Neue Konkurrenz im Sturm

Nach Milosevic-Deal: So blickt Werder-Trainer Steffen auf das Boniface-Aus und Topps Perspektiven

Wie Horst Steffen über die enttäuschende Leihe von Victor Boniface und über den Konkurrenzkampf zwischen Keke Topp und Jovan Milosevic bei Werder Bremen denkt.

Bremen – Am Montagnachmittag postete Victor Boniface ein kurzes Video, das ihn auf Krücken beim Verlassen eines Krankenhauses zeigt. Für den SV Werder Bremen wird der Angreifer bekanntermaßen keinen Einsatz mehr absolvieren. Seine Leihe von Bayer 04 Leverkusen wird dennoch bis zum Saisonende fortgesetzt, aufgrund der Verletzung übernimmt bis dahin die Berufsgenossenschaft das Gehalt des nigerianischen Nationalspielers. Während in Bremen seit Sonntag mit Jovan Milosevic bereits ein neuer Stürmer im Fokus steht, äußerte sich Werders Cheftrainer Horst Steffen nach Bonifaces Knie-Operation zum Saison-Aus des Nigerianers: „Es ist schade, dass er sich verletzt hat und sich einer OP unterziehen musste. Dass er bei uns nicht den gewünschten Impuls gesetzt hat, ist bekannt.“

Sportlich gesehen ist die Zeit von Victor Boniface (re.) beim SV Werder Bremen schon wieder vorbei. Doch wie sieht die Perspektive von Keke Topp unter Trainer Horst Steffen aus?

Horst Steffen über enttäuschende Leihe von Victor Boniface zu Werder Bremen: „Wir sind beide nicht glücklich“

Und so ist es das jähe Ende einer Zusammenarbeit, von der sich auch Steffen deutlich mehr versprochen hatte. „Beide Parteien hatten andere Vorstellungen. Deshalb sind wir beide damit nicht glücklich“, betonte der Cheftrainer des SV Werder Bremen, der den angeschlagenen Stürmer im Laufe der Hinrunde mehrfach öffentlich verteidigt hatte, trotz dessen Torlosigkeit und teils lustlos wirkender Auftritte im Training. Zurückzahlen konnte es der Nigerianer nicht: In elf Pflichtspielen erzielte Victor Boniface kein Tor, bereitete lediglich zwei Treffer vor.

Neue Konkurrenz bei Werder Bremen: Kann sich Keke Topp im internen Duell mit Jovan Milosevic steigern?

Ebenfalls noch ohne Saisontor ist Keke Topp, der nach dem Ausfall von Boniface in Neuzugang Jovan Milosevic nun einen neuen Konkurrenten für die Mittelstürmerposition hat. „Das muss keine besondere Reaktion bei Keke auslösen, denn es ist ja ein Grundsatz, sich verbessern zu wollen, und den hat Keke auch“, sagt Steffen über das neue Duell im Angriff des SV Werder Bremen. Und weiter: „Wir arbeiten mit ihm an seinen Themen.“ Gegen einen extramotivierten Topp hätte Steffen aber auch nichts einzuwenden: „Natürlich darf ihn die Konkurrenz auch anstacheln und dazu führen, dass er sich noch besser zeigt, als es bislang gelungen ist.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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