Werder-Profis in der Einzelkritik

Werder in Noten gegen den VfB Stuttgart: Mio Backhaus hellwach, Niklas Stark clever

Der SV Werder Bremen erkämpft sich ein 1:1 und damit einen wichtigen Punkt beim VfB Stuttgart. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!

Mio Backhaus: Verhinderte per starkem Reflex einen Gegentreffer nach El Khannouss‘ wuchtigem Kopfball (22.) und war auch darüber hinaus hellwach. Strahlte bei hohen Bällen Präsenz aus. Beim 1:1 von Demirovic chancenlos (61.). Danach noch mehrfach zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Note 1,5

Amos Pieper: Lieferte sich mit Undav und Tomás intensive Duelle. Setzte seinen Körper gut ein und ging oft als Sieger hervor. Rettete kurz vor der Pause gegen Leweling in höchster Not (44.). Sah beim 1:1 gegen Demirovic aber nicht gut aus. Note 3,5

Niklas Stark (bis 65.): Stand erstmals seit vier Wochen wieder in der Startelf und ersetzte Friedl als zentraler Mann in der Dreierkette. Ging enorm abgeklärt zu Werke und gefiel durch clevere Zweikampfführung und gute Übersicht. Note 2

Werder Bremen in Noten: Mio Backhaus (zweiter von links) zeigte gegen den VfB Stuttgart eine starke Leistung, auch Niklas Stark (zweiter von rechts) überzeugte.

Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Yukinari Sugawara löst seine schwere Aufgabe auf der rechten Seite insgesamt gut

Karim Coulibaly: Werders Shootingstar wagte sich im Spielaufbau anfangs weit mit nach vorne, konzentrierte sich im weiteren Verlauf dann aber auf seine Defensivaufgaben. Dabei mit ordentlicher Vorstellung, wenn auch nicht ganz fehlerfrei. Note 3

Yukinari Sugawara: Hatte gegen den schnellen Leweling eine schwere Aufgabe auf der rechten Abwehrseite, die er insgesamt gut löste. Auch offensiv ein wichtiger Faktor: Legte den Ball vor dem 1:0 mit viel Übersicht zurück auf Torschütze Stage. Vor dem 1:1 ließ er El Khannouss dann jedoch ungestört flanken. Note 3

Senne Lynen: Stand als Sechser tief bei generischem Ballbesitz und sorgte somit dafür, dass für Stuttgart durchs Zentrum wenig ging. Vergab vorne eine gute Doppelchance (6.) – ein Torjäger wird aus dem Belgier nicht mehr. Verzeichnete wichtige Ballgewinne, ließ sich bei einigen Entscheidungen aber etwas zu viel Zeit. Note 2,5

„Brutal stolz“: Werder Bremen freut sich über wichtigen Punkt gegen Top-Team VfB Stuttgart - die Stimmen zum Spiel!

Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Jens Stage geht als Kapitän voran - und trifft mit viel Präzision

Jens Stage (bis 83.): Führte Werder in Abwesenheit von Friedl als Kapitän aufs Feld und ging von Beginn an voran. Hatte er das Tor per Kopf noch verfehlt (8.), besorgte er mit viel Präzision und Cleverness das 1:0 (18.). Spulte ein großes Pensum ab, ließ allerdings eine dicke Chance zum 2:1 liegen (71.). Note 2

Olivier Deman: Hielt sich mit Offensivaktionen über weite Strecken zurück, bereitete in Halbzeit zwei dann aber die dicke Chance von Stage vor. Defensiv auf der linken Seite mit dem einen oder anderen Wackler, die jedoch folgenlos blieben. Note 3

Cameron Puertas: Eroberte viele Bälle, weil bei ihm Timing und Intensität in den meisten Zweikämpfen stimmten. Defensiv meist aufmerksam, verursachte aber auch gefährliche Freistöße des VfB. Offensiv mit wenig prägenden Impulsen. Note 3 

Romano Schmid (bis 90.+4): War darum bemüht, das Offensivspiel anzukurbeln. Forderte Bälle und suchte nach Ideen, von denen aber längst nicht alle zündeten. Die Abstimmung mit den Kollegen passte zu oft nicht. Strahlte selbst keinerlei Torgefahr aus. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Von Jovan Milosevic geht keine Gefahr aus

Jovan Milosevic (bis 65.): Gegen seinen Stammverein Stuttgart rieb sich der Angreifer als einzige Sturmspitze in vielen Duellen auf. Machte Bälle fest und arbeitete diszipliniert mit nach hinten. Bis auf einen Abschluss (41.) ging von ihm aber keine Gefahr aus. Note 4

