Werder-Talent in Japans Olympia-Kader
Nach Keita: U23-Spieler Sato ist die nächste Olympia-Überraschung bei Werder
Der SV Werder Bremen hat einen zweiten Olympia-Fahrer: Nach Naby Keita fährt auch Kein Sato nach Paris. Das U23-Talent steht im Olympia-Kader der japanischen Nationalmannschaft.
Bremen – Bereits die Nominierung von Naby Keita für den Olympia-Kader Guineas hatte für Aufsehen gesorgt. Jetzt ist überraschend noch ein Spieler des SV Werder Bremen beim sportlichen Großereignis in Frankreich dabei, mit dem im ersten Augenblick wohl kaum einer gerechnet hätte: Kein Sato – aus der U23 der Grün-Weißen. „Wir haben am Morgen die Einladung erhalten. Wie Naby ist auch er nominiert. Kein fliegt zu Beginn der kommenden Woche nach Frankreich zum Olympia-Team“, sagte Sportchef Clemens Fritz der „Bild“.
Werder Bremens Clemens Fritz über Kein Sato: „Wir trauen ihm zu, den Sprung zu den Profis zu schaffen“
Die Nominierung Satos ist insofern verblüffend, weil der Linksaußen des SV Werder Bremen, der erst im vergangenen Sommer von der Meiji Universität an den Osterdeich gewechselt war, in der abgelaufenen Saison lediglich in der fünftklassigen Bremen-Liga Spielpraxis gesammelt hatte. Was eigentlich kaum als Bewerbungsschreiben für die internationale Fußballbühne taugen dürfte. Allerdings hatte Kein Sato mit der japanischen U23-Nationalmannschaft im Mai auch den Asien-Cup gewonnen und sich so mit den „Samurai Blue“ für die Olympischen Spiele qualifiziert.
Wer international so viel Aufsehen erregt, der müsste sich doch eigentlich auch im eigenen Stall für höhere Aufgaben empfehlen können, oder? Immerhin hatte es Kein Sato in der abgelaufenen Saison zumindest drei Mal in den Bundesliga-Spieltagskader des SV Werder Bremen geschafft. „Kein ist ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der sich gut eingebracht hat“, lobte Sportchef Clemens Fritz - und fügte an: „Wir trauen ihm zu, den Sprung zu den Profis zu schaffen. Aber er muss Schritt für Schritt gehen und sich jetzt erst mal in der Regionalliga beweisen.“ Doch zuvor macht Sato bei Olympia Station, wo er mit Japan Ende Juli in der Gruppe D auf Paraguay, Mali und Israel trifft. (mwi)