Werders chinesischer Stürmer
Trennung von Zhang deutet sich an
Bremen - Ein Versuch noch. Wenn der wieder zu nichts führt, geht das Kapitel Yuning Zhang bei Werder Bremen einem schnelleren Ende entgegen als geplant.
Weil für den 21 Jahre alten Stürmer aus China auch nach acht Monaten keine Spielberechtigung für die U 23 vorliegt und die Aussichten, dass sich daran noch etwas ändert, nach wie vor ungewiss sind, denkt Werder-Sportchef Frank Baumann über eine vorzeitige Trennung im Sommer nach: „Wenn er keine Spielberechtigung für die U23 bekommt, müssen wir andere Wege prüfen.“
Zhang braucht Sondergenehmigung
Anfang Juli des vergangenen Jahres hatten die Bremer den Chinesen für zwei Jahre von West Bromwich Albion ausgeliehen. Dass der Transfer Teil eines Sponsorendeals mit einem chinesischen Unternehmen war, wurde schnell klar. Aber Zhang, dem für die Bundesliga-Truppe die Qualität fehlt, hätte wenigstens in der U 23 spielen sollen. Wofür er als Chinese aber eine Sondergenehmigung braucht. Die zu erwirken, ist das bislang unerreichte Ziel des SV Werder. Aktuell sieht der Club wieder eine Chance, dass es doch noch klappen könnte. „Wir arbeiten weiter daran. Im April, Mai wissen wir, wie wahrscheinlich es ist“, sagt Baumann.
Yuning Zhang: Seine Karriere in Bildern




Zerschlägt sich auch diese, offenbar letzte Hoffnung, würde es keinen Sinn mehr machen, Zhang in Bremen zu belassen. Allerdings muss man generell fragen, wie sinnvoll es wäre, Zhang in die Regionalliga zu packen. Die U23 befindet sich gerade im freien Fall dorthin – und ob die vierte Spielklasse das ist, was sich Zhang und der Apparat an Personen und Firmen, die hinter ihm stehen, wünschen? Baumann tut so, als ob es so wäre: „Wenn er die Spielberechtigung bekommt, bleibt er auf jeden Fall. Wir sehen in Yuning nach wie vor das Potenzial, sich zu einem Bundesliga-Spieler zu entwickeln. Aber in seinem Alter braucht er regelmäßige Spielpraxis.“
Wenn der Chinese eine weitere Saison nur bei den Profis mittrainieren würde, ohne zu echten Einsätzen zu kommen, sei niemandem geholfen. „Auch West Brom wünscht sich, dass Yuning Erfahrungen sammeln kann. Wenn das bei uns nicht möglich ist, brauchen wir eine andere Lösung“, erklärt Baumann.
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