nomineller Neuner zur Verfügung, dem in bisher elf Saisoneinsätzen ebenfalls noch kein Treffer geglückt ist. Heißt: Es besteht dringender Nachbesserungsbedarf, weil die Verantwortlichen des SV Werder Bremen die Lage im Sommer falsch eingeschätzt haben. Nach wochenlanger und letztlich erfolgsloser Stürmersuche einen körperlich unfitten Boniface zu verpflichten, hat sich als großer Fehler entpuppt, der nun bei laufendem Betrieb korrigiert werden muss. Schwierig.
„Wir schauen uns auf dem Markt um und führen Gespräche. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, werden wir im Sturm noch etwas machen“, sagte Sportchef Clemens Fritz unlängst gegenüber der DeichStube. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten sind dabei allerdings stark begrenzt, für einen teuren Transfer ist kein Geld da. Es dürfte also abermals auf ein Leihmodell hinauslaufen. Im Sommer waren gleich sechs Spieler auf diesem Wege an der Weser gelandet. Anders als von Werder Bremen selbst über viele Wochen lang angenommen, darf der Verein laut FIFA-Statuten weitere Spieler ausleihen.
Olivier Deman und Leonardo Bittencourt könnten den SV Werder Bremen im Winter-Transferfenster verlassen
Welche Spieler könnten Werder verlassen? Auf der anderen Seite kann es gut sein, dass Profis dem Osterdeich während des Januars den Rücken kehren. Heißeste Abgangskandidaten sind weiterhin Skelly Alvero, Julian Malatini und Isak Hansen-Aaröen, die sportlich keinerlei Rolle mehr spielen und gehen dürfen, sollten sich denn passende Abnehmer finden. Nach Informationen der DeichStube liegen Werder Bremen kurz nach dem Jahreswechsel noch keine Anfragen für die Spieler vor.
Auch Olivier Deman könnte sich für einen anderen Karriereweg entscheiden. Nach überstandenem Knöchelbruch sondiert der Belgier gerade seine Chancen auf Spielzeit unter Chefcoach Horst Steffen. Angesichts der großen Konkurrenz auf der Linksverteidigerposition ist es denkbar, dass er Werder Bremen verlässt. Theoretisch gilt das auch für Leonardo Bittencourt, der seinen Abschied aus Bremen nach Vertragsende im Sommer bereits verkündet hat. Sollte schon im Winter ein für alle Seiten passendes Angebot auf den Tisch kommen, ist ein vorzeitiger Abgang nicht ausgeschlossen.
Klar ist: Alle Transfers müssen bis zum 2. Februar, 20 Uhr, abgeschlossen sein. Dann schließt das Winter-Wechselfenster in Deutschland. (dco)
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