Werder-Profi trifft in Heidenheim
Werders Mittelfeldsäule Stage gewinnt Wettlauf mit der Zeit und ist doch maßlos enttäuscht
Jens Stage wurde rechtzeitig zum Spiel des SV Werder Bremen beim 1. FC Heidenheim fit und erzielte sogar ein Tor - nach der Partie herrschte jedoch auch beim Dänen große Enttäuschung!
Heidenheim – Eine schmerzhafte Landung auf dem Rasen hatte Jens Stage in der Voith-Arena überstanden, dann noch seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 bejubelt – und am Ende doch enttäuscht die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Mit dem Remis beim 1. FC Heidenheim konnte sich der Mittelfeldakteur des SV Werder Bremen so gar nicht anfreunden. „Wenn du zwei Mal führst, kannst du nicht zufrieden sein“, meinte der Däne nach der Partie an der Brenz. Und sprach damit das aus, was viele seiner Mitspieler und auch Fans dachten.
Werder Bremens Jens Stage: „Heidenheim war in gewissen Perioden die bessere Mannschaft“
Doch es war nicht allein das Resultat, das störte, sondern auch die fußballerische Darbietung an sich. „Die erste Halbzeit war nicht gut genug“, sagte Jens Stage selbstkritisch. Auch er hatte in Abwesenheit seines gewohnten Nebenmannes Senne Lynen enorme Probleme gehabt, die Freiräume vor der eigenen Abwehrkette zu schließen. Dass Cameron Puertas als zweiter Sechser an diesem Nachmittag obendrein ziemlich enttäuschte, machte die ganze Angelegenheit nicht einfacher. Da besserte die mannschaftliche Steigerung nach dem Seitenwechsel die Laune nur bedingt auf. „Am Ende vom Spiel war es besser, in der zweiten Halbzeit haben wir eine bessere Leistung gezeigt“, meinte der Mittelfeldprofi des SV Werder Bremen, gab aber auch zu: „Heidenheim war in gewissen Perioden die bessere Mannschaft.“
Und somit war aus seiner Sicht vermutlich die beste Nachricht des Tages, dass sein Körper durchgehalten hatte. Zur Erinnerung: Der Leistungsträger des SV Werder Bremen hatte sich zwei Wochen zuvor während des Heimspiels gegen St. Pauli eine Prellung des Brustkorbs eingehandelt, sein Einsatz gegen den 1. FC Heidenheim stand lange auf der Kippe. Noch am vergangenen Donnerstag sei laut Trainer Horst Steffen unklar gewesen, ob Stage auflaufen könne. Erst am Freitag verzogen sich allmählich die Zweifel. Und jetzt? Wird Jens Stage mit Blick auf die nahende Partie gegen den 1. FC Union Berlin (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) bei den vorbereitenden Einheiten wieder kürzertreten müssen? „So wie er gespielt hat bis zum Schluss gehe ich davon aus, dass es überstanden ist“, hoffte Horst Steffen. „Und dann darf er gerne wieder ein Tor schießen.“ (mbü)
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