Werder-Stürmer vor Startelf-Debüt?

Boniface weiter im Wartestand – Werder-Trainer Steffen: „Wäre schlimm, wenn er in seiner Top-Verfassung wäre und dann nicht spielt“

Steht Victor Boniface gegen den FC St. Pauli erstmals für Werder Bremen in der Startelf? Wie Trainer Horst Steffen über den Stürmer und seine Situation denkt!

Bremen – Dass Victor Boniface wie am Donnerstag wegen einer Belastungssteuerung das Mannschaftstraining ausließ und stattdessen individuell im Inneren des Weserstadions arbeitete, ist in den etwas mehr als vier Wochen, die der nigerianische Nationalspieler beim SV Werder Bremen weilt, eine Seltenheit. Bislang konnte der 24-Jährige nahezu jede Einheit gemeinsam mit den Teamkollegen absolvieren – für einen Startelf-Einsatz hat es in den jüngsten drei Partien trotzdem nicht gereicht. Und aktuell deutet wenig darauf hin, dass sich das im Bremer Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) ändern wird.

Victor Boniface ist aktuell offenbar weiterhin nicht in der Verfassung, um ein Startelf-Kandidat beim SV Werder Bremen zu sein - wie Trainer Horst Steffen über den Stürmer und seine Situation denkt!

Werder Bremens Horst Steffen über Victor Boniface: „Wir haben häufiger betont, dass wir ihn behutsam aufbauen wollen und auch müssen“

„Es gibt Gründe dafür, dass er noch nicht von Anfang an spielt“, betont Werders Cheftrainer Horst Steffen und meint damit einmal mehr den körperlichen Zustand des Angreifers. „Er hat ein bisschen etwas aus Leverkusen mitgebracht, weshalb wir vorsichtiger sein müssen.“ Auffällig ist allerdings, dass ein Jens Stage, der ebenfalls große Teile der Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst hatte, nach nur einer Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach direkt wieder in der Startelf stand. „Wir haben schon häufiger betont, dass wir ihn behutsam aufbauen wollen und auch müssen“, stellt der Coach des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli (live im TV) klar – und versucht damit, in der Personalie Victor Boniface keine unnötige Negativstimmung aufkommen zu lassen.

Stattdessen macht der 56-Jährige deutlich: „Es wäre ja schlimm, wenn er in seiner Top-Verfassung wäre und dann nicht oder schlecht spielt.“ So aber braucht der Angreifer Geduld: „Er selbst möchte natürlich jedes Spiel über 90 Minuten spielen“, bestätigt Horst Steffen, schränkt aber zugleich ein: „Er weiß auch, dass er noch Defizite aufholen muss.“ Alle Beteiligten, so Steffen, seien „auf dem Weg, ihn zu seiner Bestleistung zu bringen“ und versuchen, ihm „so gut es geht zu helfen“. Die anstehende Länderspielpause dürfte dabei eine entscheidende Phase für Victor Boniface werden – damit er anschließend von Beginn an zeigen kann, weshalb Werder Bremen so große Hoffnungen in ihn setzt. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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