Maximilian Wöber (ab 65.): Der Sommer-Neuzugang feierte nach langer Verletzungspause sein Bundesliga-Debüt für Werder. Fügte sich gut in die Abwehrreihe ein, auch wenn er in einigen Szenen etwas ungestüm zu Werke ging. Note –

Justin Njinmah (ab 65.): Sollte mit seiner Schnelligkeit das Offensivspiel wiederbeleben. Kam dabei nicht über Ansätze hinaus. Note - 

Samuel Mbangula (ab 83.): Auch dem Joker gelang der Lucky Punch nicht mehr. Note –

Salim Musah (ab 90.+4): Kam für die letzten Sekunden. Note -

Weiter mit der Werder-Startelf:

Werder-Bremen-Aufstellung gegen VfB Stuttgart: Marco Friedl fehlt – Niklas Stark in der Startelf

Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen den VfB Stuttgart auf den Rasen? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen aussehen!

Update vom 26. April (14.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf da - Marco Friedl fällt aus, die Dreierkette kehrt zurück! Die komplette Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zur Partie Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart.

Die einen sind jüngst ins DFB-Pokalfinale eingezogen, die anderen kommen nach dem Sieg im Nordderby mit reichlich Schwung im Rücken: Wenn der VfB Stuttgart und der SV Werder Bremen am Sonntag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) aufeinandertreffen, sind die aktuellen Erfolgserlebnisse eine der wenigen Gemeinsamkeiten beider Mannschaften, die sich sportlich ansonsten in anderen Sphären bewegen. Hier das Top-Team Stuttgart, dort der Abstiegskandidat Werder, der bei den Schwaben auf eine Überraschung hofft – und zumindest personell gute Voraussetzungen dafür hat. So könnte die Bremer Startelf-Aufstellung aussehen!

Marco Friedl (links) kehrt gegen den VfB Stuttgart in die Startelf des SV Werder Bremen zurück, auch Samuel Mbangula (am Ball) dürfte von Anfang an spielen. (Archivbild)

Mögliche Aufstellung des SV Werder Bremen: Marco Friedl vor Startelf-Rückkehr gegen den VfB Stuttgart

Besonders wichtig: Abwehrchef und Kapitän Marco Friedl kehrt gegen den VfB Stuttgart in die Startelf zurück und dürfte wieder seinen angestammten Platz in der Viererkette vor Torhüter Mio Backhaus einnehmen. Zwar hatte Cheftrainer Daniel Thioune im Vorfeld öffentlich mit dem Gedanken gespielt, Friedl ob der ungewohnt großen Auswahl in der Abwehrmitte als Linksverteidiger aufzubieten – es gibt allerdings gute Argumente, die dagegensprechen. Das Gewichtigste: Friedl hatte diesen Job in der laufenden Saison (unter Thioune-Vorgänger Horst Steffen) schon einmal bekleidet – sehr zu seinem Unwillen und mit mäßigem Erfolg. Wahrscheinlicher ist, dass der Österreicher im Zentrum an der Seite des zuletzt formstarken Amos Pieper verteidigt und Top-Talent Coulibaly aus der Aufstellung des SV Werder Bremen rutscht. Die Außenpositionen gehen wie gewohnt an Olivier Deman (links) und Yukinari Sugawara (rechts).  

Mögliche Aufstellung des SV Werder Bremen: Jovan Milosevic dürfte gegen VfB Stuttgart in der Startelf stehen

Im Dreier-Mittelfeld des SV Werder Bremen sind gegen den VfB Stuttgart (live im TV) derweil keine Veränderungen zu erwarten. Heißt: Senne Lynen gibt erneut den Ausputzer vor der Abwehr und hält Jens Stage und Cameron Puertas vor sich den Rücken frei. Stage hatte unter der Woche nur dosiert trainiert, um sich von den Strapazen des Nordderbys erholen zu können. Für Stuttgart ist der Däne nun wieder einsatzbereit – im Gegensatz zu Angreifer Marco Grüll. Der Österreicher fehlt Werder gelbgesperrt, wodurch Daniel Thioune in der Offensive eine Alternative für die Startelf wegbricht. Im Sturmzentrum dürfte Leih-Spieler Jovan Milosevic gegen seinen Stammclub beginnen, flankiert von Romano Schmid auf der linken Seite. Und rechts? Kandidat Nummer eins wäre eigentlich Justin Njinmah, der allerdings angeschlagen ist. Ob er spielen kann, ist fraglich. Möglich, dass alternativ Samuel Mbangula in Stuttgart eine neue Chance erhält. (dco)

Mit Jovan Milosevic und Samuel Mbangula in der Startelf? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart aussehen!

Rubriklistenbild: © Imago/MIS/Weber

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