Werder-Profi einsam im Zillertal
Leo löst nun Kreuzworträtsel: Verletzungspech bei Werder trifft Bittencourt besonders hart
Dass die verletzten Marvin Ducksch und Mitchell Weiser im Zillertal-Trainingslager fehlen, trifft einen Profi des SV Werder Bremen besonders hart: Leonardo Bittencourt.
Zell am Ziller – So ein Trainingslager hat auch immer etwas von einer Klassenfahrt. Kleine Grüppchen werden gebildet, mit Spielereien und mehr oder weniger ernsthaften Gesprächen wird die Zeit zwischen den Einheiten überbrückt. Beim SV Werder Bremen gibt es da zum Beispiel ein von Niklas Stark als „Kniffel-Gang“ tituliertes Quartett: Marco Friedl, Romano Schmid, Marco Grüll und Maximilian Wöber liefern sich immer wieder intensive Duelle an den Würfeln. Darüber hinaus verbringen etwa Dikeni Salifou, Felix Agu und Justin Njinmah viel Freizeit miteinander – doch einer, der muss in diesen Tagen notgedrungen fast als Einzelgänger auskommen: Leonardo Bittencourt.
Werder Bremen-Scherze im Zillertal-Trainingslager: Leonardo Bittencourt allein auf weiter Flur
„Der Junge ist leider komplett verloren“, scherzt Felix Agu in einem Videobeitrag des Vereins, bei dem es für die Fans Einblicke aus dem Alltag im Zillertaler Teamhotel gibt. Kurz zuvor ist dem Bremer Profi bei einem Rundgang eben jener Bittencourt über den Weg gelaufen, woraus sich ein munterer Plausch entwickelt. „Seine ganze Truppe ist nicht da“, schiebt Agu noch hinterher, ehe seinem Kollegen dämmert, worauf angespielt wird. „Duckschi nicht da, Mitch nicht da“, sagt Bittencourt mit Blick auf seine verletzten Freunde Marvin Ducksch und Mitchell Weiser. „Deshalb ist DAS jetzt mein Leben“, meint Leonardo Bittencourt lachend und hält ein Kreuzworträtsel-Buch in die Kamera.
Felix Agu hat offenkundig schon probiert, das Solisten-Dasein zu beenden und dem Mittelfeldakteur des SV Werder Bremen eine Offerte unterbreitet. „Ich habe ihm angeboten, dass er zu uns kommen kann, aber er hat dankend abgelehnt“, verrät der 25-Jährige, was Bittencourt so partout nicht stehen lassen will. „Das stimmt doch gar nicht, ich liebe euch. Das sind meine Brüder“, betont er und ergänzt grinsend: „Das Problem ist nur, dass die alle 14 Jahre jünger sind als ich.“ (mbü)
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