Auch dank Tempo?
Neue Offensiv-Rolle für Agu? Positionswechsel bei Werder nicht ausgeschlossen
Bekommt Felix Agu beim SV Werder Bremen eine neue Position? Trainer Daniel Thioune gibt einen Einblick in die Planungen mit dem Außenverteidiger.
Gleich zweimal flog der Ball unhaltbar in den Winkel, auch in weiteren Momenten der Trainingswoche des SV Werder Bremen war Felix Agu erfrischend häufig in Abschlussaktionen verwickelt. Und nutzte sie mehrfach. Kurzum: Für den 26-jährigen Linksverteidiger ging es keineswegs nur darum, Defensivaufgaben zu erfüllen. Ein Umstand, der allerdings nicht nur aus der personellen Not heraus entstand, sondern auf einem tiefergehenden Plan fußt, wie Cheftrainer Daniel Thioune erklärt.
So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig aussehen!
Offensivere Rolle für Felix Agu bei Werder Bremen? Trainer Daniel Thioune erklärt Überlegungen
„Wir haben sehr viel mit Felix ausprobiert, weil ich weiß, wie hoch seine Flexibilität ist und wo er uns überall Qualität geben kann“, beschreibt Thioune die Lage mit Blick auf die Einheiten während der Länderspielphase. Das große Plus von Felix Agu ist in diesem Gesamtpaket dessen Tempo. Auch in der laufenden Saison hatte er hinter Justin Njinmah (35,89 km/h) die zweithöchste Sprint-Geschwindigkeit aller Profis des SV Werder Bremen zu bieten (35,51 km/h). „Das ist eine Fähigkeit, die uns in jeglicher Spielphase helfen kann“, sagt Thioune.
Und in verschiedenen Mannschaftsteilen. Zuletzt hat der Bremer Coach etwa Agu-Konkurrent Olivier Deman als „unersetzlich“ bezeichnet, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass der Belgier nun plötzlich beim Heimspiel gegen RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auf die Bank muss. Deshalb könnte der nigerianische Nationalspieler eventuell auf die rechte Seite wechseln, wo sonst Yukinari Sugawara unterwegs ist. Oder aber Felix Agu rückt etwas nach vorne, bildet mit offensiver Ausrichtung gemeinsam mit Deman den kompletten linken Flügel bei Werder Bremen. „Genau diese Überlegungen haben wir auch“, bestätigt Thioune. „Im Testspiel gegen unsere U23 hat er zum Beispiel auf der linken offensiven Position gespielt, weil ich glaube, dass es funktionieren kann.“ Zumal Samuel Mbangula dort zuletzt gegen Wolfsburg nicht wirklich überzeugte.
Felix Agu gehört für Daniel Thioune in die erste Elf bei Werder Bremen – aber wo soll er spielen?
Welche Rolle es am Ende genau wird, lässt Thioune offen. Womöglich kommt Felix Agu auch erst von der Bank ins Spiel – aber eigentlich eher ungern. „Wenn er fit und bei 100 Prozent ist, dann gehört er aus meiner Sicht auf den Platz“, betont der 51-jährige Übungsleiter des SV Werder Bremen. „Jetzt müssen wir definieren, wo wir ihn auf den Platz schicken. Das wird man aber erst Samstag sehen, weil ich das vorher noch für mich behalte.“ (mbü)
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