Reaktionen zum Werder-Remis
„Brutal stolz“: Werder freut sich über wichtigen Punkt gegen Top-Team Stuttgart - die Stimmen zum Spiel
Der SV Werder Bremen holt beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart einen wichtigen Punkt im Bundesliga-Abstiegskampf. Die Stimmen zum Spiel.
Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „In Stuttgart haben viele Mannschaften nicht ganz so viel geholt. Von daher ist es schon ein kleiner Erfolg für uns. Mit dem einen Punkt können wir, glaube ich, sehr gut leben. Es fühlt sich gut an, weil ich eine brutal coole Leistung meiner Mannschaft gegen den Ball gesehen habe. Wir wussten, dass wir hier leiden müssen - auch nach der 1:0-Führung. Ein bisschen mehr Entlastung hätte uns gutgetan. Erstmal bin ich brutal stolz auf diese Mannschaftsleistung und dass wir nicht als Verlierer vom Platz gegangen sind.“
Jens Stage (Torschütze SV Werder Bremen): „Persönlich kämpfe ich viel mit meinem Körper momentan. Wir als Mannschaft haben heute über weite Strecken eine super Leistung gebracht. In der ersten Halbzeit waren wir richtig stark und gefährlich, in der zweiten Halbzeit hat man dann die Stuttgarter Qualität gesehen. Das war dann schwierig für uns, wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Respekt an die Jungs, wie sie das bis zum Schluss gemacht haben. Das war richtig gut. (...) Für unser Momentum innerhalb des Kaders ist es mega wichtig. Gerade nach dem Sieg letzte Woche. Und jetzt gerne drei Punkte - aber wir nehmen auch einen Punkt mit. Da bleibt das Selbstvertrauen weiter.“
Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Mio Backhaus hellwach, Niklas Stark clever!
Werder Bremen holt Remis gegen VfB Stuttgart - Mio Backhaus: „Nächste Woche den Deckel draufmachen“
Mio Backhaus (Torhüter SV Werder Bremen): „Vom Spielablauf her kann man mit einem Punkt zufrieden sein. Deswegen nehmen wir den Punkt so mit. Für den einen fühlt sich das mehr wie ein Sieg an als für den anderen. Für den Klassenerhalt hoffen wir, nächste Woche den Deckel draufzumachen.“
Olivier Deman (Verteidiger SV Werder Bremen): „Über das gesamte Spiel gesehen, hatte der VfB Übergewicht, aber wir haben auch nicht so viel hergegeben. Mio hat noch zwei, drei gute Bälle gehalten, aber so ganz klare Chancen haben die Stuttgarter nicht bekommen. Es tut schon ein bisschen weh, wenn du das ganze Spiel so kämpfst, um drei Punkte zu holen. Andererseits ist es der erste Punkt gegen eine Top-Fünf-Mannschaft: Wir machen gute Schritte nach vorne – und jetzt geht’s gegen Augsburg. Wir müssen auf jeden Fall immer noch auf uns selbst schauen. Wir haben gewusst, dass ein Sieg heute ein Riesenschritt nach vorne gewesen wäre, aber wir haben unseren Kopf auch nach dem Ausgleich nie hängen lassen. Wir haben das wirklich ordentlich gemacht.“
Stimmen zum Spiel des SV Werder Bremen beim VfB Stuttgart - Clemens Fritz: „Wir können gut leben mit dem Punkt“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Stuttgart ist für mich spielerisch neben Bayern die beste Mannschaft. Du siehst die haben eine Geschwindigkeit, eine individuelle Qualität, wie sie spielen. Es ist wirklich schwer, da Zugriff zu kriegen. Von daher Riesenkompliment an unsere Jungs - sie haben gekämpft, sich überall reingeschmissen. Du kannst nicht alles wegverteidigen, aber wir haben auch nicht so viele hundertprozentige Dinger zugelassen. Wir haben auch nicht so viele Chancen gehabt, zweite Halbzeit noch von Jens und Maxi Wöber. Wir können gut leben mit dem Punkt. Erste Halbzeit war Stuttgart nicht so, wie sie spielen können. Aber in der zweiten Halbzeit hat man dann gemerkt, was sie für Druck entfachen können. Das war für mich ein Miteinander, sich dagegen gemeinschaftlich zu stemmen und das ist das Entscheidende heute gewesen. Deswegen: Glückwunsch an die Jungs.“
Senne Lynen (Mittelfeldspieler SV Werder Bremen): „Ich glaube, dass ein Sieg möglich war, absolut. Wir sind am Anfang gut reingekommen, wir haben Chancen gehabt. Und ich finde, dass wir nicht viele Chancen in der ersten Halbzeit zugelassen haben. Wir haben sehr viel im Eins-gegen-Eins gespielt und ich habe das Gefühl gehabt, dass wir gut im Spiel waren. Am Ende des Tages ist Stuttgart eine Champions-League-Mannschaft, die dann in der zweiten Halbzeit auch, gerade wenn wir viele Spieler haben, die ein bisschen am Ende sind, nochmal pushen kann. Und das ist eben ein Unterschied. Wir müssen am Ende mit dem 1:1 zufrieden sein. Wie gesagt, da war mehr drin, aber eben nicht so, dass ich sage: Wir hätten das Spiel unbedingt gewinnen müssen.“
Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart): „Es ist okay, richtig glücklich sind wir darüber natürlich nicht. Es war klar, dass das Spiel heute schwierig wird. Und dann ist es natürlich nicht gut, wenn du in Rückstand gerätst. Um die Beine schneller frei zu kriegen, ist es wichtig, in Führung zu gehen. Das ist uns nicht gelungen, weil wir nicht gut verteidigt haben. Es war offensichtlich, wir haben uns schwer getan erste Halbzeit, hatten trotzdem eine sehr gute Kopfballchance von Bilal El Khannouss, hatten eine gute Chance von Tiago Tomas, aber auch die Bremer hatten noch ein, zwei brenzlige Situationen bei uns in der Box. Das war anspruchsvoll, da nochmal zurückzukommen. Aber das haben wir gemacht, haben nochmal bis zum Schluss Druck aufgebaut, ohne dass wir jetzt die richtig klare Chance hatten. Und dann mussten wir die Balance waren, um das Spiel nicht zu verlieren.“
* Mit Material von DAZN
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